Vergleich der beiden Premium TVs Samsung Q7F vs Samsung KS7090 – Welcher ist der bessere Quantum Dot TV?

Samsung Q7F vs KS7090

Finde mit unserem Artikel zum direkten Vergleich zwischen den TVs Samsung Q7F aus 2017 und dem Samsung KS7090 aus 2016 heraus, welcher der bessere TV ist und wieso der Q7F in einigen Punkten hinter dem Vorjahresmodell zurücksteht.

Einen weiteren Vergleich zwischen dem KS8090 und dem Q7F findest Du in unserem Artikel: Samsung KS8090 vs Samsung Q7F – Vergleich der Samsung Premium TV Modelle mit Quantum Dot Technologie aus 2016 und 2017. Der etwas günstigere MU7009 aus 2017 findest Du in einem direktem Vergleich mit dem Q7F in dem Artikel: Kaufberatung: Vergleich der beiden Premium TVs Samsung Q7F vs Samsung MU7009 – QLED oder Dynamic Crystal Color?

Weitere Artikel zu einem generellen Überblick über die KS-Serie und die QLED-Serie findest Du hier:

Abbildung Samsung QE65Q7F 163 cm ( (65 Zoll Display),LCD-Fernseher )
Abbildung Samsung UE60KS7090 (EU Modell UE60KS7000) 152cm Flat SUHD TV PQI: 2100 UHD Dimming 4K HDR 1000

Panel: Samsung Q7F und KS7090 bis auf das verbessere Quantum Dot fast identisch

Die Paneleigenschaften der beiden Modell Samsung Q7F und Samsung KS7090 lesen sich fast identisch. Beide Modelle haben ein Panel mit nativer Bildwiederholrate von 100 Hz und UHD Auflösung. 100 Hz sind optimal für gute Bewegungsschärfe und damit für schnelle Kameraschwenks oder Fußball-Spiele im TV. Die Bildschirmform ist flach, Samsung hat nur noch wenige Fernseher mit gebogenem Panel im Angebot. Das Panel selber ist ein Vertical Alignment Liquid Crystal Display (VA-LCD) mit Edge LED Hintergrundbeleuchtung. Edge LED bedeutet, dass die Hintergrundbeleuchtung in den Kanten des Fernsehers (in diesem Fall in der unteren Kante) eingelassen ist und das Licht über eine Lichtverteilerplatte über den gesamten Hintergrund des Panels verteilt wird.

Der relevante Unterschied zwischen dem Q7F und dem KS7090 ist – zumindest laut Marketing-Abteilung von Samsung die QLED-Technologie, die gegenüber der Quantum Dot Technologie deutlich bessere Farben produzieren soll. Hierzu aber später im nächsten Kapitel „Bildqualität“ mehr.

Beide Modelle verfügen über die local dimming Funktion, so dass die Hintergrundbeleuchtung zonenweise gedimmt werden kann. Dadurch erhöht sich der Kontrast im Bild, da schwarze Bereiche tatsächlich schwarz und helle Bereiche trotzdem hell dargestellt werden können.

Beide Modelle haben keinen 3D-Modus, da Samsung 3D im Home Entertainment-Bereich in 2016 für tot erklärt hat und keine Panels mehr mit Active Shutter Technologie produziert.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung KS7090
Auflösung UHD UHD
native Bildwiederholrate 100 Hz 100 Hz
Bildschirmform flach flach
Paneltyp VA-LCD (QLED) VA-LCD (SUHD)
Hintergrundbeleuchtung Edge (QLED) Edge (Quantum Dot)
Local Dimming ja ja
3D nein nein
PQI 3100 2100
Auflösung pro Farbkanal 10 Bit 10 Bit

Der Picture Quality Index, ein aus verschiedenen Größen und Werten zusammengesetzter künstlicher Wert von Samsung, wird beim Q7F mit 3100 und beim KS7090 mit 2100 angegeben. Der PQI ist ein Qualitätsindex für das Bild. Je höher der Wert, umso besser. Im nächsten Kapitel liest Du, ob der Q7F tatsächlich eine so viel bessere Bildqualität als der KS7090 produzieren kann und der um fast 50% höhere PQI gerechtfertigt ist.

