Kaufberatung: Vergleich der beiden Premium TVs Samsung Q7F vs Samsung MU7009 – QLED oder Dynamic Crystal Color?

Samsung Q7F vs MU7009

Mit dem Samsung TV Lineup 2017 hat Samsung die Tradition gebrochen, dass sich die Modellnummer von 7000 bis 9000 immer im Premium-Bereich bewegen. So gibt es in 2017 ein Modell MU7009 im oberen UHD-Bereich und ein Modell Q7F, welches sich im Premium-QLED-Bereich bewegt.

Erfahre in unserem Artikel, ob der Q7F mit QLED-Technik oder der MU7009 mit Dynamic Crystal Color besser ist. Schon mal eine knappe Zusammenfassung: der Q7F ist in vielen Eigenschaften besser als der MU7009. Der Artikel hilft Dir außerdem abzuwägen, ob sich der Aufpreis für  den Q7F lohnt oder ob der MU7009 nicht doch bei gegebenem Budget ausreicht.

Mehr über die Samsung QLED und MU-Serie erfährst Du in dem Artikel Samsung TV Lineup 2017 – Übersicht über Samsung Fernseher der M-Serie, MU-Serie und Q-Serie/QLED-TVs. Einen Vergleich zwischen dem MU7009 und dem MU8009, der sich noch unter dem Q7F einordnet, findest Du hier: Kaufberatung: Unterschiede zwischen den Premium TVs Samsung MU8009 vs Samsung MU7009.

Abbildung Samsung QE65Q7F 163 cm ( (65 Zoll Display),LCD-Fernseher )
Abbildung Samsung MU7009 207 cm (82 Zoll) Fernseher (Ultra HD, Twin Tuner, HDR 1000, Smart TV)

Panel: Samsung Q7F mit QLED-Technik, MU7009 mit Dynamic Crystal Color

Die beiden Modelle Q7F und MU7009 sind beide Fernseher mit einem Ultra High Definition (UHD) Panel, welches 3840 x 2160 Pixel darstellt. Eingangssignale mit geringerer Auflösung werden über einen integrierten Upscaler hochgerechnet, der bei Samsung sehr gut funktioniert. Beim MU7009 fasst Samsung den Scaler unter UHD Remastering zusammen. Beim Q7F heißt der Bildprozessor Q Engine.

Sowohl der Q7F als auch der MU7009 haben ein Panel mit nativ 100 Hz Bildwiederholrate. Der MU7009 hat bei der 49 Zoll Version jedoch die Einschränkung, dass hier nur ein 50 Hz Panel verbaut ist. Die flache Bildschirmform ist in 2017 wieder im Trend, die gebogenen Bildschirme sind auf dem Rückmarsch.

Der MU7009 ist in einer größeren Variation von Bildschirmdiagonalen vorhanden: 49, 55, 65, 75 und 82 Zoll (UE49MU7009, UE55MU7009, UE65MU7009, UE75MU7009, UE82MU7009). Der Q7F hingegen ist in 49, 55, 65 und 75 Zoll verfügbar (QE49Q7F, QE55Q7F, QE65Q7F, QE75Q7F).

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung MU7009
Auflösung UHD UHD
native Bildwiederholrate 100 Hz 100 Hz (außer 49 Zoll)
Bildschirmform flach flach
PQI 3100 2300

Der Picture Quality Index (PQI), ein künstlich ausgerechneter Wert liegt beim Q7F mit 3100 sehr hoch. Der MU7009 kommt mit 2300 (1900 in der 49 Zoll Version) nicht ganz so hoch. Wieso der Q7F einen deutlich höheren PQI-Wert hat, erfährst Du in den folgenden Unterkapiteln.

Unterschiede in der Hintergrundbeleuchtung: Q7F mit besseren Farben

Das Modell Samsung Q7F ist eindeutig der Premium-Linie von Samsung in 2017 zuzuordnen. Auf der CES 2017 in Las Vegas hat Samsung die neue QLED-Serie mit großem Tamtam angekündigt. Letztendlich hat die Marketing-Abteilung von Samsung sicherlich die Wortnähe zu OLED gesucht und sie in QLED gefunden. Letztendlich ist die QLED-Serie eine Weiterentwicklung der SUHD-Serie KS aus 2016. Die QLED-TVs haben alle eine Edge LED-Hintergrundbeleuchtung, die über Quantenpunkte (Quantum Dots) verbessert wird. Das Ergebnis sind buntere Farben bzw. ein deutlich erweitertes Farbspektrum, den die QLED-Fernseher zeigen können. So auch der Samsung Q7F.

