Beste Fernseher fürs Gaming 2026: Top 3 für PS5, Xbox und PC

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Wer 2026 einen Fernseher hauptsächlich zum Spielen sucht, hat bei LG, Samsung und Sony eine ungewöhnlich große Auswahl. Fast jedes höherwertige Modell beherrscht 4K mit 120 Hz, VRR und ALLM. Für die besten Geräte reicht diese Grundausstattung aber nicht mehr. Entscheidend sind inzwischen höhere Bildraten für den PC, die Anzahl schneller HDMI-Eingänge, die Reaktionszeit des Panels, HDR-Gaming und die Frage, wie sauber der Fernseher seine Bildqualität im Spielemodus erhält. Genau bei diesen Punkten trennen sich gute von sehr guten Gaming-Fernsehern.

Unsere drei Empfehlungen sind der Samsung S99H, der LG G6 und der Samsung R95H. Eine starre Reihenfolge ergibt wenig Sinn. Der S99H kombiniert OLED-Kontrast mit 4K bis 165 Hz und sehr niedriger Latenz. Der G6 bietet ebenfalls 165 Hz, ergänzt das Paket aber um Dolby Vision Gaming mit 4K und 120 Hz. Der R95H ist die Alternative mit Micro-RGB-LCD, sehr hoher Helligkeit und einem zusätzlichen 2K-Modus mit bis zu 240 Hz. Welcher davon besser passt, hängt deshalb stärker von Deinem Spielprofil als von einer pauschalen Rangliste ab.

Berücksichtigt wurden ausschließlich Fernseher des Modelljahres 2026 für den deutschen Markt von LG, Samsung und Sony. Preise spielen bei der Auswahl keine Rolle. Durch uns bewertet wurden vor allem Gaming-Funktionen, maximale Bildrate, HDMI-Ausstattung, VRR, Input Lag, HDR-Gaming, Panelreaktion und die Eignung für Konsole und PC.

Die drei besten Gaming-TVs 2026 im Schnellvergleich

Abbildung GQ83S99HAE 209 cm (83") OLED Vision AI Smart TV, 4K Ultra HD, 120 Hz, Sprachsteuerung
Abbildung OLED83G68LW evo AI G6 4K Smart TV 2026 OLED TV
Abbildung GMR85R95HAT 214 cm (85") Micro RGB Vision AI Smart TV schwarz, 4K Ultra HD, LCD, 120 Hz, Sprachsteuerung
Modell Display Maximale Gaming-Bildrate HDMI für High Frame Rate VRR HDR-Gaming Besondere Stärke
Samsung S99H OLED 4K bis 165 Hz 4 x HDMI HDMI VRR, FreeSync Premium Pro, G-SYNC HDR10+ Gaming, HGiG Sehr schnelle OLED-Darstellung, geringe Latenz, Glare Free
LG G6 OLED, bei 55 bis 83 Zoll Primary RGB Tandem OLED 2.0 4K bis 165 Hz, 97 Zoll bis 120 Hz 4 x HDMI 2.1 HDMI VRR, FreeSync, G-SYNC Dolby Vision Gaming 4K 120 Hz, HGiG Sehr komplette Gaming-Ausstattung und starke HDR-Darstellung
Samsung R95H VA-LCD mit Micro-RGB-Hintergrundbeleuchtung 4K bis 165 Hz, 2K bis 240 Hz 4 x HDMI 2.1 HDMI VRR, FreeSync, G-SYNC HDR10+ Gaming Sehr hell, 240-Hz-Modus für PC und kein OLED-Panel
Welcher TV wäre 2026 Dein Favorit fürs Gaming?

Samsung S99H: OLED für schnelles Gaming mit 165 Hz

Der Samsung S99H ist das stärkste OLED-Modell im deutschen Samsung-Lineup 2026. Für Spiele unterstützt er 4K mit variabler Bildrate bis 165 Hz. Dazu kommen HDMI VRR, Nvidia G-SYNC und AMD FreeSync Premium Pro. Samsung gibt für den Fernseher eine Eingabeverzögerung von 6 ms an. Vier HDMI-Anschlüsse stehen zur Verfügung. Damit lassen sich mehrere schnelle Zuspieler anschließen, ohne dass Du ständig Kabel wechseln musst. Für einen Gaming-PC ist vor allem die Kombination aus hoher Bildrate und sehr schneller OLED-Reaktion interessant.

