Samsung S90F vs LG B5 TV Vergleich: Samsungs QD-OLED gegen LGs WOLED Fernseher

header vs Samsung S90F vs LG B5

Im Vergleich Samsung S90F vs LG B5 TV Vergleich: Samsungs QD-OLED vs LGs WOLED treffen zwei moderne OLED-Fernseher aus dem Jahr 2025 aufeinander, die sich technisch klar voneinander abgrenzen. Der Samsung S90F setzt in 65 Zoll auf ein QD-OLED-Panel, bietet eine höhere Helligkeit, 144 Hz Bildwiederholrate und ein stärkeres Soundsystem. Der LG B5 bleibt bei klassischem WOLED, unterstützt dafür Dolby Vision und ist in allen Größen deutlich günstiger. Beide Modelle bieten gutes Gaming, aktuelle Smart-TV-Systeme und HDMI 2.1 an allen Anschlüssen. Wo liegen die spürbaren Unterschiede im Alltag? Reicht Dir der günstigere B5 oder lohnt sich der Aufpreis für den S90F?

Abbildung Samsung GQ83S90FAE OLED-Fernseher (209 cm/83 Zoll, 4K Ultra HD, Smart-TV, HDR+, Dolby Atmos & AI Sound, Gaming Hub, Upscaling Pro, bis zu 144Hz)
Abbildung LG OLED83B59LA 210cm 83"" 4K OLED Smart TV

Warum der Vergleich wichtig ist: Samsung S90F und LG B5 im Überblick

Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen Samsung S90F und LG B5.

Vorteile des Samsung S90F

  • höhere Helligkeit bei SDR und HDR-Inhalten
  • echtes RGB-QD-OLED-Panel mit hoher Farbsättigung
  • 144 Hz Bildwiederholrate für flüssigeres Gaming
  • breitere Blickwinkel mit stabilen Farben und Helligkeit
  • kräftigeres Soundsystem mit 2.1 Kanälen und Subwoofer
  • Twin-Tuner, HDR10+ und Ambient Mode als Zusatzfunktionen
Abbildung Samsung GQ83S90FAE OLED-Fernseher (209 cm/83 Zoll, 4K Ultra HD, Smart-TV, HDR+, Dolby Atmos & AI Sound, Gaming Hub, Upscaling Pro, bis zu 144Hz)

Vorteile des LG B5

  • Dolby Vision-Unterstützung für dynamisches HDR
  • günstigerer Preis bei vergleichbarer Grundausstattung
  • WebOS 25 mit Magic Remote für schnelle Bedienung
  • gute OLED-Bildqualität mit perfektem Schwarz
  • solider Gaming-Support mit VRR, G-SYNC und FreeSync
  • kompakter Allrounder für klassische Heimkino-Anwendungen
Abbildung LG OLED83B59LA 210cm 83"" 4K OLED Smart TV
Für welchen Fernseher würdest Du Dich entscheiden, Samsung S90F oder LG B5?

Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden

Der Samsung S90F nutzt je nach Größe unterschiedliche OLED-Technologien. In 65 Zoll kommt QD-OLED zum Einsatz, in anderen Größen WOLED. Der LG B5 verwendet durchgehend klassisches WOLED mit RGBW-Subpixelstruktur. Der Samsung erreicht bis zu 144 Hz, der LG 100 Hz. Beim Ton bietet der S90F mehr Leistung und einen integrierten Woofer. HDR10+ wird nur beim Samsung unterstützt, Dolby Vision nur beim LG. Beide Modelle bieten vier vollwertige HDMI 2.1-Anschlüsse und sehr gute Gaming-Leistung. Unterschiede gibt es auch bei Smart-TV-System, Fernbedienung und Tuner-Ausstattung.