Der MU7009 hingegen hat keine Hintergrundbeleuchtung, die mit Quantum Dots verbessert wird. Hier arbeitet eine herkömmliche Hintergrundbeleuchtung, die Samsung Dynamic Crystal Color nennt.

Was Dynamic Crystal Color genau ist, haben wir in unserem Artikel zur MU-Serie erläutert. Durch die Dotierung der LEDs mit anderen Stoffen, erreicht Samsung eine verbesserte Farbdarstellung gegenüber undotierter LED-Hintergrundbeleuchtung. In einem Test von rtings.com hat der MU7009 jedoch eindeutig das Nachsehen gegenüber dem Q7F.

Die Darstellung der Farben wird über die Farbraumabdeckung eines gegebenen Farbraums dargestellt. Hierbei wird angegeben, wie viel Abdeckung ein TV bei der Darstellung eines vorgegebenen Farbraums erreicht. Rtings.com hat den kleineren DCI-P3 Farbraum und den weiteren Rec.2020 (für UHD-Content) getestet: der Samsung Q7F schafft vom DCI-P3 99%, im Rec.2020 73%. Beides sind absolute Top-Werte für die Modelle aus 2017. Der MU7009, der eben nicht über die Quantum Dot optimierte Hintergrundbeleuchtung verfügt, schafft „nur“ die Darstellung von 83% vom DCI-P3 und 62% vom Rec.2020 Farbraum. Diese Werte vom Modell MU7009 sind O.K., der Q7F ist aber deutlich besser bei der Darstellung natürlicher Farben.

Interessant sind außerdem die Werte für das Farbvolumen. Das Farbvolumen gibt an, ob die Farben auch mit steigender Helligkeit richtig dargestellt werden. Auch beim Test des Farbvolumens ist der Q7F deutlich besser als der MU7009.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung MU7009
Farbraumabdeckung DCI P3 99% 83%
Farbraumabdeckung Rec.2020 73% 62%
Farbvolumen DCI P3 86% 71%
Farbvolumen Rec.2020 70% 44%

 

Samsung Q7F blickwinkelunabhängiger als das Modell MU7009

Sitzt man mit mehreren Personen vor dem Fernseher oder häufig von unterschiedlichen Sitzpositionen, muss man auf die Blickwinkelabhängigkeit des Displays achten. Je nach Paneltechnologie kann es beim seitlichen Blick zur Erblassung von Farben und einem Grauschleier kommen.

Samsung setzt in den beiden Modellen Q7F und MU7009 ein Panel mit Vertical Alignment LCD-Technik ein. Diese steht für hohen Kontrast, hat aber bei seitlichem Blick Qualitätseinbußen in der Darstellung. Auch die QLED-Serie von Samsung ist davor nicht gefeit: der Q7F hat eine Farbveränderung ab ca. 27° von der mittigen Sitzposition gemessen. Der MU7009 hat jedoch eine Farbveränderung bereits ab 19°. Man kann sich also nicht so weit seitlich hinsetzen wie beim Q7F. Ähnlich verhält es sich auch mit der Veränderung der Helligkeit und des Schwarzwertes: in allen drei Kategorien ist der Samsung Q7F besser als der MU7009.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung MU7009
Veränderung der Farben ab 27° 19°
Veränderung der Helligkeit ab 35° 30°
Veränderung der Schwarzwerte ab 25° 20°

Samsung Q7F besser für HDR-Darstellung geeignet

Wer sich einen neuen Fernseher gönnt, möchte die nächsten Jahre ein optimales Bild sehen und mit den aufkommenden neuen Technologien mithalten. Der letzte Trend im TV-Markt ist die UHD-Fähigkeit der Fernseher. UHD bedeutet nicht nur eine höhere Auflösung, sondern auch die Darstellung eines größeren Farbraums sowie die Verarbeitung und Anzeige von Hochkontrastbildern (high dynamic range, HDR). Der HDR-Content ist auf Ultra HD Blurays, Streaming-Anbietern und bald bei TV-Sendern mit dem HLG-Standard (hybrid log gamma) zu finden.