Abbildung GQ83S99HAE 209 cm (83") OLED Vision AI Smart TV, 4K Ultra HD, 120 Hz, Sprachsteuerung

Bei OLED erzeugt jeder Bildpunkt sein Licht selbst. Dunkle Pixel können vollständig abgeschaltet werden. Dadurch entstehen schwarze Bildbereiche ohne Local-Dimming-Höfe um helle Objekte. Gleichzeitig reagieren OLED-Pixel sehr schnell. Gerade bei schnellen Kameraschwenks, Rennspielen und Shootern bleibt die Bewegungsdarstellung deshalb klar. Samsung ergänzt das beim S99H um Glare Free, sodass störende Spiegelungen in helleren Räumen deutlich reduziert werden. Das ist für ein OLED-Modell ein wichtiger Vorteil.

Für HDR-Gaming unterstützt Samsung HDR10+ Gaming und HGiG, verzichtet aber weiterhin auf Dolby Vision. Für die PlayStation 5 ist das praktisch kein Nachteil, weil Sonys Konsole Dolby Vision Gaming nicht nutzt. Bei der Xbox kann es dagegen relevant sein. Xbox Series X und Series S unterstützen Dolby Vision für Spiele. Auf dem S99H wird entsprechendes Material daher über andere unterstützte HDR-Verfahren ausgegeben. Wer Dolby Vision Gaming ausdrücklich nutzen möchte, findet beim LG G6 die passendere HDR-Ausstattung.

Für einen PC ist der S99H besonders interessant. Die 165 Hz liegen über dem Maximum aktueller Konsolen. Das bringt erst dann einen Vorteil, wenn eine Grafikkarte Bildraten jenseits von 120 fps in hoher Auflösung liefert. G-SYNC und FreeSync reduzieren dabei Tearing, indem der Fernseher seine Bildausgabe an die tatsächlich von der Grafikkarte gelieferten Bilder anpasst. Gerade bei schwankenden Frameraten ist diese Synchronisation wichtiger als eine möglichst hohe Maximalzahl auf dem Datenblatt.

LG G6: sehr komplette Gaming-Ausstattung mit Dolby Vision

Der LG G6 gehört ebenfalls zu den stärksten Gaming-Fernsehern des Jahres. LG kombiniert vier schnelle HDMI-Eingänge mit VRR bis 165 Hz, Nvidia G-SYNC, AMD FreeSync, ALLM, HGiG und einem eigenen Game Optimizer. LG nennt für das OLED-Panel eine Pixelreaktionszeit von unter 0,1 ms. Unabhängige Messungen von FlatpanelsHD ergaben 10,8 ms bei 4K und 60 Hz sowie 5,3 ms bei 120 Hz. Damit reagiert der G6 schnell genug für praktisch jedes Spiel.

Abbildung OLED83G68LW evo AI G6 4K Smart TV 2026 OLED TV

In 55, 65, 77 und 83 Zoll verwendet der G6 die zweite Generation von LGs Primary RGB Tandem OLED. Mehrere Emissionsschichten verbessern die Lichtausbeute gegenüber älteren WOLED-Generationen. Für Spiele ist das nicht nur bei hellen Effekten interessant. HDR-Highlights, Feuer, Reflexionen, Himmel und andere kleine Spitzlichter wirken kräftiger, ohne dass der Fernseher dafür auf eine Hintergrundbeleuchtung angewiesen ist. Gleichzeitig bleibt der typische OLED-Schwarzwert erhalten. Diese Kombination macht den G6 besonders stark bei kontrastreichen HDR-Spielen.

Ein spezieller Vorteil gegenüber Samsung ist Dolby Vision Gaming mit 4K und 120 Hz. Das ist vor allem für die Xbox Series X und Series S interessant. Die Xbox unterstützt Dolby Vision für Spiele bis 120 Bilder pro Sekunde. Der G6 kann diese Kombination verarbeiten. Zusätzlich steht HGiG zur Verfügung. HGiG soll verhindern, dass Konsole und Fernseher gleichzeitig aggressives Tone Mapping anwenden. Richtig eingestellt lässt sich die HDR-Kalibrierung eines Spiels dadurch besser an die Fähigkeiten des Displays anpassen.