Bildqualität: Q7F und KS7090 mit wesentlichen Unterschieden

Die Bildqualität eines Fernsehers bestimmt sich aus mehreren Faktoren, die man selber mehr oder weniger stark gewichten kann: Auflösung des Panels, Bildwiederholrate, Paneltyp, Kontrast, Spitzenhelligkeit, Schwarzwerte, darstellbarer Farbraum und Verarbeitung des Bildprozessors.

Wie oben bereits beschrieben haben beide Modelle VA-LCD-Panels mit der Marketingbezeichnung QLED beim Q7F und der Bezeichnung SUHD mit Quantum Dot beim KS7090. QLED wurde durch Samsung in 2017 mit der QLED-Serie eingeführt und bezeichnet die Weiterentwicklung der durch Quantum Dots (Nanopunkte) verbesserten Hintergrundbeleuchtung. Bei Quantum Dots durchdringt die blaue Hintergrundbeleuchtung eine Schicht mit Nanokristallen. Das Licht wird dadurch verändert und es entsteht neben dem blauen Licht noch Licht mit roter und grüner Wellenlänge, wenn ein Quantum Dot entsprechender Größe passiert wird. Die Quantum Dots verändern also die Hintergrundbeleuchtung hin zu den Farben, die man für das Mischen von Farben braucht: rot, grün, blau. QLED ist dabei eine Weiterentwicklung der Hintergrundbeleuchtung bzw. der Quantum Dot Schicht. Laut Samsung erreicht der Fernseher Q7F aus 2017 dadurch noch buntere Farben. In der Fachsprache  heißt das dann „Farbraumabdeckung“. Ein Farbraum gibt eine Menge von unterschiedlichen Farben vor. Stellt der Fernseher einen Teil dieser Farben dar, wird der darstellbare Teil des Farbraums in Prozent ausgedrückt.

In der Tabelle unten findest Du die Farbraumabdeckung der Modelle Q7F und KS7090: der Q7F hat tatsächlich im durch DCI-P3 abgesteckten Farbraum 99%, der KS7090 hingegen nur 91%. Das ist ein deutlicher Unterschied, der sich durch brillantere Farben beim Q7F bemerkbar macht. Im größer gefassten Rec.2020 Farbraum, der für UHD-Content relevant ist, werden 73% beim Q7F und 66% beim KS7090 abgedeckt.

Eine weitere interessante Größe ist das Farbvolumen. Das Farbvolumen gibt im jeweiligen Farbraum an, wie sich die Darstellung der Farben bei steigender Helligkeit verhält. Bei alten LCD-Fernsehern war es noch so, dass mit steigender Helligkeit die Farben ausgewaschen aussahen. Dies hat Samsung nun besser in den Griff bekommen, denn der Q7F erreicht ein Farbvolumen von 86% im DCI-P3 Farbraum. Der KS7090 kommt hingegen nur auf 80%, kann also mit steigender Helligkeit die Farben nicht so gut darstellen wie der Q7F.

Weitere wesentliche Einflussfaktoren auf die Bildqualität sind der Kontrast und die Helligkeitswerte. Erstaunlicherweise ist der gemessene Kontrast beim Q7F mit 4700:1 deutlich geringer und damit schlechter als beim Samsung KS7090, der ein Kontrastverhältnis von 6900:1 aufweist. Falls Du nicht genau weißt, wie sich das Kontrastverhältnis berechnet: Helligkeitswert einer weißen Fläche geteilt durch den Helligkeitswert einer schwarzen Fläche; das ergibt das Kontrastverhältnis. Der KS7090 schafft also entweder eine höhere Spitzenhelligkeit bei gleichem Schwarzwert oder einen besseren Schwarzwert bei geringerer Helligkeit; oder beides.