Mit HDR wirken die Bilder plastischer, da der Fernseher mehr Details durch höheren Kontrast darstellen kann. Das menschliche Auge hat einen sehr großen Dynamikumfang. Beispielsweise kann ein Mensch in freier Natur trotz gleißender Sonne noch Details in Flächen im Schatten erkennen. Früher konnten Fernseher das nicht ohne weiteres Darstellen, da die Anzeige der Sonne eine sehr helle Fläche darstellt und damit Details in Schattenregionen einfach verschwimmen. Mit HDR schaffen es TVs jetzt auch, die hohen Kontraste innerhalb eines Bildes darzustellen.

Beide Modelle Q7F und MU7009 sind in der Lage HDR-Content zu verarbeiten. Dabei unterstützen sie das HDR-Format HDR10 und HLG. Samsung TVs aus 2016 und 2017 können jedoch Dolby Vision Content nicht dekodieren (vermutlich wollte Samsung sich die Lizenzgebühren sparen; außerdem probiert sich Samsung an einem selber entwickelten Format HDR10+). HDR10+ ist wie Dolby Vision ein dynamisches HDR Format.

Das waren viele einleitende, aber notwendige, Worte zu den HDR-Formaten. Wieso ist jetzt aber der Samsung Q7F besser als der MU7009, obwohl beide Modelle eine Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung und die local dimming Funktion haben?

Das Kontrastverhältnis ist bei beiden Modellen tatsächlich ähnlich und bewegt sich bei ca. 4700:1. Das Kontrastverhältnis setzt die Spitzenhelligkeit in einem Bild mit dem tiefsten Schwarz im selben Bild ins Verhältnis. Der Wert von 4700:1 ist für VA-LCD-Panels gut, es gibt jedoch auch bessere.

Bei der Darstellung von HDR-Content ist außerdem die Spitzenhelligkeit entscheidend. Hier schneidet der Samsung Q7F besser als der MU7009 ab. Im HDR-Modus erreicht der Q7F eine Spitzenhelligkeit von ca. 1150 cd/m², der MU7009 hingegen nur ca. 600 cd/m². Im SDR-Modus erreicht der MU7009 zwar mit ca. 870 cd/m² deutlich mehr, aber auch im SDR-Modus bleibt der Q7F bei ca. 1180 cd/m² (jeweils gemessen bei einem 10% Weißfenster). Der Q7F ist bei der Spitzenhelligkeit also deutlich besser.

Samsung gibt beim MU7009 das lokale Dimming mit Precision Black an. Damit wird angedeutet, dass der Fernseher bestimmte Regionen (soweit dies mit der Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung möglich ist) dimmt, um den Schwarzwert zu verbessern. Beim Q7F wird die Funktion Precision Black Pro genannt und soll andeuten, dass die Schwarzwerte besser sind.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung MU7009
Kontrastverhältnis 4700:1 4720:1
Local Dimming ja ja
SDR Peak 10% 1180 cd/m² 870 cd/m²
HDR Peak 10% 1150 cd/m² 580 cd/m²

 

 

Audiowiedergabe: keine großen Unterschiede zwischen Q7F und MU7009

Der Ton ist trotz der flachen Bauweise der Fernseher annehmbar. Verständlicherweise würde es mit einer passenden Soundbar oder einem AV-Receiver mit Lautsprecher-Setup noch besser sein, aber zum normalen TV-Schauen reichen die integrierten Boxen aus.

Das Modell Q7F ist mit einem 2.2-Kanal Audiosystem ausgestattet. Neben den beiden integrierten Stereo-Lautsprechern hat der Q7F noch zwei Woofer eingebaut. Diese sorgen für den Bass, soweit dies mit der maximalen Ausgangsleistung von 40 Watt möglich ist.

Der MU7009 hat zwar auch 40 Watt Ausgangsleistung, diese verteilt sich aber über ein 2.1-Kanalsystem. Der MU7009 hat also noch einen Woofer mit 20 Watt und zwei Lautsprecher mit jeweils 10 Watt.

Beide Modelle sind mit einem Dolby Digital- und DTS-Dekoder ausgestattet. Damit kann der Fernseher hochwertigen Tonspuren dekodieren und über das integrierte Lautsprechersystem wiedergeben.

Laut Datenblatt sind sich die beiden Modelle ähnlich. Rtings.com schätzt den Q7F nach Messungen etwas besser als den MU7009 ein.

Ausstattung: Q7F und MU7009 mit Unterschieden. Q7F durchdachter.