Modellname Samsung S90F LG B5
Design
Abbildung Samsung GQ83S90FAE OLED-Fernseher (209 cm/83 Zoll, 4K Ultra HD, Smart-TV, HDR+, Dolby Atmos & AI Sound, Gaming Hub, Upscaling Pro, bis zu 144Hz)
Abbildung LG OLED83B59LA 210cm 83"" 4K OLED Smart TV
Bild 4K-Auflösung
QD-OLED und WOLED (DE: QD-OLED bei 65 Zoll, WOLED bei restlichen Diagonalen)
bis 144 Hz native Bildwiederholrate
Farbtiefe: 10 Bit
Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz)
Neural Quantum Processor 4K Gen3 (NQ4 AI Gen3)
Ultra Viewing Angle
Antireflexbeschichtung
4K-Auflösung
OLED (RGBW)
100 Hz native Bildwiederholrate
Farbtiefe: 10 Bit
Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz)
Alpha 8 Gen2 4K AI Bildprozessor
Perfect Viewing Angle
AI Upscaling
Ton 2.1 Kanal Audiosystem
40 Watt Ausgangsleistung (inkl. Woofer)
Dolby Digital Plus
eARC via HDMI-3
Dolby Atmos via TrueHD mit eARC
Q-Symphony
Object Tracking Sound Lite (OTS Lite)
Dual Audio Support (Bluetooth)
2.0 Kanal Audiosystem
20 Watt Ausgangsleistung
Down Firing Lautsprecher
Dolby Atmos
eARC
a8 AI Sound Pro (Virtual 9.1.2 Up-mix)
HDR HDR10: ja
HLG: ja
Dolby Vision: nein
HDR10+: ja
HDR10: ja
HLG: ja
Dolby Vision: ja
HDR10+: nein
Ausstattung Smart TV: Tizen 2025
Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2
PVR: ja
HDMI: 4
davon HDMI 2.1: ja, 4 x (48 Gbit/s)
USB: 2
Timeshift
Ambient Mode
Premium Solar Smart Remote
Smart TV: WebOS 25
Tuner: 1 x DVB-T2/C/S2
PVR: ja
HDMI: 4
davon HDMI 2.1: ja, 4 x (48 Gbit/s)
USB: 2
Timeshift
Magic Remote MR25
Filmmaker Mode
Gaming und Input Lag 1080p@60 Hz: 10 ms
4K@60 Hz: 10 ms
4K@120 Hz: 5 ms
HDMI Forum VRR: ja
Freesync: ja
G-SYNC: ja
ALLM: ja
Game Bar
1080p@60 Hz: 10 ms
4K@60 Hz: 10 ms
4K@120 Hz: 5 ms
HDMI Forum VRR: ja
Freesync: ja
G-SYNC: ja
ALLM: ja
Game Optimizer
Einschränkungen kein DTS kein DTS
Aktuelle Preise GQ42S90F
GQ48S90F (819,99 EUR)
GQ55S90F (949,00 EUR)
GQ65S90F (1249,00 EUR)
GQ77S90F (1777,00 EUR)
GQ83S90F (2219,00 EUR)
OLED48B59LA (599,00 EUR)
OLED65B59LA (999,00 EUR)
OLED77B59LA (1379,00 EUR)
OLED83B59LA (2755,92 EUR)

Quelle: teilweise rtings.com

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Design und Ästhetik

Abbildung Samsung GQ83S90FAE OLED-Fernseher (209 cm/83 Zoll, 4K Ultra HD, Smart-TV, HDR+, Dolby Atmos & AI Sound, Gaming Hub, Upscaling Pro, bis zu 144Hz)
Abbildung LG OLED83B59LA 210cm 83"" 4K OLED Smart TV

Beide Fernseher setzen auf ein modernes und flaches Gehäusedesign, unterscheiden sich jedoch im Detail. Der Samsung S90F ist in Graphitschwarz gehalten und wirkt durch die Kombination mit dem satin-silbernen Standfuß etwas hochwertiger. Der LG B5 kommt in klassischem Schwarz mit seitlich angebrachten Füßen, die funktional, aber weniger elegant wirken. Die mittige Platzierung beim S90F bietet mehr Flexibilität bei der Wahl des TV-Möbels, während der seitliche Standfuß des B5 eine breite Stellfläche erfordert.

Ein klarer Vorteil des S90F liegt bei der Gehäusetiefe. Mit nur 40 mm ist er deutlich flacher als der LG B5, der auf 51 mm kommt. Das spielt vor allem bei Wandmontage eine Rolle, da der Samsung bündiger an der Wand sitzt und insgesamt moderner wirkt.