Für PC-Spieler erreicht der G6 4K mit bis zu 165 Hz. Alle vier HDMI-Eingänge unterstützen die für Gaming relevanten HDMI-2.1-Funktionen. Das ist besonders praktisch, wenn neben dem PC noch mehrere Konsolen, eine Soundbar oder ein AV-Receiver angeschlossen werden. Eine Besonderheit gibt es beim 97-Zoll-Modell. Dort liegt das Maximum bei 120 Hz. Wer den G6 explizit wegen 165 Hz kauft, sollte daher bei 48 bis 83 Zoll bleiben. Diese Größen sind für schnelles PC-Gaming besser geeignet.

Samsung R95H: Micro RGB und bis zu 240 Hz bei 2K

Der Samsung R95H geht technisch einen anderen Weg. Statt OLED verwendet er ein VA-LCD mit Micro-RGB-Hintergrundbeleuchtung. Sehr kleine rote, grüne und blaue LEDs erzeugen das Licht hinter dem LCD direkt in den Grundfarben. Dadurch kann Samsung Helligkeit und Farbe feiner steuern als bei einer klassischen weißen oder blauen LED-Hintergrundbeleuchtung. Das Ergebnis ist ein sehr helles und farbstarkes Bild. Für Gaming in einem hellen Raum ist diese Helligkeit ein großer Vorteil. Mehr Details zu Micro RGB Hintergrundbeleuchtung: Micro RGB, True RGB, QD Mini-LED und mehr: 2026 wird das Jahr der TV-Begriffsverwirrung

Abbildung GMR85R95HAT 214 cm (85") Micro RGB Vision AI Smart TV schwarz, 4K Ultra HD, LCD, 120 Hz, Sprachsteuerung

Der R95H unterstützt 4K mit bis zu 165 Hz. Für PC-Spieler kommt ein weiterer Modus hinzu: Samsung nennt bis zu 2K mit 240 Hz über VRR. Wer kompetitive Shooter mit sehr hohen Bildraten spielt und dafür auf 4K verzichten kann, erhält damit eine Funktion, die weder der S99H noch der G6 in dieser Form bietet. Vier HDMI-2.1-Anschlüsse, VRR und die üblichen Gaming-Funktionen machen den R95H zu einem sehr flexiblen PC-Fernseher.

LCD hat gegenüber OLED aber weiterhin technische Grenzen. Die Pixel erzeugen ihr Licht nicht selbst. Schwarze Bildbereiche hängen deshalb von der Qualität des Local Dimmings ab. Der R95H steuert seine Hintergrundbeleuchtung sehr fein und erreicht für einen LCD-Fernseher außergewöhnlich tiefe Schwarzwerte. Eine OLED-Struktur mit einzeln abschaltbaren Pixeln bleibt bei kleinen hellen Objekten vor schwarzem Hintergrund trotzdem prinzipiell im Vorteil. Für Spiele mit vielen dunklen Szenen ist das ein Unterschied, den Du je nach Sitzabstand und Raumbeleuchtung sehen kannst. Dafür gibt es beim R95H kein OLED-typisches Risiko für dauerhaft sichtbare statische Bildelemente.

Bei der Latenz ist der R95H schnell, aber nicht ganz auf dem Niveau der besten OLEDs. COMPUTER BILD maß 14,2 ms Eingabeverzögerung. RTINGS beschreibt den Input Lag ebenfalls als etwas höher als bei vergleichbaren Spitzenmodellen, bewertet das Spielgefühl aber weiterhin als reaktionsschnell. Für normale Konsolenspiele ist das unkritisch. Wer jede Millisekunde für kompetitives Gaming optimiert, erhält mit den schnellen OLED-Modellen das noch direktere Gefühl.