Schauen wir uns daher einmal die Spitzenhelligkeit der beiden Modelle Q7F und KS7090 an: auch hier erstaunt uns, dass der Q7F sowohl im SDR- als auch im HDR-Modus eine Spitzenhelligkeit von ca. 1150 cd/m² erreicht. Der KS7090 strahlt hier deutlich heller und schafft ca. 1400 cd/m². Samsung hatte mit dem Marketing-Begriff HDR1500 eigentlich versprochen, dass der Q7F eine Spitzenhelligkeit von 1500 cd/m² oder mehr erreicht. Laut den Mess-Ergebnissen von rtings.com tut das der Q7F allerdings nicht.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt für die Bildqualität kann die Veränderung der Farben, der Helligkeit und der Schwarzwerte beim seitlichen Blick auf den Fernseher sein. Der seitliche Blick auf den Fernseher kommt immer dann ins Spiel, wenn man mit mehreren Personen vor dem Fernseher sitzt oder die Sitzmöbel so aufgestellt sind, dass man seitlich auf den Fernseher schauen muss. Die VA-LCD-Technik hat schon immer das Problem gehabt, dass die Farben bei seitlichem Blick verblassen und Helligkeit und Schwarzwerte sich verschlechtern. Das ist leider beim Q7F und beim KS7090 nicht anders, da beide ein VA-LCD-Panel einsetzen. Der Q7F ist beim seitlichen Blick leicht besser, da die Farben sich erst ab einem höheren Blickwinkel von der Seite verändern. Der KS7090 ist gegenüber dem Q7F nur bei der Helligkeit bei seitlichem Blick besser. Schaut man häufiger von der Seite auf den Fernseher, greift man also besser zum Q7F.

Die in 2016 bei Fernsehern und Content-Herstellern eingeführte HDR-Funktion steht für die Darstellung von Hochkontrast-Bildern (high dynamic range). Im Gegensatz dazu gibt es die SDR-Bilder, die für „standard dynamic range“ stehen. SDR-Content ist das normale Fernsehen, DVDs und Blurays. HDR-Content bekommt man über ganz bestimmte Fernsehsender mit HLG-Content, Streaming-Anbieter mit HDR-Content und Ultra HD Blurays.

Wie funktioniert das jetzt genau mit HDR? Der Film wird bei HDR mit Metainformationen bestückt, die die Kontrastinformationen enthalten. Kann der Fernseher die Kontrastinformationen auslesen und verarbeiten, wird von einem HDR-fähigen Gerät gesprochen. Wenn das Panel jetzt auch die entsprechenden Spitzenhelligkeiten und Schwarzwerte schafft, dann kann auch das Display diese Hochkontrast-Bilder anzeigen.

Die Meta-Informationen werden in unterschiedlichen Formaten abgespeichert. Es gibt HDR10, Dolby Vision und noch einige andere. Der Samsung Q7F und der KS7090 können beide das HDR10 Format verarbeiten; leider können sie das Dolby Vision HDR-Format nicht verarbeiten. Legt man also eine Ultra HD Bluray mit Dolby Vision HDR-Metainformationen ein, kann der Fernseher diese leider nicht darstellen und springt auf die SDR-Anzeige zurück. Fernseher mit Dolby Vision finden sich entweder bei Sony oder bei LG.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung KS7090
Kontrastverhältnis 4700:1 6900:1
SDR Peak 10% 1180 cd/m² 1330 cd/m²
HDR Peak 10% 1150 cd/m² 1430 cd/m²
Veränderung der Farben ab 27° 21°
Veränderung der Helligkeit ab 35° 41°
Veränderung der Schwarzwerte ab 25° 19°
Farbraumabdeckung DCI P3 99% 91%
Farbraumabdeckung Rec.2020 73% 66%
Farbvolumen DCI P3 86% 80%
Farbvolumen Rec.2020 70% 63%
HDR10 ja ja
Dolby Vision nein nein

Das TV-Modell Samsung KS7090 hat das bessere Kontrastverhältnis und die höhere Spitzenhelligkeit. Der Q7F hingegen kann ein deutlich breiteres Farbspektrum darstellen und der Blick von der Seite ist bis zu einem gewissen Grad etwas stabiler. Findet man Hochkontrastbilder wichtiger, sollte man zu dem Modell KS7090 greifen. Sind jedoch die knalligeren Farben wichtiger, dann ist der Q7F die bessere Wahl. Der um ca. 50% höhere PQI beim Q7F im Vergleich zum KS7090 ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt.

