Der LG M5 und der LG G5 gehören beide zur OLED-Oberklasse von LG im Modelljahr 2025. Trotz ähnlicher technischer Basis verfolgen beide Fernseher unterschiedliche Ansätze. Der G5 ist als klassischer Gallery-OLED positioniert, während der M5 mit einem externen Zero-Connect-Konzept arbeitet. Die Bildtechnik ist dabei enger verwandt als oft angenommen.
Panel und Bildtechnik
Beide Modelle nutzen ein OLED-Panel auf RGBW-Basis ohne MLA. Entscheidend ist dabei das eingesetzte Primary RGB Tandem Panel, das gegenüber früheren OLED-Generationen eine deutlich höhere Lichtausbeute ermöglicht. Ein Micro Lens Array kommt beim G5 ebenso wenig zum Einsatz wie beim M5.
Das native Kontrastverhältnis ist bei beiden Modellen OLED-typisch unendlich. Eine Hintergrundbeleuchtung oder echtes Local Dimming existiert nicht. Helligkeitssteuerung erfolgt pixelgenau über selbstleuchtende Subpixel.
Helligkeit und HDR
Der LG G5 erreicht laut Datenblatt eine HDR-Spitzenhelligkeit von bis zu 2400 cd/m² (10 %) und rund 1100 cd/m² in realen HDR-Szenen. Im SDR-Betrieb werden bis zu 1000 cd/m² (10 %) erreicht. Diese Werte gelten auch als Referenzrahmen für den M5, da Panelgeneration und Bildverarbeitung identisch sind.
Unterstützt werden HDR10, HLG und Dolby Vision. HDR10+ wird nicht unterstützt. Tone Mapping erfolgt dynamisch über LGs eigene HDR-Verarbeitung.
Bildverarbeitung und Bewegung
Beide Fernseher arbeiten mit derselben aktuellen LG-Bildverarbeitung und unterstützen eine native Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz. Bewegungsdarstellung ist damit sowohl für Sport als auch für PC-Gaming auf sehr hohem Niveau. Zusätzlich ist BFI bis 60 Hz verfügbar.
Die Farbtiefe liegt bei 10 Bit pro Farbkanal. Das Farbvolumen erreicht rund 95 % DCI-P3 und etwa 70 % BT.2020 (CIELAB). Blickwinkelstabilität ist OLED-typisch sehr hoch, mit nur moderaten Farb- und Helligkeitsverlusten bei seitlicher Betrachtung.

Gaming und Input Lag
Gaming-Funktionen sind bei beiden Modellen vollständig vorhanden. HDMI 2.1 steht viermal mit voller Bandbreite von 48 Gbit/s zur Verfügung. Unterstützt werden ALLM, HDMI Forum VRR, FreeSync und G-SYNC.
Der Input Lag liegt bei etwa 10 ms bei 4K 60 Hz und sinkt auf rund 5 ms bei 4K 120 Hz. Damit eignen sich beide TVs uneingeschränkt für aktuelle Konsolen und High-End-PC-Gaming.
Smart TV und Anschlüsse
Als Betriebssystem kommt webOS 25 zum Einsatz. Funktionsumfang, App-Auswahl und Bedienung sind identisch. Ein Twin-Tuner für DVB-T2, Kabel und Satellit ist integriert, ebenso PVR- und Timeshift-Funktionen.
Beim G5 befinden sich alle Anschlüsse direkt im TV. Dazu zählen vier HDMI-Ports, drei USB-Anschlüsse, LAN, WLAN, optischer Audioausgang und eARC. DTS-Audio wird nicht unterstützt.
Der M5 unterscheidet sich hier konzeptionell: Die Anschlüsse sitzen in einer externen Zero-Connect-Box, während Bild und Ton kabellos an das Display übertragen werden. Am Panel selbst ist nur die Stromversorgung erforderlich. Das Zero-Connect-System ist ein von LG entwickeltes Anschlusskonzept, bei dem sämtliche Signalverbindungen aus dem Fernseher ausgelagert werden. HDMI-Geräte, USB-Zuspieler, Netzwerk und Antennenanschlüsse befinden sich in einer externen Anschlussbox, während das TV-Panel selbst ausschließlich mit Strom versorgt wird.
Bild- und Tonsignale werden kabellos in hoher Bandbreite von der Zero-Connect-Box zum Fernseher übertragen. Dadurch entfällt die direkte Verkabelung zwischen Zuspielern und Display. Das ermöglicht eine sehr saubere Installation, insbesondere bei Wandmontage oder freier Platzierung im Raum, da keine sichtbaren HDMI- oder Audiokabel mehr zum Fernseher geführt werden müssen.
Technisch ist das System so ausgelegt, dass 4K-Signale mit hoher Bildwiederholrate, HDR und Mehrkanalton ohne zusätzliche Kompression übertragen werden. Für den Nutzer ändert sich die Bedienung nicht. Der Fernseher verhält sich im Alltag wie ein klassischer Smart TV, bietet aber deutlich mehr Flexibilität bei Aufstellung und Kabelmanagement.
Design und Aufstellung
Der LG G5 ist als klassischer Gallery-OLED für eine bündige Wandmontage konzipiert. Je nach Variante liegt kein Standfuß bei. Das Gehäuse ist extrem flach, mit einem Rand von etwa 7 mm und einer Tiefe von rund 25 mm.
Der LG M5 setzt optisch auf ein sehr ähnliches, minimalistisches Design, erlaubt durch das externe Anschlusskonzept jedoch eine freiere Platzierung, da keine HDMI- oder Zuspielkabel zum TV geführt werden müssen.
Einordnung im LG TV Lineup
Im LG-Lineup 2025 ist der G5 das bildtechnisch definierte OLED-Referenzmodell, da er klar über Helligkeit, Panelgeneration und klassische Premium-Positionierung eingeordnet wird. Der M5 ist kein bildlich überlegenes Modell, sondern ein konzeptionelles Topmodell, das sich durch das Zero-Connect-System abhebt.
Kurz zusammengefasst:
- Der G5 ist das klassische Bild-Flaggschiff ohne MLA
- der M5 ist das technisch aufwendigere Lifestyle-Modell
- die Bildqualität basiert bei beiden auf derselben Panelgeneration.