Beim Rahmen um das Display bietet der S90F mit nur 8 mm ebenfalls die schlankere Lösung. Der B5 hat einen 11 mm breiten Rahmen, was zwar noch als schmal gilt, aber im direkten Vergleich weniger rahmenlos erscheint. Das Panel wirkt beim Samsung dadurch optisch größer und reduziert den sichtbaren Rand bei seitlicher Betrachtung. Beide Fernseher setzen auf ein flaches Display ohne Wölbung, das sich unauffällig in den Wohnraum integriert.

Bild im Vergleich: S90F mit 144 Hz nativer Bildwiederholrate

Beide Fernseher setzen auf selbstleuchtende OLED-Panels, was ein unendlich hohes Kontrastverhältnis ermöglicht. Schwarzpixel können vollständig deaktiviert werden, was zu tiefem Schwarz ohne Lichthöfe führt. Auch in der nativen Auflösung und Farbtiefe unterscheiden sich die Modelle nicht: Beide bieten 4K mit 10 Bit Farbauflösung pro Farbkanal. Ebenso ist bei beiden die Black Frame Insertion (BFI) bis 60 Hz aktiviert, was eine Zwischenbildverdunkelung zur Verbesserung der Bewegungsschärfe darstellt.

Der wichtigste Unterschied liegt in der Paneltechnologie. Der Samsung S90F verwendet bei 65 Zoll ein QD-OLED-Panel, in allen anderen Größen ein WOLED-Panel. Der LG B5 nutzt ausschließlich WOLED, genauer gesagt ein RGBW-OLED-Panel von LG Display.

WOLED basiert auf weißen OLED-Pixeln, die durch Farbfilter (RGB-Subpixel) farbige Bilder erzeugen. Zusätzlich gibt es ein viertes weißes Subpixel (W), um die Helligkeit zu steigern. Der Nachteil: Bei sehr hellen Bildbereichen können Farben ausgewaschen wirken, weil der weiße Anteil dominiert. Diese Technologie ist stromsparend und bewährt, erreicht aber nicht die Farbsättigung und maximale Helligkeit von QD-OLED.

QD-OLED kombiniert blaue OLEDs mit einer Quantenpunkt-Schicht, die daraus rotes und grünes Licht erzeugt. Jeder Bildpunkt besteht aus drei echten RGB-Farben ohne weiße Subpixel. Dadurch ergibt sich ein reineres Farbspektrum, das gerade bei gesättigten Farben kräftiger wirkt. QD-OLED bietet zudem eine höhere Effizienz bei der Umwandlung von Licht, was in deutlich höheren Spitzenhelligkeiten resultiert.

Auch beim Farbraum bietet QD-OLED Vorteile: Es deckt mehr vom BT.2020-Spektrum ab, was bei HDR-Inhalten zu sichtbarer Farbfülle führt. Außerdem sind Farbverläufe dank fehlendem RGBW-Mischanteil gleichmäßiger. Das Samsung-Panel erreicht durch die Kombination mit Ultra Viewing Angle-Technologie eine bessere Blickwinkelstabilität als klassische WOLEDs.

Ein klarer Vorteil des S90F liegt bei der Bildwiederholrate. Er unterstützt nativ bis zu 144 Hz, der LG B5 erreicht maximal 100 Hz. Eine höhere Bildwiederholrate sorgt für flüssigere Bewegungen bei schnellen Inhalten wie Sport oder Games, sofern die Quelle entsprechend liefert. Der Unterschied fällt besonders bei PC-Spielen oder 120-Hz-fähigen Konsolen auf, wo der S90F die bessere Bewegungsdarstellung erreicht.

Der größte Unterschied zeigt sich bei der Helligkeit. Der Samsung S90F erreicht im HDR-Betrieb eine Spitzhelligkeit von 1430 cd/m² bei einem 10 %-Fenster und 1030 cd/m² im realen Szenenbild. Der LG B5 bleibt mit 650 cd/m² beziehungsweise 560 cd/m² deutlich darunter. Auch bei SDR-Inhalten ist der Unterschied klar sichtbar. Der Samsung zeigt ein deutlich brillanteres Bild, kann Spitzlichter in HDR realistisch hervorheben und bleibt in hellen Räumen besser ablesbar. Der Helligkeitsvorsprung ergibt sich aus der QD-OLED-Technik in 65 Zoll und der generell leistungsfähigeren Bildverarbeitung.