Abbildung Samsung QE65Q7F 163 cm ( (65 Zoll Display),LCD-Fernseher )
Abbildung Samsung UE60KS7090 (EU Modell UE60KS7000) 152cm Flat SUHD TV PQI: 2100 UHD Dimming 4K HDR 1000

Ton und Audiowiedergabe: Q7F und KS7090 identisch

Beim Soundsystem und den Dekodern hat Samsung keinen Unterschied zwischen dem Q7F und dem KS7090, zumindest laut technischen Daten, gemacht. Bei rtings.com erzielt der KS7090 in der Gesamtbewertung für die Audioqualität insgesamt 6,6 Punkt von 10, der Samsung Q7F hingegen etwas weniger mit 6,0 von 10 Punkten.

Die technischen Daten lesen sich wie folgt: beide Modelle haben ein 2.2 Kanal System mit zwei Subwoofern im Gehäuse. Dass diese Subwoofer nicht ein vollständiges Soundsystem ersetzen können, versteht sich von selbst. Jedoch bieten die Lautsprecher mit insgesamt 40 Watt Ausgangsleistung ein durchaus hörbares Erlebnis, so dass man normales Fernsehen und Filme schauen kann, ohne eine Soundbar anzuschließen. Wer etwas besseren Sound will, greift am besten zu einer passenden Soundbar oder zu einem AV-Receiver mit Boxen-Setup.

Um den höherwertigen Sound von DVDs und Blurays wiedergeben zu können, hat Samsung direkt einen Dolby Digital- und einen DTS-Dekoder verbaut. Damit kann der TV die Tonspuren auf Stereosound umrechnen.

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung KS7090
Lautsprecher 2.2 Kanäle 2.2 Kanäle
Ausgangsleistung 40 Watt 40 Watt
Dekoder Dolby Digital, DTS Dolby Digital, DTS

Bei den Audioeigenschaften gibt es keine großen Unterschiede. Rtings.com hat in ihrem direkten Vergleich den KS7090 etwas besser bewertet. Jedoch kommt es beim Fernseher nicht so sehr auf den Ton an, da man diesen über ein externes Setup mit einer Soundbar oder einem AV-Receiver problemlos verbessern kann.

Ausstattungsmerkmale: Q7F besser als KS7090

Der Samsung KS7090 und der Q7F haben bei den Ausstattungsmerkmalen einige Unterschiede. Beide Modelle sind Smart TVs, wobei der Samsung KS7090 als Firmware Tizen aus dem Jahr 2016 einsetzt. Der Q7F ist neuer und wurde 2017 auf den Markt gebracht, so dass sich hier Tizen 2017 finden. Flatspanelhd hat eine kurzen Artikel über die Neuerungen mit Tizen 2017 zusammengefasst. Es ist nach dem Artikel eher eine Evolution, was Samsung mit Tizen 2017 eingeführt hat.

Kauft man sich den neueren Samsung Q7F hat man gegenüber dem Samsung KS7090 den Vorteil, dass Samsung ein Jahr länger den Fernseher mit Updates zum Smart Hub und Apps versorgen wird. Aus Sicht der Update-Sicherheit sollte man also eher zum neueren Modell Q7F greifen.

Der Q7F bringt außerdem gegenüber dem KS7090 einen doppelten Triple-Tuner (2 x DVB-T2/C/S2) mit. Mit dem Doppel-Tuner kann man beispielsweise einen Fernseh-Sender aufnehmen und einen anderen parallel schauen. Mit einem einfachen Tuner klappt das nicht (nur mit TV-Sender, die auf demselben Transponder liegen, was die Auswahl des parallelen Schauens sehr einschränkt). Hier bringt der Q7F also einen deutlich Vorteil gegenüber dem KS7090 mit. Im Vorjahr war der Doppeltuner erst mit dem KS8090 erhältlich.

Wie bereits oben angedeutet kann man über den Anschluss einer Festplatte oder eines USB-Sticks den integrierten Videorekorder bei beiden Modellen verwenden. Dabei kann der Fernseher Aufnahmen programmieren und auch Timeshift nutzen. Timeshift ist für kurze Pausen beim Fernsehschauen sehr praktisch, da der TV das Senderprogramm weiter aufnimmt und man vor- und zurückspulen kann. Kompatible Festplatten für den KS7090 oder den Q7F lassen sich hier nachlesen: Samsung PVR: passende USB-Sticks und Festplatten für Samsung Fernseher und die Videorekorder-Funktion.