Die beiden Modelle Samsung Q7F und MU7009 sind ähnlich ausgestattet. Beide Fernseher sind Smart TVs mit Tizen 2017 als Betriebssystem und einen schnellen und eleganten Oberfläche. Der integrierte Quadcore-Prozessor sorgt für die notwendigen Zügigkeit bei Bedienen des Smart Hubs.

Eine immer beliebtere Eigenschaft ist der integrierte Videorekorder, den beide Modelle mitbringen. Samsung hat in den Vorjahren damit bekommen, nur noch bei den besseren und hochpreisigen Modellen die PVR-Funktion freizuschalten. Grundsätzlich ist der integrierte Videorekorder schon seit langer Zeit auf dem Markt und wurde mit jeder Modellserie immer weiter in den höherpreisigen Bereich verschoben. Mit beiden Modelle Q7F und MU7009 ist es aber kein Problem TV-Sendungen auf einer externen Festplatte aufzunehmen und später zu schauen. Ebenso klappt Timeshift wunderbar. Mit Timeshift kann das aktuelle TV-Programm pausiert und nach einer Pause oder einem Klogang einfach fortgesetzt werden.

Eine weitere wesentliche Eigenschaft, den beide TVs haben, ist der integrierte Twin-Tuner mit 2 x DVB-T2/C/S2. So lässt sich über den ersten Tuner ein TV-Programm schauen und über den zweiten Tuner kann ein anderes Programm aufgenommen werden. Das geht mit einem Single-Tuner nicht. Als CI+-Slot ist jedoch nur einer vorhanden, so dass man nicht zwei verschlüsselte TV-Sender schauen kann, sondern nur ein verschlüsseltes und ein freies gleichzeitig.

Die beiden Modelle haben einem Smart Remote als Fernbedienung. Das ist eine kleine Fernbedienung, die nur die notwendigen Tasten und ein Steuerkreuz mitbringt. Der MU7009 hat eine schwarze Smart Remote, der Q7F dagegen eine silber-farbene, die sich sehr wertig anfühlt. Beide Modelle lassen sich via Smart Remote auch Sprachsteuern, so dass man Sender wechseln oder direkt in bestimmte Menübereich springen kann. Vorteil der Smart Remote ist nicht nur die leichte Bedienung durch die wenigen Tasten, die Verbindung zwischen Fernseher und Fernbedienung ist außerdem über Bluetooth geschaltet. Das heißt kein genaues Ausrichten der Fernbedienung auf den Fernseher, wie man es von Infrarot-Fernbedienungen kennt.

Der Samsung Q7F und der MU7009 haben die Anschlüsse in eine One Connect Box ausgelagert. Hier gibt es einen Unterschied zwischen den beiden Modellen:

der Q7F kommt mit der One Connect Box Optical. Die Box hat alle Anschlüsse und wird mit einem optischen Kabel mit dem Fernseher verbunden. Mit einem optional erhältlichen Kabel kann der Abstand zwischen Box und TV 15m betragen. So lässt sich das eigentliche Panel komplett getrennt von der One Connect Box mit den vielen Kabeln aufstellen. Kleines Manko hierbei ist, dass sowohl der Fernseher als auch die One Connect Box einen Stromstecker benötigen.

Der MU7009 hingegen hat noch die ältere Technik mit einer herkömmlichen One Connect Box. Dabei wird die Box mit einem dicken Kabel mit dem Fernseher verbunden. Nur der Fernseher braucht jedoch einen Stromstecker, da der Strom über das One Connect Kabel an die Box gegeben wird. Das Kabel ist dicker und lässt sich nicht so weit verlängern wie das optische Kabel. Trotzdem ist es nützlich, dass das Kabelgewirr vom Fernseher getrennt aufgestellt werden kann.

In der Tabelle unten sind die Anschlüsse der beiden Modelle aufgelistet. Es fällt auf, dass alle analogen Eingänge nicht verfügbar sind. Selbst der analoge Kopfhörerausgang mittels Klinke ist nicht mehr integriert. Samsung schlägt vor, auf Bluetooth-Kopfhörer auszuweichen. Die digitalen Eingänge sind vorhanden. Beide Modelle MU7009 und Q7F bringen 4 x HDMI mit, die HDMI 2.0 mit HDCP 2.2 unterstützen. Auch die Integration in das heimische Netzwerk via Ethernet oder WLAN klappt mühelos.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung MU7009
HDMI 4 4
USB 3 3
Optischer digitaler Audioausgang 1 1
Kopfhöreranschluss 0 0
Component 0 0
Composite 0 0
Ethernet 1 1

Beide Modelle sind ähnlich ausgestattet. Die Ausstattung ist entsprechend des Preises sehr gut und lässt kaum Wünsche offen (bis auf den fehlenden Kopfhöreranschluss). Mit der durchdachten One Connect Box Optical hat der Q7F gegenüber dem MU7009 jedoch die Nase vorne.