Spitzenhelligkeit Samsung S90F vs LG B5
Spitzenhelligkeit Samsung S90F vs LG B5: der S90F in der QD-OLED Version ist deutlich heller als der LG B5

Unterschiede gibt es auch beim Paneltyp. Während der B5 ein klassisches WOLED-Panel mit RGBW-Subpixelstruktur nutzt, kombiniert der S90F je nach Diagonale QD-OLED (bei 65 Zoll) oder WOLED. QD-OLED basiert auf einer blauen OLED-Schicht mit Quantenpunkten zur Farberzeugung. Dadurch erreicht der S90F eine höhere Farbintensität ohne weiße Subpixel, was vor allem bei stark gesättigten Farben und in hellen Bildbereichen sichtbar wird. Die Messwerte zum Farbraum belegen das: Beide TVs erreichen 98 % des DCI-P3-Farbraums, aber der S90F deckt 80 % von BT.2020 ab, der B5 nur 71 %.

Auch beim Blickwinkelverhalten zeigt der S90F Vorteile. Farben, Helligkeit und Schwarzwert bleiben bis zu einem Betrachtungswinkel von 70 Grad stabil, der B5 weist hier bereits ab 30 bis 61 Grad stärkere Veränderungen auf. Das macht sich bemerkbar, wenn Du seitlich auf den Fernseher schaust oder in einer größeren Gruppe fernsiehst. Der Vorteil kommt teils durch das Ultra Viewing Angle-Panel beim Samsung zustande, das speziell für geringe Blickwinkelverluste optimiert ist.

Der Bildprozessor im Samsung S90F ist der Neural Quantum Processor 4K Gen3. Er nutzt neuronale Netzwerke, um Inhalte in Echtzeit zu analysieren und gezielt zu verbessern. Dabei kommen mehrere spezialisierte KI-Modelle zum Einsatz, die auf unterschiedliche Szenenarten wie Gesichter, Texturen oder Bewegungen trainiert wurden. Das Ziel ist eine möglichst effektive Hochskalierung von nicht-nativen 4K-Inhalten, eine adaptive Schärfekorrektur und verbesserte Kontrastanpassung. Zusätzlich passt der Prozessor Bildparameter wie Helligkeit und Farbdynamik auf Basis der Umgebungsbedingungen automatisch an.

Im LG B5 arbeitet der Alpha 8 Gen2 Prozessor. Dieser ist eine Weiterentwicklung des Vorjahresmodells, basiert aber auf einer einfacheren Architektur im Vergleich zum Alpha 9 der C-Serie. Auch hier werden KI-Algorithmen für Upscaling und Szenenerkennung verwendet, jedoch mit weniger Recheneinheiten. Der B5 erkennt z. B. Gesichter und Vordergrundelemente, optimiert diese in Schärfe und Farbe, verarbeitet aber weniger Bildmerkmale gleichzeitig. Die Qualität des Upscalings ist gut, erreicht aber nicht das Niveau des Samsung-Prozessors in Details, Kantenglättung und dynamischem Kontrast.

Insgesamt bietet der S90F durch den leistungsfähigeren Prozessor sichtbar bessere Ergebnisse bei der Verarbeitung von HD- oder Streaming-Inhalten mit geringer Bitrate. Der B5 liefert ebenfalls eine solide Bildaufbereitung, kann aber bei komplexen Szenen und schnellen Übergängen weniger Details erhalten und glätten.