Die Smart TVs KS7090 und Q7F bringen noch viele weitere Smart TV Feature, wie z.B. Screen Mirroring, EPG und diverse Streaming Apps (Youtube, Netflix, Amazon) direkt mit. Über den Samsung App-Store lassen sich noch weitere Apps nachinstallieren. Das Surfen im Internet gelingt über den integrierten Webbrowser. Um die Eingabe langer URLs oder anderer Text, z.B. E-Mails komfortabler zu gestalten, kann man eine Tastatur für den Samsung TV anschließen.

Zur Ausstattung beider Modelle gehört auch die Premium Smart Remote. Das ist eine kompakte, aber edle Fernbedienung, die nur wenige Tasten enthält: Kanalwechsel, Lautstärke, Smart Hub, Ausschalter und Sprachsteuerung. Die Fernbedienung koppelt sich via Bluetooth, so dass man keine direkte Sichtverbindung für die Steuerung des TVs braucht. Der Rest lässt sich im Smart Menü erledigen. Zudem hat Samsung eine Smartphone App, über die man den Fernseher ebenfalls steuern kann, wenn das Smartphone im selben Netzwerk eingeloggt ist.

Weiteres Ausstattungsmerkmal, bei dem der Q7F gegenüber dem KS7090 punkten kann, ist die weiterentwickelte One Connect Box Optical. Mit der One Connect Box spaltet Samsung die Anschlüsse von der Displayeinheit ab. Vorteil ist, dass die Schaltzentrale nicht direkt hinter dem Fernseher liegt, sondern irgendwo im TV-Schrank versteckt werden kann. Mit dem Q7F hat Samsung in 2017 alle Anschlüsse in die One Connect Box integriert und die Verbindung zum Fernseher über ein Lichtwellenleiterkabel gelöst, welches extrem dünn ist. Der Fernseher braucht damit nur noch einen Stromanschluss und das kaum sichtbare Kabel zur One Connect Box. Tolle Weiterentwicklung, wie wir finden. Mit dem KS7090 ist die Verbindung zum TV noch mit einem elektrischen Kabel realisiert, was das Ganze aber deutlich dicker macht.

Zudem hat Samsung mit dem Q7F eine Kabelführung in den Standfuß integriert, so dass die beiden Kabel tatsächlich sehr schön versteckt werden können. Ein weiteres Designelement ist die integrierte Wandhalterung. Mit der No Gap Wandhalterung WMN-M10EA/XC lässt sich der Fernseher Q7F sehr leicht montieren. Zudem kann man bei unsauberen Bohrlöchern noch eine Korrektur von ca. 5° nach rechts oder links vornehmen. Das Ergebnis ist, dass der Fernseher aussieht, als ob er an der Wand kleben würde.

Hier die Übersicht zu den Ausstattungsmerkmalen:

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung KS7090
PVR ja ja
Tuner 2 x DVB-T2/C/S2 DVB-T2/C/S2
Smart TV Tizen 2017 Tizen 2016

Beim Thema Ausstattungsmerkmale liegt der Samsung Q7F gegenüber dem KS7090 eindeutig vorne: der Doppel-Tuner, das neuere Tizen 2017 und die längeren Updates sowie die neue One Connect Box mit guter Kabelführung sprechen für den Samsung Q7F.

tabellarischer Vergleich zwischen Samsung QE75Q7F, Samsung UE60KS7090
 QE75Q7FUE60KS7090
Bildschirmdiagonale75 Zoll60 Zoll
Input Lag in ms (1080p)24 
Input Lag in ms (4K)20 
PQI (Picture Quality Index)31002100
[...]

Konnektivität und Anschlüsse: Q7F und KS7090 gleich auf

Der Fernseher kann mit vielen Anschlüssen insbesondere als AV-Station dienen, wenn man keine AV-Receiver hat. Daher ist es für den Anschluss des Bluray-Players, der Spielekonsole und diverser anderer Videogeräte wichtig, dass viele HDMI-Anschlüsse vorhanden sind. Beide Modelle KS7090 und Q7F bringen 4 x HDMI mit, die HDMI 2.0 mit HDCP 2.2 unterstützen.

Über 3 x USB kann man externe Festplatten und USB-Sticks anschließen, über die man Content in den integrierten Mediaplayer füttern oder aber als Festplatte für einen Videorekorder verwenden kann.