Warum Sony BRAVIA 9 II nicht in den Top 3 landet

Der Sony BRAVIA 9 II ist einer der bildstärksten Fernseher des Modelljahres 2026. Seine True-RGB-Hintergrundbeleuchtung erreicht eine enorme Helligkeit, und Sony bietet Dolby Vision sowie spezielle Funktionen für die PlayStation 5. Für einen reinen Gaming-Vergleich ist die Anschluss- und Bildraten-Ausstattung aber weniger konsequent. Der Fernseher unterstützt maximal 4K mit 120 Hz und VRR. Nur zwei seiner vier HDMI-Eingänge beherrschen die volle HDMI-2.1-Gaming-Ausstattung. Genau hier verlieren die Sony-Modelle gegenüber LG und Samsung Boden.

COMPUTER BILD maß beim BRAVIA 9 II eine Eingabeverzögerung von 9,8 ms. Das ist schnell. Die Begrenzung auf 120 Hz ist für PS5 und Xbox kaum relevant, weil beide Konsolen ohnehin höchstens 120 Bilder pro Sekunde ausgeben. Bei einem leistungsfähigen PC fehlen aber die 144-, 165- oder 240-Hz-Modi der Konkurrenz. Wer einen Fernseher ausschließlich nach Gaming-Technik auswählt, erhält bei LG und Samsung deshalb mehr Spielraum.

Welche 2026er Modelle haben die Top 3 knapp verpasst?

Der LG C6 bietet fast die gleiche Gaming-Basis wie der G6. Er beherrscht bis zu 165 Hz, G-SYNC, FreeSync, VRR und Dolby Vision Gaming mit 4K und 120 Hz. Ohne Preisgewichtung spricht für den G6 aber die leistungsfähigere Bildtechnik, vor allem bei Helligkeit und Reflexionsverhalten. Der C6 ist deshalb kein schlechterer Gaming-TV im engeren Sinn, er verliert in dieser Auswahl eher bei der gesamten Bildqualität.

Der LG W6 beherrscht ebenfalls 4K bis 165 Hz und verwendet die gleiche hochwertige OLED-Basis wie der G6. Seine Besonderheit ist die kabellose Zero Connect Box. Für Gaming entsteht daraus aber kein technischer Vorteil gegenüber dem direkt verkabelten G6. Wer ausschließlich die beste Gaming-Lösung sucht, braucht die drahtlose Signalübertragung nicht. Der G6 ist deshalb die geradlinigere Wahl.

Der LG MRGB96 ist ein sehr starker Micro-RGB-Fernseher mit 4K bis 165 Hz, vier schnellen HDMI-Eingängen, FreeSync, VRR, HGiG und Dolby Vision. COMPUTER BILD maß 13,6 ms Eingabeverzögerung. Er verpasst unsere Auswahl knapp, weil der R95H zusätzlich einen 2K-Modus bis 240 Hz bietet und damit für besonders schnelle PC-Spiele noch eine zusätzliche Option bereitstellt. Beim Schwarzwert im Spielemodus bleiben beide LCD-Konzepte gegenüber OLED von Local Dimming abhängig.

Der Samsung S95H und S90H sind ebenfalls hervorragende Gaming-Fernseher. Beide unterstützen hohe Bildraten und moderne VRR-Verfahren. Ohne Preisgrenze spricht beim Samsung-OLED-Lineup aber wenig dagegen, direkt das höher positionierte S99H-Modell zu betrachten. Für eine Kaufberatung mit Preis-Leistung würde diese Entscheidung anders ausfallen. In diesem Artikel zählt jedoch ausschließlich die technische Gaming-Leistung.

Welcher Fernseher ist für die PS5 am besten?

Für die PlayStation 5 sind alle drei Empfehlungen mehr als schnell genug. Die PS5 unterstützt über HDMI 2.1 4K mit bis zu 120 Hz, VRR und ALLM. 165 Hz oder 240 Hz kann die Konsole nicht ausnutzen. Deshalb entscheidet bei der PS5 stärker die Bildqualität im Spielemodus als die maximale PC-Bildrate. S99H und G6 profitieren hier von der schnellen OLED-Reaktion und pixelgenauem Schwarz. Der R95H ist besonders interessant, wenn Du in einem sehr hellen Raum spielst.

