Filmmaker Mode: Einfach erklärt und Antworten auf Deine Fragen

Filmmaker Mode FAQ

Immer mehr neue Fernseher sind mit dem Filmmaker Mode ausgestattet. Doch was steckt dahinter? Was kann dieser neue Modus und brauchst Du ihn? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den neuen „Modus der Filmemacher“.

Was ist der Filmmaker Mode?

Der Filmmaker Mode ist auf Initiative der Ultra HD Alliance (UHDA), einem Zusammenschluss von führenden TV-Herstellern, Technologie-Unternehmen und Vertretern der Filmindustrie, entstanden. Neben großen Hollywood-Studios unterstützen auch zahlreiche namhafte Regisseure wie Martin Scorsese (u.a. „Taxi Driver“), Christopher Nolan (u.a. „The Dark Knight“), James Cameron (u.a. „Avatar“ und „Titanic“) Rian Johnson (u.a. „Star Wars: The Last Jedi“), Ryan Coogler (u.a. „Black Panther“), Paul Thomas Anderson und Christopher McQuarrie sowie viele mehr den neuen Modus. Hier sind die geballten Hollywood-Filmmacher vertreten, die den Filmmaker Mode unterstützen.

Was macht den Filmmaker Mode jetzt so besonders?

Der Ansatz des Filmmaker Mode ist es, dass die Ideen und Intentionen der Filmemacher erhalten bleiben. Dies ist nicht neu, wurde bereits mit THX und ISF verfolgt. Zudem bieten die meisten Fernsehhersteller ihre eigenen Film- oder Kino-Modi, um sich bei der Wiedergabe so nah wie möglich an den Standards der Filmindustrie zu orientieren.

Allerdings heißen diese Modi bei den verschiedenen Herstellern unterschiedlich. Zusammen mit weiteren Modi wie THX und ISF, die nie wirklich den ganz großen Durchbruch bei TV-Geräten erlebt haben, führt dies zu einem großen Chaos und viel Unwissenheit – gerade für Nutzern, die sich nicht so sehr mit der Materie beschäftigen und damit auskennen. Zudem nutzen auch diese Modi häufig noch verschiedene Verfahren, um das Erlebnis vermeintlich zu verbessern. Als Beispiel sei hier die Zwischenbildberechnung genannt.

I care deeply about how cinema is experienced at home because that’s where it lives the longest. With Filmmaker Mode, we can collectively help make the consumer experience more like it is in the cinema. – Ryan Coogler (Quelle)

Genau hiermit macht der Filmmaker Mode Schluss. Der neue Modus gibt einheitliche Regeln für die Wiedergabe vor und schaltet nicht nur alle künstlichen Bildverbesserer wie eben die Zwischenbildberechnung oder die Formatanpassung aus. Diese sind bei vielen Fernsehern ab Werk aktiviert und können oft nur umständlich über die Menüs deaktiviert werden, was viele Nutzer abschreckt und ihnen schlicht und ergreifend nicht bekannt ist. Oder die Features verstecken sich hinter verklausulierten Marketingnamen.

Sondern zudem wird der Filmemachern Modus auch von vielen führenden Herstellern unterstützt, sodass er schnell eine große Verbreitung erreichen kann. Das soll das Durcheinander am Markt verringern und zu einem einheitlichen Standard führen, mit dem Nutzer auch etwas anfangen können.

Wieso gibt es den Filmmaker Mode?

Moderne Fernseher haben leistungsfähige Prozessoren und allerhand Technik verbaut, die das Bild vermeintlich besser machen soll. Hierzu zählt die Anpassung der Helligkeit, Optimierungen beim Kontrast oder die Veränderung der Farbwiedergabe. Dabei geht allerdings eines mehr oder weniger stark verloren: das Originalbild.

Der Filmmaker Mode ist dafür da, dass interessierte Zuschauer einen Film genauso sehen können, wie sich der Filmemacher dies vorgestellt und das Bild kreiert hat. Wie Michael Zink, Vizepräsident des Filmstudios Warner und für den technischen Bereich zuständig, bei der Präsentation des neuen Modus bekanntgegeben hat, wünschen sich laut einer Umfrage, die zu Anfang der 18-monatigen Entwicklungsphase durchgeführt wurde, rund 88 Prozent der Zuschauer einen dedizierten Filmmodus. Bei Besitzern eines TVs mit 4K/UHD-Auflösung sollen es laut der Auswertung sogar ca. 96 Prozent der Befragten sein.

Was sind die wesentlichen Eigenschaften des Filmmaker Modes?