Analoge Anschlüsse vermisst man bei beiden Modellen: Component und Composite sind nicht vorhanden. Leider sind beim KS7090 und beim Q7F kein analoger Kopfhöreranschluss integriert. Hier muss man sich über TV Sound Connect und einen Bluetooth-Kopfhörer behelfen.

WLAN und Ethernet sind jedoch standardmäßig integriert, so dass man problemlos den Fernseher ins Netzwerk und ins Internet bringen kann. Ebenso ist für den Empfang verschlüsselter TV-Sender ein CI+-Slot vorhanden. Samsung hatte vor einigen Jahren in seine Fernseher mit doppeltem TV-Tuner auch zwei CI+-Slots integriert. Jedoch wurde dieser Trend vor einigen Jahren aufgegeben, weil der Markt nicht dafür vorhanden war. Es ist also nur jeweils ein CI+-Slot in beiden TVs eingebaut.

Eine Übersicht über alle relevanten Anschlüsse am Samsung Q7F sowie am KS7090 findet sich hier:

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung KS7090
HDMI 4 4
USB 3 3
Optischer digitaler Audioausgang 1 1
Kopfhöreranschluss nein nein
Component nein nein
Composite nein nein
Ethernet 1 1
WLAN 802.11 a,b,g,n,ac 802.11 a,b,g,n,ac

 

Gaming Mode und Input Lag: Samsung KS7090 etwas besser zum Spielen geeignet

Beim Spielen ist der geringe Input Lag einer der wichtigsten Größen. Mit dem Input Lag wird die Verzögerung bezeichnet und gemessen, die ein Signal ab dem HDMI-Eingang über die Verarbeitung des Bildprozessors bis zur Darstellung auf dem TV benötigt. Je geringer der Input Lag ist, umso besser für das Spielerlebnis. Ist der Input Lag zu hoch, werden die Bilder verzögert dargestellt, was die Steuerung bei Spielen schwierig macht.

Die beiden Modelle Samsung KS7090 und Q7F bringen sehr gute Werte für den Input Lag mit, wenn man den Gaming Modus einstellt. Der Gaming Modus schaltet alle Bildverbesserungen ab, so dass der Bildprozessor nur noch wenig zu tun hat (z.B. Skalieren). Der Samsung Q7F ist mit 24 ms etwas langsamer, der Samsung KS7090 mit 21 ms etwas schneller. Den Unterschied wird jedoch nur ein empfindlicher Gamer merken. Beide Modelle sind sowohl für Spiele mit Full HD als auch für Spiele mit 4K Auflösung sehr gut geeignet.

Eigenschaft Samsung Q7F KS7090
Input Lag 1080p in ms 24 ms 21 ms
Input Lag 4K in ms 24 ms 22 ms

Design: Geschmäcker sind verschieden

Beim Geschmack scheiden sich bekanntlich die Geister. Objektiv lässt sich das schwer beurteilen, wir konzentrieren und aber auf die messbaren Fakten.

Der KS7090 hat weit auseinander stehende seitliche Füße, die in glänzendem Silber schimmern. Der untere Rand des TVs ist ebenfalls silbern, der Rand schwarz. Die Standfüße liegen sehr weit auseinander (ca. 120 cm bei der 55 Zoll Version). Dafür braucht man ein breites TV-Board oder man nutzt die Möglichkeit der Wandmontage. Mit 38 mm ist der Fernseher außerdem nicht sehr tief. Der KS7090 hat eine schwarze, glänzende Rückseite, die durch die kleinen Standfüße sehr aufgeräumt aussieht.

Der Q7F hingegen hat als Standfuß ein Rohr, welches parallel zum unteren Bildschirmrand verläuft. Der Standfuß sieht wuchtiger aus und wird an der Rückseite befestigt. Die Rückseite in einem matten Schwarz, so dass der Fernseher auch problemlos im Raum aufgestellt werden kann. Der Q7F hat ebenfalls eine Gesamttiefe von nur 39mm.