Sony bietet bei seinen BRAVIA-Modellen eine besonders enge PS5-Integration. Das macht den BRAVIA 9 II für PlayStation-Spieler attraktiv. Technisch notwendig ist diese Bindung aber nicht. S99H, G6 und R95H unterstützen die für PS5 entscheidenden Funktionen ebenfalls. Da Dolby Vision Gaming auf der PS5 keine Rolle spielt, ist der Unterschied zwischen LG und Samsung hier kleiner als bei der Xbox.

Welcher Fernseher ist für Xbox Series X und Series S am besten?

Bei der Xbox hat der LG G6 einen konkreten Funktionsvorteil. Xbox Series X und Series S unterstützen Dolby Vision Gaming bis 120 Bilder pro Sekunde. Der G6 kann Dolby Vision Gaming mit 4K und 120 Hz verarbeiten. Samsung setzt dagegen auf HDR10+ Gaming und unterstützt kein Dolby Vision. Xbox-Spiele mit Dolby Vision laufen auf einem Samsung deshalb nicht in diesem HDR-Format. Für Nutzer, die diese Funktion gezielt einsetzen möchten, ist der G6 die vollständigere Xbox-Lösung.

Abseits davon sind die drei Fernseher technisch sehr gut für Xbox geeignet. 4K mit 120 Hz, VRR und ALLM sind vorhanden. FreeSync ist ebenfalls relevant, weil Microsofts Konsolen AMD-Technik verwenden und FreeSync unterstützen. Die höhere 165-Hz-Grenze der Fernseher bringt auf der Xbox keinen direkten Vorteil, weil die Konsole bei maximal 120 Bildern pro Sekunde endet.

Welcher Fernseher ist für einen Gaming-PC am besten?

Am PC werden die Unterschiede größer. S99H und G6 erreichen 4K mit bis zu 165 Hz und unterstützen G-SYNC sowie FreeSync. Das ist ideal für leistungsfähige Grafikkarten, die in schnellen Spielen deutlich mehr als 120 Bilder pro Sekunde liefern können. Die extrem kurzen OLED-Reaktionszeiten sorgen zusätzlich dafür, dass Bewegungen klar bleiben. Für 4K-Gaming mit maximaler Bildqualität gehören beide deshalb zu den stärksten PC-Optionen.

Der R95H ist besonders interessant, wenn Bildrate wichtiger als 4K-Auflösung ist. Sein 2K-Modus erreicht bis zu 240 Hz. Das passt zu kompetitiven Shootern, bei denen hohe Frameraten und kurze Frame-Abstände wichtiger sein können als maximale Auflösung. In 4K bleibt der R95H bei sehr schnellen 165 Hz. Damit deckt er sowohl hochauflösendes als auch stärker auf Geschwindigkeit optimiertes Gaming ab.

OLED oder Micro RGB fürs Gaming?

OLED hat beim Gaming zwei zentrale technische Vorteile. Jeder Pixel leuchtet selbst und kann unabhängig abgeschaltet werden. Dadurch gibt es perfektes Schwarz ohne Local-Dimming-Zonen. Gleichzeitig reagieren die Pixel sehr schnell. Das reduziert sichtbare Bewegungsunschärfe und macht schnelle Spiele besonders klar. S99H und G6 sind deshalb stark, wenn Kontrast, dunkle Spielszenen und unmittelbare Bewegungsdarstellung im Vordergrund stehen.

Micro RGB verwendet dagegen weiterhin ein LCD-Panel mit Hintergrundbeleuchtung. Die roten, grünen und blauen LEDs verbessern Farbraum und Helligkeit und erlauben eine feinere lokale Steuerung. Der R95H kann dadurch extrem hell werden und Reflexionen sehr gut bekämpfen. In hellen Räumen ist das ein großer Vorteil. Auch lange Sessions mit dauerhaft eingeblendeten HUDs sind für LCD unkritischer, weil kein organisches selbstleuchtendes Panel verwendet wird. Für sehr lange und statische Nutzung kann das relevant sein.

Micro RGB ist nicht mit MicroLED gleichzusetzen. Beim R95H erzeugen die RGB-LEDs nur die Hintergrundbeleuchtung. Das eigentliche Bild entsteht weiterhin im LCD-Panel davor. Deshalb benötigt der Fernseher Local Dimming. OLED steuert seine Helligkeit dagegen auf Pixelebene. Diese technische Trennung ist wichtig, weil die Begriffe Micro RGB und MicroLED ähnlich klingen, aber zwei unterschiedliche Konzepte beschreiben.