Design und Verarbeitung: kleine Unterschiede zwischen Q7F und MU7009

Der MU7009 sieht edel aus: die Füße sind seitlich angeordnet und brauchen damit ein größeres TV-Board. Die One Connect Box ist klein und das Kabel zum Fernseher lässt sich über eine Kabelführung im Standfuß zum Gehäuse führen, so dass es kaum sichtbar ist. Eine durchdachte Design-Idee. Die Vorderseite des TV hat einen dünnen Rahmen, die untere Kante des MU7009 ist in silber, genau wie die Standfüße. Die Rückseite des MU7009 ist in mattem schwarz gehalten und sieht sehr aufgeräumt aus. Durch die Kabelführung im Standfuß kann der Fernseher auch frei im Raum aufgestellt werden, ohne einen störenden Eindruck zu hinterlassen.

Der Q7F hat einen mittig angebrachten Standfuß, der über ein zur horizontalen Kante des TVs verlaufendes Rohr mit weit offenem V extrem stabil steht. Samsung nennt das Design des Standfuß „Triad“ und der Fuß selber ist aus Edelstahl. Dass Samsung hier Qualität verbaut hat merkt man beim Gewichtsvergleich. Die 55 Zoll Version des MU7009 wiegt etwa 18 kg. Die 55 Zoll Version des Q7F wiegt ca. 21 kg. Das Samsung Logo ist klein an der unteren Kante des TVs angebracht. Auch beim Q7F ist die Rückseite in mattem schwarz. Der Standfuß ist auf der Rückseite sehr prominent angebracht, gefällt aber trotzdem. Durch das dünne optische Kabel und dem Stromkabel, welche wie beim MU7009 im Standfuß integriert werden können, ist auch hier die Rückseite des Fernsehers extrem aufgeräumt. Die One Connect Box Optical ist etwas größer als die Box des MU7009.

Die Tiefe der beiden Modelle beträgt beim MU7009 ca. 55mm, beim Q7F ca. 45mm. Der Q7F würde bei einer Montage an der Wand weniger klobig wirken, wobei auch 55mm nicht viel Tiefe ist.

Insgesamt gefällt uns das Design des Q7F besser, was jedoch im Auge des Betrachters liegt. Die weiten Standfüße beim MU7009 gefallen und nicht gut, da hier ein durchaus langes TV-Board benötigt wird. Bei der Wandmontage fallen diese Nachteile natürlich nicht ins Gewicht. Nicht wundern: die amerikanische Version des Q7F (Modellname beginnend mit QN) hat einen etwas anderen Standfuß als die europäische Version (Modellname beginnend mit QE).

Abbildung Samsung QE65Q7F 163 cm ( (65 Zoll Display),LCD-Fernseher )
Abbildung Samsung MU7009 207 cm (82 Zoll) Fernseher (Ultra HD, Twin Tuner, HDR 1000, Smart TV)
tabellarischer Vergleich zwischen Samsung QE75Q7F, Samsung UE82MU7009
 QE75Q7FUE82MU7009
Bildschirmdiagonale75 Zoll82 Zoll
Input Lag in ms (1080p)2424
Input Lag in ms (4K)2020
PQI (Picture Quality Index)31002300
[...]

Gaming klappt mit Q7F und MU7009 gleich gut

Für das Spielen am Fernseher mit der Konsole ist das Antwortverhalten (response time) des Panels sowie der Input Lag (Verzögerung bei der Darstellung) entscheidend. Beide Modelle Q7F und MU7009 haben ein VA-LCD-Panel, welches eine response time von ca. 10ms hat. Der Input Lag ist bei beiden Modellen identisch niedrig. Im Full HD Modus wird das Bild nach 24ms angezeigt. Im 4K Modus bereits nach 20ms. Das sind absolute Top-Werte zum Spielen am TV. Die beiden Werte sind jeweils im Gaming Mode gemessen worden.