Modellname Samsung S90F LG B5
Auflösung 4K 4K
native Bildwiederholrate bis 144 Hz 100 Hz
Bildschirmform flach flach
Kontrastverhältnis (nativ) unendlich:1 unendlich:1
Paneltyp QD-OLED und WOLED (DE: QD-OLED bei 65 Zoll, WOLED bei restlichen Diagonalen) OLED (RGBW)
SDR Peak 10% 630 cd/m² 420 cd/m²
SDR Real Scene 450 cd/m² 300 cd/m²
HDR Peak 10% 1430 cd/m² 650 cd/m²
HDR Real Scene 1030 cd/m² 560 cd/m²
Veränderung der Farben ab 70° 30°
Veränderung der Helligkeit ab 70° 61°
Veränderung der Schwarzwerte ab 70° 69°
Farbvolumen CIELAB DCI-P3 98% 98%
Farbvolumen CIELAB BT.2020 80% 71%
BFI ja (bis zu 60 Hz) ja (bis zu 60 Hz)
Auflösung pro Farbkanal 10 Bit 10 Bit

Quelle: teilweise rtings.com

Audioleistung: etwas besseres Audiosystem im S90F

Beide Fernseher unterstützen eARC, also den erweiterten Audio-Rückkanal über HDMI. Damit kannst Du verlustfreie Formate wie Dolby Atmos in Dolby TrueHD an eine kompatible Soundanlage übertragen. Die Anschlussposition liegt beim Samsung am HDMI-3-Port, beim LG ist sie nicht näher spezifiziert, aber ebenfalls vorhanden. Damit sind beide Modelle für moderne Heimkino-Setups gerüstet.

Ein deutlicher Unterschied liegt im Lautsprechersystem. Der Samsung S90F nutzt ein 2.1-Kanal-System mit 40 Watt Ausgangsleistung inklusive integriertem Subwoofer. Das System deckt Frequenzen bis etwa 80 Hz ab und erzeugt damit spürbar mehr Tiefe im Bassbereich. Der LG B5 setzt auf ein einfacheres 2.0-System mit 20 Watt Gesamtleistung ohne Subwoofer. Die untere Grenzfrequenz liegt hier bei 95 Hz, was bedeutet, dass sehr tiefe Töne kaum spürbar wiedergegeben werden. Für Filme oder Musik ergibt sich damit ein klarer Vorteil beim Samsung, besonders ohne externe Anlage.

Im S90F kommt zusätzlich OTS Lite (Object Tracking Sound) zum Einsatz. Dabei passt das System die Klangquelle dynamisch an die Bewegung der Objekte im Bild an. Stimmen oder Effekte werden gezielt auf dem Bildschirm positioniert, was das Klangbild räumlicher wirken lässt. LG bietet mit AI Sound Pro eine andere Herangehensweise: Hier wird der Ton per Algorithmus auf ein virtuelles 9.1.2-System hochgerechnet. Diese Virtualisierung kann bei manchen Inhalten überzeugen, ersetzt aber keine physisch getrennten Kanäle.

Ein weiterer Unterschied liegt im Bluetooth-Audio. Der Samsung unterstützt Dual Audio, also die gleichzeitige Verbindung von zwei Bluetooth-Kopfhörern oder -Lautsprechern. Das ist nützlich, wenn zwei Personen gemeinsam kabellos hören wollen. Der LG B5 bietet diese Funktion nicht. Dafür sind beide TVs Dolby Atmos-kompatibel und liefern bei externen Soundbars oder AV-Receivern eine vergleichbare Grundlage.

Unterm Strich bietet der S90F ein stärkeres internes Soundsystem mit mehr Lautstärke, besserem Bassbereich und erweiterten Funktionen wie OTS Lite und Dual Audio. Der B5 bleibt auf Basisfunktionen beschränkt und setzt auf algorithmische Klangaufbereitung statt echten Tiefton. Wer ohne zusätzliche Anlage auskommt, profitiert beim Samsung vom spürbar besseren Klangsystem.

Technische Ausstattung und HDR: einige Unterschiede

Beide Fernseher bieten vier HDMI-Anschlüsse mit voller HDMI 2.1-Unterstützung und zwei USB-Ports. Auch PVR für USB-Aufnahmen und Timeshift zum zeitversetzten Fernsehen sind bei beiden Geräten vorhanden. Damit lassen sich Live-TV-Sendungen pausieren und aufnehmen. Unterschiede bestehen bei der Tuner-Ausstattung: Der Samsung S90F ist mit einem Twin-Tuner ausgestattet, sodass Du gleichzeitig ein Programm aufnehmen und ein anderes ansehen kannst. Der LG B5 bietet nur einen einfachen Tuner, was diese Funktion einschränkt.