120 Hz, 144 Hz oder 165 Hz: Was braucht ein Gaming-TV?

Für PS5 und Xbox reichen 120 Hz vollständig aus. Beide Konsolen geben maximal 120 Bilder pro Sekunde aus. Ein Fernseher mit 165 Hz macht das Konsolenspiel deshalb nicht schneller. Wichtig ist vielmehr, dass 4K und 120 Hz zusammen mit VRR und möglichst niedriger Latenz funktionieren. Alle drei Empfehlungen erfüllen diese Anforderung.

LG OLED C3 Bildwiederholfrequenz bis 120 Hz
LG OLED C3 Bildwiederholfrequenz bis 120 Hz

144 Hz und 165 Hz werden erst am PC interessant. Eine schnelle Grafikkarte kann deutlich höhere Bildraten liefern als eine Konsole. Je höher die Bildwiederholfrequenz, desto häufiger kann der Fernseher ein neues Bild darstellen. Der Sprung von 60 auf 120 Hz ist dabei wesentlich deutlicher als der Schritt von 144 auf 165 Hz. Trotzdem sind 165 Hz sinnvoll, wenn Du einen leistungsfähigen PC besitzt und schnelle Spiele mit hohen Frameraten spielst. Weitere Details findest Du hier: Was hat es mit der 144 Hz Bildwiederholrate bei TVs auf sich?

240 Hz wie beim 2K-Modus des R95H richten sich noch stärker an kompetitives Gaming. Dafür sinkt die Auflösung gegenüber 4K. Bei einem großen Fernseher ist das ein sichtbarer Kompromiss. Für ein Rennspiel oder einen Einzelspieler-Titel ist 4K mit 120 oder 165 Hz meist die attraktivere Kombination. Für schnelle Shooter kann 240 Hz dagegen gezielt interessant sein.

Braucht ein Gaming-TV HDMI 2.1 mit 48 Gbit/s?

Nein. Die maximale theoretische HDMI-Bandbreite ist kein sinnvoller Einzelwert für die Kaufentscheidung. Entscheidend ist, welche Auflösungen, Bildraten, Farbabtastungen und VRR-Modi der Fernseher tatsächlich akzeptiert. PS5 und Xbox können ihre wichtigen 4K-120-Hz-Modi auch an Fernsehern nutzen, deren HDMI-Schnittstelle nicht mit der maximal möglichen 48-Gbit/s-Datenrate arbeitet. Für Dich zählt deshalb die unterstützte Signalkombination.

Beim PC gilt dasselbe. Ein Fernseher kann 4K mit 165 Hz unterstützen, obwohl die Übertragung intern mit Kompression oder einer anderen zulässigen HDMI-Konfiguration arbeitet. Solange 4K, gewünschte Bildrate, VRR und eine saubere 4:4:4-Darstellung für PC-Text funktionieren, ist eine größere Zahl beim HDMI-Durchsatz allein kein praktischer Vorteil.

Was bedeutet Input Lag beim Gaming?

Der Input Lag beschreibt die Zeit zwischen einem eingehenden Bildsignal und seiner Darstellung auf dem Bildschirm. Er ist nicht identisch mit der Pixelreaktionszeit. Ein OLED-Pixel kann in einem Bruchteil einer Millisekunde reagieren und der Fernseher kann trotzdem einige Millisekunden benötigen, um das Signal zu verarbeiten. Für ein direktes Spielgefühl müssen deshalb Panelreaktion und Signalverarbeitung gemeinsam schnell sein.

Samsung AU8079 Input Lag Spielemodus
Samsung Input Lag Spielemodus eines älteren LCD TVs zur Illustration

Bei höheren Bildraten sinkt die mögliche Verzögerung meist deutlich. Unabhängige Messungen zeigen beim LG G6 beispielsweise rund 10,8 ms bei 4K und 60 Hz und 5,3 ms bei 120 Hz. Beim Samsung S95H wurden in einem separaten Test 10,7 ms bei 4K und 60 Hz sowie 5,7 ms bei 120 Hz gemessen. Solche Werte fühlen sich sehr direkt an. Unterschiede von wenigen Millisekunden sind im normalen Einzelspielerbetrieb meist weniger relevant als stabile VRR-Funktion und eine saubere Bewegungsdarstellung.