Durch das Abschalten sämtlicher verändernder Prozesse wie einer Zwischenbildberechnung wird ein Film so dargestellt, wie er produziert wurde. Dies ist in der Regel mit einer Bildwiederholungsrate von 24 Bildern pro Sekunde (fps = frames per second) – unabhängig, ob er beim Dreh physisch oder digital gespeichert wird.

Um einen Film also originalgetreu wiederzugeben, muss er mit 24 oder 48 Bildern pro Sekunde abgespielt werden. Das hat zur Folge, dass die Filmwiedergabe dieses typische leichte Flackern hervorrufen kann, das Du vermutlich aus dem Kino kennst.

Was schaltet der Filmmaker Mode alles ab?

Kurzum: Alle Funktionen, die das Bild künstlich verändern. Was alles darunter fällt, hängt auch von der Ausstattung des Fernsehers ab. Viele Modelle besitzen z. B. eine Zwischenbildberechnung. Hierbei wird ein Mix aus dem vorherigen und dem nächsten Bild berechnet, damit Bewegungen flüssiger aussehen. Der Unterschied ist vor allem bei großen Bildschirmdiagonalen und schnellen Bewegungen sichtbar.

The viewer should have the choice to see what the filmmakers intended…to have in a sense, what is a heart to heart with the filmmaker. Filmmaker Mode is a way to make sure they have that choice. – Ang Lee (Quelle)

Viele Fernseher greifen aber auch bei der Darstellung von Farben, Kontrast und Helligkeit ein und „optimieren“ diese. Auch eine Anpassung an das Format findet häufig statt. Damit die schwarzen Balken oben und unten nicht zu üppig ausfallen, können Videos in einem Format jenseits von 16:9 (sprich 1,78:1 bis 1,85:1) schon einmal links und rechts beschnitten werden.

Mit welchen Videoformaten ist der Filmmaker Mode kompatibel?

Laut unseren Informationen ist der neue Modus von der Standardauflösung (SD) über High Definition (HD) bis hin zu Ultra HD (UHD/4K) nutzbar. Somit kannst Du sowohl ältere Filme als auch neue hochauflösende Filme unverfälscht genießen.

Zudem unterstützt er die Standards HDR10, HDR10+ and Hybrid Log-Gamma (HLG). Dies gilt allerdings nicht für Dolby Vision, da dieser eigenständige Standard bereits darauf ausgelegt ist, die Intentionen der Filmemacher bestmöglich wiederzugeben. Für Dolby Vision gibt es 2020 ebenfalls eine Erweiterung, die Dolby Vision IQ heißt.

Wie wird der Filmmaker Modus eingeschaltet?

TV-Geräte, die den neuen Modus unterstützen, sollen hierfür überwiegend eine dedizierte Taste auf der Fernbedienung haben. Über diese kann der Modus per Knopfdruck aktiviert werden. Alternativ soll es über die Einstellungen auch möglich sein, dass das Gerät automatisch in den Modus schaltet, wenn es über die Metadaten eines Filmes hierüber in Kenntnis gesetzt wird.

Welche TVs unterstützen den Filmmaker Mode?

Bei den sogenannten TV Launch Partners sind von den großen TV Produzenten LG, Panasonic, Samsung, Philips und Vizio (nicht in Deutschland relevant) mit dabei.

Angekündigt wurde es in jedem Fall für die OLED-Serie von Panasonic und TV-Modelle der QLED-Serie 2020 von Samsung. Welche Modelle es im Detail werden, ergänzen wir im Laufe des Jahres an dieser Stelle.

Erfahre aktuelle Neuigkeiten zu den Fernsehern, TV-Lineups und Soundbars aus 2020. Mit dem Eintragen für unseren kostenlosen Newsletter erhältst Du alle Details der großen Herstellern Samsung, LG, Sony und Panasonic zu den neuen TV- und Soundbar-Modellen.

Fazit: Für wen ist der Filmmaker Mode geeignet?

Der Filmmaker Mode richtet sich nicht an diejenigen Zuschauer, die das vermeintlich bestmögliche Bild, was durch allerhand Bildverbesserer im TV-Gerät erzeugt wird, sehen möchten. Sondern an alle puristischen Filmfans, die einen Film genauso erleben wollen, wie der kreative Kopf bzw. das Team hinter dem Werk sich dies vorgestellt und umgesetzt hat. Wenn Du primär Filme auf Deinem Fernseher schaust und gerne ins Kino gehst, solltest Du Dich bei der nächsten Neuanschaffung für einen Fernseher mit FIlmmaker Mode entscheiden.

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