Beim Smart-TV-System nutzt Samsung Tizen 2025, während LG auf WebOS 25 setzt. Beide Systeme bieten App-Stores, Sprachsteuerung und ein schnelles Navigationskonzept. Tizen legt den Fokus auf flache Menüs und Integration mit Samsung-Diensten wie SmartThings, während WebOS mit der Re:New-Oberfläche auf Kachelstruktur und Personalisierung setzt. Beide Plattformen funktionieren stabil, unterscheiden sich aber im Detail in Menülogik und Design.

Ein klarer Unterschied zeigt sich bei der HDR-Unterstützung. Samsung unterstützt HDR10, HLG und HDR10+, verzichtet jedoch auf Dolby Vision. LG bietet stattdessen HDR10, HLG und Dolby Vision, aber kein HDR10+. HDR10+ und Dolby Vision sind konkurrierende Formate für dynamisches HDR, bei dem Helligkeit und Kontrast szenenweise angepasst werden. Dolby Vision wird von Streaming-Anbietern wie Netflix und Disney+ breit unterstützt, HDR10+ kommt hauptsächlich bei Prime Video zum Einsatz. Je nach bevorzugtem Anbieter kann dieser Unterschied bei HDR eine Rolle spielen.

In der Ausstattung bringt der Samsung zusätzlich den Ambient Mode mit, bei dem der Fernseher im Standby dekorative Inhalte oder Informationen anzeigt. Der LG bietet dafür den Filmmaker Mode, der Inhalte ohne Nachbearbeitung so darstellt, wie vom Regisseur vorgesehen. Beide TVs liefern damit alltagstaugliche Smart-Funktionen, wobei der S90F mit Twin-Tuner und Ambient Mode zusätzliche Nutzungsoptionen bietet. Die Wahl beim dynamischen HDR-Format entscheidet über Dolby Vision oder HDR10+, beide Formate schließen sich gegenseitig aus.

Für Gamer: Input Lag und Gaming-Features

Beide Fernseher bieten eine sehr niedrige Eingabeverzögerung. Der Input Lag liegt bei beiden Geräten bei 10 ms für 1080p und 4K mit 60 Hz sowie bei 5 ms für 4K mit 120 Hz. Diese Werte sorgen für eine reaktionsschnelle Steuerung, was vor allem bei schnellen Spielen wie Shootern oder Actiontiteln wichtig ist. Für kompetitives Gaming sind diese Werte im optimalen Bereich.

Bei der VRR-Unterstützung gibt es keine Unterschiede. Sowohl der Samsung S90F als auch der LG B5 unterstützen HDMI Forum VRR, AMD FreeSync und Nvidia G-SYNC. Diese Technologien ermöglichen eine variable Bildwiederholrate, die sich dynamisch an die Framerate der Konsole oder des PCs anpasst. Das reduziert Ruckler und verhindert Tearing, also Bildzerreißen bei leistungsschwankendem Content.

Auch die automatische Umschaltung in den Spielemodus ist bei beiden TVs vorhanden. Der sogenannte ALLM (Auto Low Latency Mode) aktiviert den Gaming-Modus automatisch, sobald ein Spiel gestartet wird. Dadurch wird der Fernseher ohne zusätzliche Einstellung auf minimale Latenz optimiert. Das ist besonders praktisch im Alltag mit Konsolen wie PlayStation oder Xbox.

Bei den Anschlüssen sind beide Modelle auf dem neuesten Stand. Sowohl der S90F als auch der B5 verfügen über vier HDMI 2.1-Anschlüsse mit jeweils 48 Gbit/s. Das erlaubt den gleichzeitigen Anschluss mehrerer Geräte mit voller Bandbreite, etwa einer PS5, Xbox Series X und einem Gaming-PC.

Ein Unterschied liegt bei der maximalen Bildwiederholrate. Der Samsung S90F unterstützt bis zu 144 Hz, während der LG B5 auf 100 Hz limitiert ist. Das bedeutet: Bei PC-Spielen mit hohen Framerates kann der S90F das Bild flüssiger darstellen. Für Konsolenspieler, die bei 120 Hz bleiben, ist dieser Unterschied weniger relevant, aber auf lange Sicht ein Vorteil für den S90F.