Wir finden, dass der Samsung Q7F ein besseres Design hat: der KS7090 sieht durch die kleinen seitlichen Standfüße unproportional aus. Das passt beim ersten Eindruck vom Q7F besser. Bei einer Wandmontage wird man als unbedarfter Zuschauer wenig Unterschiede feststellen können (bis auf die andere Darstellung des Logos in der Mitte des unteren Bildschirmrands).

Eigenschaft Samsung Q7F Samsung KS7090
Gehäusefarbe schwarz schwarz
Standfuß silber silbern (seitlich)
Rand 8mm 7mm
Tiefe 39mm 38mm
Abbildung Samsung QE65Q7F 163 cm ( (65 Zoll Display),LCD-Fernseher )
Abbildung Samsung UE60KS7090 (EU Modell UE60KS7000) 152cm Flat SUHD TV PQI: 2100 UHD Dimming 4K HDR 1000

Fazit: Q7F ist eine Evolution, aber keine Revolution gegenüber dem KS7090

Samsung hat mit der Premium 2017er Serie ihrer LCD-TVs mit Quantum Dot Technologie eine Weiterentwicklung betrieben. Das sieht man in vielen Punkten mit dem Samsung Q7F. Leider ist es Samsung nicht gelungen, bei der Weiterentwicklung einige Dinge gegenüber dem Vorjahres-Modell KS7090 zu verschlechter. Hierzu gehören Bildeigenschaften wie die Spitzenhelligkeit, der Kontrast und das local dimming. Der Input Lag ist messbar beim Q7F ebenfalls etwas schlechter geworden, was jedoch nicht auffallen sollte. Der Q7F ist jedoch bei der natürlichen Darstellung von Farben und beim Blick von der Seite etwas besser.

Deutlich besser ist der Q7F gegenüber dem KS7090 bei den Ausstattungsmerkmalen und beim Design. Hier hat sich Samsung viele gute Punkte wie den Doppel-Tuner, die One Connect Box Optical und die No Gap Wandhalterung einfallen lassen. Zudem finden wir das Design des Q7F im ersten Eindruck deutlich wertiger. Die Verarbeitung scheint beim Q7F ebenfalls besser zu sein: beim Modell KS7090 gab es häufiger Probleme mit einer sich ablösenden Rückwand. Für einen Premium-TV absolut unakzeptabel. Beim Q7F tritt dieses Problem nicht mehr auf.

Thema Q7F KS7090
Bildqualität + seitlicher Blick besser

+ Farben besser

+ Spitzenhelligkeit besser

+ Kontrast besser

Input Lag + 3 ms besser
Ausstattungsmerkmale + Doppelter DVB-T2/C/S2 Tuner

+ Tizen 2017, Updates werden länger geliefert

+ One Connect Box Optical

Design + eleganteres Design (mit Standfuß)

 

Legt man Wert auf tolle Farben, ein top Design, gute Ausstattung sowie eine eine optimierte Kabelführung, so ist der Samsung Q7F die bessere Wahl. Ist einem der Kontrast und die Spitzenhelligkeit, insbesondere für HDR-Content wichtig, so ist der KS7090 hier besser. Zudem könnte für absolute Gaming-Freaks der etwas bessere Input Lag entscheidend sein und Vorteile beim Spielen auf dem großen Fernseher bringen.

Insgesamt sind beide Modelle tolle Fernseher, die sich zu Recht in der Premium Linie von Samsung eingeordnet sind. Wir empfehlen: wenn der Samsung KS7090 deutlich günstiger zu haben ist, besser den KS7090 nehmen. Sind die Preise etwa gleich, würden wir zum neueren Q7F greifen. Für einen Überblick, wie man Fernseher idealerweise preislich vergleicht, lies Dir unseren Artikel Datenauswertung zu verschiedenen Fernsehern – Vergleichbarkeit von TVs über “Kosten pro Zoll” durch.

Aktuelle Angebote zum Samsung Q7F und Samsung KS7090

Einen Preisvergleich zu den Samsung Modelle Q7F und KS7090 findest Du in der folgenden Liste mit einer Live-Abfrage bei Amazon

SerieModelle
Q7FQE49Q7F
QE55Q7F (EUR 1.549,00)
QE65Q7F (EUR 2.399,00)
QE75Q7F
KS7090UE49KS7090 (EUR 1.199,00)
UE55KS7090 (EUR 1.250,00)
UE60KS7090