Welche Gaming-Funktionen sind wirklich wichtig?

Die wichtigste Basis ist 4K mit 120 Hz. Danach folgt VRR. Die variable Bildwiederholrate synchronisiert den Fernseher mit der tatsächlichen Bildausgabe der Konsole oder Grafikkarte. Dadurch werden Bildrisse reduziert und schwankende Frameraten wirken gleichmäßiger. ALLM sorgt dafür, dass der Fernseher beim Start eines Spiels automatisch in einen Modus mit niedriger Verzögerung wechselt. Zusammen bilden diese Funktionen die technische Grundlage.

Für PC-Spieler kommen G-SYNC und FreeSync hinzu. Beide verfolgen das gleiche Ziel, sind aber an unterschiedliche Grafikkarten-Plattformen gekoppelt. Ein Fernseher, der beide Verfahren unterstützt, ist flexibler. 165 Hz sind für einen schnellen PC ebenfalls interessant. HGiG ist dagegen vor allem für HDR wichtig, weil es eine saubere Abstimmung zwischen Spiel und Fernseher erleichtert. Dolby Vision Gaming ist hauptsächlich für die Xbox relevant.

Vier schnelle HDMI-Eingänge sind kein Muss, aber praktisch. Ein Port wird bei vielen Setups bereits für eARC und damit für eine Soundbar oder einen AV-Receiver verwendet. Wenn zusätzlich PS5, Xbox und PC angeschlossen werden, sind vier vollwertige Gaming-Eingänge komfortabler als zwei. Genau hier liegt einer der größten praktischen Nachteile der aktuellen Sony-Modelle gegenüber LG und Samsung.

Kaufberatung nach Nutzungsszenario

Wenn Du hauptsächlich im dunklen oder mäßig hellen Raum spielst und möglichst tiefes Schwarz sowie sehr klare Bewegungen willst, sind S99H und G6 besonders stark. Der S99H verbindet OLED mit einer sehr wirksamen matten Entspiegelung. Der G6 punktet mit Dolby Vision Gaming und einem sehr vollständigen HDMI-2.1-Paket. Zwischen beiden entscheidet vor allem das gewünschte HDR-Format und die bevorzugte Bildcharakteristik.

Welcher TV wäre 2026 Dein Favorit fürs Gaming?

Wenn Dein Wohnzimmer sehr hell ist oder häufig Tageslicht direkt auf den Fernseher fällt, ist der R95H eine interessante Alternative. Seine Micro-RGB-Hintergrundbeleuchtung liefert sehr viel Helligkeit, und die matte Oberfläche reduziert Spiegelungen. Gleichzeitig musst Du nicht über statische HUD-Elemente oder Desktop-Inhalte auf einem OLED-Panel nachdenken. Für lange PC-Sessions mit vielen unbewegten Elementen ist das ein praktischer Vorteil.

Wenn Du kompetitive PC-Spiele mit möglichst hoher Bildrate spielst, ist der R95H wegen 2K bis 240 Hz besonders flexibel. Wenn Du dagegen in 4K bleiben willst, sind S99H und G6 mit 165 Hz und ihrer sehr schnellen OLED-Reaktion hervorragend geeignet. Für PS5 und Xbox sind 165 oder 240 Hz dagegen kein Kaufargument. Dort zählen 4K mit 120 Hz, VRR, geringe Latenz und die HDR-Darstellung deutlich mehr.

Wenn Du neben Gaming viele Filme und Serien schaust und eine Xbox nutzt, ist der G6 besonders vielseitig. Dolby Vision funktioniert sowohl bei Filmen als auch bei unterstützten Xbox-Spielen. Samsung bietet dafür HDR10+ und HDR10+ Gaming, aber kein Dolby Vision. Für reine PS5-Nutzung ist dieser Formatunterschied weniger wichtig, weil die PlayStation 5 ihre Spiele nicht in Dolby Vision ausgibt.

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