Modellname Samsung S90F LG B5
Input Lag 1080p 10 ms 10 ms
Input Lag 4K (60 Hz) 10 ms 10 ms
Input Lag 4K (120 Hz) 5 ms 5 ms
ALLM ja ja
HDMI Forum VRR ja ja
Freesync ja ja
G-SYNC ja ja
HDMI 2.1 ja, 4 x (48 Gbit/s) ja, 4 x (48 Gbit/s)

Quelle: teilweise rtings.com

Datenblätter des Samsung S90F und LG B5 im Vergleich

Eine gute Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.

tabellarischer Vergleich zwischen Samsung GQ83S90F, LG OLED83B59LA
 GQ83S90FOLED83B59LA
BildschirmauflösungUHD (3840 x 2160 Pixel)UHD (3840 x 2160 Pixel)
Bildschirmdiagonale83 Zoll83 Zoll
Ausgangsleistung (RMS)40 W 
Digitaler Fernsehempfang (DVB)2 x DVB-T2/C/S2 
[...]

Modellvergleiche im Lineup, Diagonalen und Preisvergleich

Der S90F liegt in der Mitte des OLED-Lineups von Samsung 2025. Er ist besser ausgestattet als der S85F, bietet ein leistungsfähigeres Panel mit bis zu 144 Hz und einen moderneren Bildprozessor. Im Vergleich zum S95F fehlt ihm die One Connect Box und die fortschrittlichere Entspiegelung. Damit ist der S90F das vielseitige Mittelklasse-Modell zwischen Einstieg (S85F) und Premium (S95F).

Der LG B5 ist das Einstiegsmodell im OLED-Lineup 2025 von LG. Er bietet die grundlegenden OLED-Funktionen mit 100 Hz und dem Alpha 8 Gen 2 Prozessor, aber ohne Helligkeitsverstärker oder fortschrittlichere Panel-Technologien. Über ihm steht der C5 mit höherer Bildwiederholrate und stärkerem Prozessor. Noch besser ausgestattet sind G5 und M5, die auf das Tandem OLED-Panel und mehr Helligkeit setzen. Der B5 ist damit für Einsteiger gedacht, die auf Premiumfeatures verzichten können.

Die UVP des Samsung S90F liegt in jeder Diagonale über der des LG B5. Am geringsten fällt der Unterschied bei 48 Zoll aus, wo der S90F nur 100 Euro mehr kostet. In der Mittelklasse, etwa bei 55 oder 65 Zoll, beträgt die Differenz 400 bis 500 Euro. Besonders stark ist der Abstand beim 83-Zoll-Modell: Hier liegt der S90F um 1.200 Euro über dem B5. Beide Fernseher sind in den Größen 48, 55, 65, 77 und 83 Zoll erhältlich, wobei Samsung bei 65 Zoll QD-OLED einsetzt und in den anderen Größen WOLED. LG verwendet durchgängig WOLED. Damit ist der B5 in jeder Größe günstiger, auch wenn ihm einige technische Merkmale fehlen.

Diagonale Modell Preis (UVP) Kosten pro Zoll Modell Preis (UVP) Kosten pro Zoll Differenz
48 GQ48S90F 1.799 € 37 € OLED48B5LA 1.699 € 35 € 100 €
55 GQ55S90F 2.399 € 44 € OLED55B5LA 1.899 € 35 € 500 €
65 GQ65S90F 3.199 € 49 € OLED65B5LA 2.799 € 43 € 400 €
77 GQ77S90F 4.599 € 60 € OLED77B5LA 4.299 € 56 € 300 €
83 GQ83S90F 7.199 € 87 € OLED83B5LA 5.999 € 72 € 1.200 €

Aktuelle Angebote

Die aktuellen Angebote zum Samsung S90F und LG B5 haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:

Abbildung Samsung GQ83S90FAE OLED-Fernseher (209 cm/83 Zoll, 4K Ultra HD, Smart-TV, HDR+, Dolby Atmos & AI Sound, Gaming Hub, Upscaling Pro, bis zu 144Hz)
Abbildung LG OLED83B59LA 210cm 83"" 4K OLED Smart TV
SerieModelle
S90FGQ42S90F
GQ48S90F (819,99 EUR)
GQ55S90F (949,00 EUR)
GQ65S90F (1249,00 EUR)
GQ77S90F (1777,00 EUR)
GQ83S90F (2219,00 EUR)
B5OLED48B59LA (599,00 EUR)
OLED65B59LA (999,00 EUR)
OLED77B59LA (1379,00 EUR)
OLED83B59LA (2755,92 EUR)

Empfehlung

Der Samsung S90F bietet eine deutlich höhere Helligkeit als der LG B5. In SDR und vor allem in HDR erreicht er spürbar bessere Werte, was in hellen Räumen und bei HDR-Inhalten ein klarer Vorteil ist. Die Darstellung wirkt lebendiger, Spitzlichter sind sichtbarer und das Bild bleibt auch bei Tageslicht kontrastreich.

Bei der Bildwiederholrate ist der S90F ebenfalls überlegen. Er unterstützt bis zu 144 Hz, während der LG B5 auf 100 Hz begrenzt ist. Für Gaming mit PC oder neueren Konsolen bedeutet das eine flüssigere Darstellung bei schnellen Bewegungen, vorausgesetzt, die Quelle liefert ausreichend Bilder pro Sekunde.

Im 65-Zoll-Modell kommt beim S90F ein QD-OLED-Panel zum Einsatz. Diese Technik arbeitet mit echten RGB-Subpixeln und ohne Weißanteil. Dadurch werden Farben satter und bleiben auch bei hoher Helligkeit stabil. Der LG B5 nutzt ein klassisches WOLED-Panel mit RGBW-Struktur, das zwar energieeffizient ist, aber bei hohen Leuchtwerten weniger Farbreinheit bietet.

Der Farbraum ist beim Samsung breiter, besonders im BT.2020-Spektrum. Auch die Blickwinkelstabilität ist besser: Helligkeit, Farben und Schwarzwerte bleiben bis zu größeren Winkeln erhalten. Der B5 zeigt deutlich früher sichtbare Veränderungen, wenn Du seitlich auf den Bildschirm schaust.

Beim Ton hat der S90F mit seinem 2.1-Kanal-System, integriertem Woofer und 40 Watt Leistung die Nase vorn. Der Klang wirkt voller und kräftiger als beim B5 mit einfachem 2.0-System und 20 Watt. Auch Funktionen wie OTS Lite und Bluetooth Dual Audio bieten beim Samsung zusätzliche Vorteile.

Die Ausstattung spricht ebenfalls für den S90F. Er besitzt einen Twin-Tuner für paralleles Fernsehen und Aufnehmen, während der LG B5 nur einen Tuner bietet. Die Solar-Fernbedienung von Samsung ist umweltfreundlich und wartungsfrei. LG liefert dafür die Magic Remote mit Zeigersteuerung, was in der Bedienung Geschmackssache ist.

Bei den HDR-Formaten gibt es einen klaren Unterschied: Der Samsung unterstützt HDR10+, der LG setzt auf Dolby Vision. Beide Formate bieten dynamisches HDR, werden aber von unterschiedlichen Streamingdiensten genutzt. Je nachdem, welche Inhalte Du bevorzugst, kann das entscheidend sein.

Tizen 2025 und WebOS 25 bieten beide umfangreiche Smart-TV-Funktionen. Samsung legt den Fokus auf Übersicht und Integration mit dem Smart-Home-System, LG auf eine kachelartige Oberfläche mit Personalisierung. Die Systeme sind stabil und performant, aber unterschiedlich in der Bedienlogik.

Der Preisvorteil liegt auf Seiten des LG B5. Er ist in allen Größen günstiger, teilweise deutlich. Besonders bei 83 Zoll fällt der Unterschied ins Gewicht. Wenn Dir Dolby Vision, solide OLED-Qualität und gute Smart-TV-Funktionen reichen, bietet der B5 ein attraktives Gesamtpaket. Der S90F liefert hingegen mehr Leistung, mehr Technik – aber zu einem höheren Preis.

Für welchen Fernseher würdest Du Dich entscheiden, Samsung S90F oder LG B5?

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