An den Unterschieden beim Input Lag bei unterschiedlichen Auflösungen kann man erkennen (oder vermuten), dass der Upscaler ca. 4ms mehr Rechenzeit benötigt, um das Bildsignal von Full HD auf 4K hochzurechnen.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung MU7009
Input Lag 1080p 24 ms 24 ms
Input Lag 4K 20 ms 20 ms

Beide Modelle Q7F und MU7009 sind durch den geringen Input Lag von ca. 20 ms sehr gut zum Spielen geeignet.

Preisunterschiede zwischen Samsung Q7F und MU7009

In den vorherigen Kapiteln haben wir häufig gehört, dass der Q7F den MU7009 outperformt. Schauen wir uns jetzt den Preis an. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von Samsung beträgt beim UE55MU7009 (55 Zoll Version) 1699€. Der Q7F (QE55Q7F) in der 55 Zoll Version soll aber 2599€ kosten. Rechnet man das auf den Wert Kosten pro Zoll um, kommt man beim Q7F auf ca. 47€ pro Zoll und beim MU7009 auf ca. 31€. Das bedeutet, dass bei gleicher Bilddiagonale der Q7F etwa 51% teurer als der MU7009 ist.

Dieser Aufpreis ist aus unserer Sicht – was die UVP angeht – doch sehr happig. Schaut man sich die Straßenpreise an, kann dies natürlich schon wieder anders aussehen. Im Juli 2017 ist der MU7009 in 55 Zoll für ca. 1200€ zu haben. Der Q7F in 55 Zoll für ca. 1900€. Hier ist die Preisdifferenz sogar größer und beträgt ca. 60%.

Die aktuellen Preise zum Q7F und MU7009 unterschieden nach Diagonalen finden sich in dieser Übersicht.

SerieModelle
Q7FQE49Q7F
QE55Q7F
QE65Q7F
QE75Q7F
MU7009UE49MU7009 (EUR 891,00)
UE55MU7009 (EUR 1.029,00)
UE65MU7009 (EUR 1.705,00)
UE75MU7009 (EUR 2.599,00)
UE82MU7009 (EUR 4.304,94)

Fazit: Samsung Q7F besser und teurer als Samsung MU7009

Der Q7F ist deutlich besser als der MU7009. Die Bildqualität, die Farben und der Blickwinkel sind beim Q7F besser als beim MU7009. Der MU7009 ist allerdings nicht schlecht, sondern bewegt sich auf einem guten Niveau.

Beim Ton, den grundlegenden Ausstattungsmerkmalen und dem Gaming-Verhalten sind beide Fernseher fast identisch. Der Q7F hat mit seiner One Connect Box Optical das bessere System, um die Kabel vom Fernsehern fern zu halten.

Thema Q7F MU7009
Bildqualität + seitlicher Blick besser

+ Spitzenhelligkeit besser

+ Darstellung der Farben besser

+ Kontrastverhältnis ähnlich zum Q7F
Input Lag identisch identisch
Ausstattungsmerkmale + One Connect Box Optical One Connect Box
Design + eleganteres Design (mit Standfuß)

 

Preis + deutlich günstiger als der Q7F

Ob der deutlich höhere Preis des Q7F das bessere Bild rechtfertigt, muss jeder für sich selber entscheiden. Spielt der Preis keine Rolle, dann ist der Q7F die bessere Wahl als der MU7009. Hat man ein festes Budget und möchte lieber mehr Zoll haben, dann lohnt sich in jedem Fall die Wahl des MU7009.

Der Q7F bewegt sich deutlich im Premium-Segment des TV-Lineups von Samsung in 2017. Der MU7009 ist durch die verbesserte Hintergundbeleuchtung ebenfalls gut, kann den Q7F aber nicht übertreffen. So findest sich der MU7009 passenderweise auch in der MU-Serie und nicht in der Premium-QLED-Serie.

Aktuelle Angebote zum Samsung Q7F und Samsung MU7009

Einen Preisvergleich zu den Samsung Modelle Q7F und MU7009 findest Du in der folgenden Liste mit einer Live-Abfrage bei Amazon.

SerieModelle
Q7FQE49Q7F
QE55Q7F
QE65Q7F
QE75Q7F
MU7009UE49MU7009 (EUR 891,00)
UE55MU7009 (EUR 1.029,00)
UE65MU7009 (EUR 1.705,00)
UE75MU7009 (EUR 2.599,00)
UE82MU7009 (EUR 4.304,94)