Hier stehen zwei High-End-Modelle unterschiedlicher OLED-Technologien gegenüber. Der Samsung S95F setzt auf QD-OLED mit hoher Farbsättigung und Spitzenhelligkeit, während der LG G4 mit WOLED und Micro Lens Array auf Effizienz und Dolby Vision setzt. Unterschiede gibt es auch bei den Bildprozessoren, der Audioausstattung und bei der One Connect Box des Samsung. Doch welches Modell liefert Dir das bessere Gesamtpaket und wo liegen die echten Vorteile im Alltagseinsatz?
Warum der Vergleich wichtig ist: Samsung S95F und LG G4 im Überblick
Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen Samsung S95F und LG G4.
Vorteile des Samsung S95F
- QD-OLED Panel mit hohem Farbvolumen und kräftiger Farbdarstellung
- Bis zu 165 Hz Bildwiederholrate und sehr niedriger Input Lag für Gaming
- One Connect Box für flexibles Kabelmanagement und einfache Installation
- 2.2 Kanal Audiosystem mit 70 Watt, Object Tracking Sound+ und Q-Symphony
Vorteile des LG G4
- WOLED Panel mit Micro Lens Array für höhere Effizienz und Helligkeit in realen HDR-Szenen
- Dolby Vision Unterstützung für Streamingdienste und dynamisches Tone-Mapping
- Alpha 11 Prozessor mit starkem AI Upscaling und optimierter HDR-Steuerung
- DTS-Support und AI Sound Pro für virtuellen Surround-Sound bis 9.1.2
Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden
Der Samsung S95F nutzt ein QD-OLED Panel in den meisten Größen, während der LG G4 auf WOLED mit MLA setzt. Unterschiede gibt es auch bei der Bildwiederholrate: 165 Hz beim Samsung gegenüber 144 Hz beim LG. Beim Ton bietet Samsung mehr Kanäle und Zusatzfeatures wie Object Tracking Sound+, während LG mit DTS und AI Sound Pro punktet. Bei HDR unterstützt Samsung HDR10+, LG dagegen Dolby Vision. In der Ausstattung unterscheidet sich die One Connect Box des Samsung von LGs klassischem Aufbau, zudem bietet LG höhere Bandbreite pro HDMI-Port.
| Modellname | Samsung S95F | LG G4 | ||
| Design | ||||
| Bild | 4K-Auflösung 55, 65, 77 Zoll: QD-OLED, 83 Zoll: WOLED bis 165 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz) Neural Quantum Processor 4K Gen3 (NQ4 AI Gen3) Ultra Viewing Angle OLED Glare Free Beschichtung |
4K-Auflösung OLED mit MLA (außer 97 Zoll) 144 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz) Alpha 11 4K AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle a11 AI Upscaling |
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| Ton | 4.2.2 Kanal Audiosystem 70 Watt Ausgangsleistung (inkl. Woofer) Dolby Digital Plus eARC via HDMI-3 Dolby Atmos via TrueHD mit eARC Q-Symphony Object Tracking Sound+ (OTS+) Dual Audio Support (Bluetooth) |
4.2 Kanal Audiosystem 60 Watt Ausgangsleistung (20 Watt Subwoofer) Down Firing Lautsprecher Dolby Atmos DTS eARC AI Sound Pro (Virtual 9.1.2 Up-mix) |
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| HDR | HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: nein HDR10+: ja |
HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: ja HDR10+: nein |
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| Ausstattung | Smart TV: Tizen 2025 Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 4 x (40 Gbit/s) USB: 3 Timeshift Samsung Solar Cell Smart Remote Bluetooth Ambient Mode 4 x HDMI 2.1 (40 Gbit/s) One Connect Box mit zwei Kabellängen (0,3m und 2,4m), montierbar hinter dem Standfuß |
Smart TV: WebOS 2024 Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 4 x (48 Gbit/s) USB: 3 Timeshift Magic Remote MR24 Dolby Vision IQ Filmmaker Mode Modelle G49LS mit Standfuß |
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| Gaming und Input Lag | 1080p@60 Hz: 10 ms 4K@60 Hz: 10 ms 4K@120 Hz: 5 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: ja G-SYNC: ja ALLM: ja Game Bar |
1080p@60 Hz: 10 ms 4K@60 Hz: 10 ms 4K@120 Hz: 5 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: ja G-SYNC: ja ALLM: ja Game Optimizer |
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| Einschränkungen | kein DTS | Modelle G48LW ohne Standfuß im Lieferumfang (G49LS mit Standfuß) | ||
| Aktuelle Preise | GQ55S95F GQ65S95F GQ77S95F (2.781,96 €) GQ83S95F (3479,00 EUR) |
OLED55G48LW OLED55G49LS OLED65G49LS OLED77G48LW OLED83G48LW OLED97G48LW |
Quelle: teilweise rtings.com
Design und Ästhetik
Beim Gehäuse unterscheiden sich die Fernseher in Details. Der Samsung S95F kommt in Graphitschwarz, während der LG G4 in klassischem Schwarz gehalten ist. Der Standfuß des Samsung ist in Titanschwarz ausgeführt und integriert die Slim One Connect Box, wodurch Kabel unsichtbar geführt werden können. Beim LG hängt es von der Modellvariante ab: die Version G49LS wird mit Standfuß ausgeliefert, die G48LW ist nur für Wandmontage gedacht und wird ohne Standfuß geliefert.
Der Rahmen ist bei beiden Fernsehern sehr schmal, beim Samsung misst er 7 Millimeter, beim LG 6 Millimeter. Damit wirken beide Geräte randlos und rücken das Bild in den Vordergrund. Deutlicher ist der Unterschied bei der Tiefe. Der Samsung S95F ist mit 11 Millimetern fast so dünn wie ein Smartphone, während der LG G4 mit 24 Millimetern sichtbar dicker ausfällt. Das kann bei der Wandmontage eine Rolle spielen, wenn eine besonders flache Integration gewünscht ist.
Bild im Vergleich: QD-OLED gegen WOLED
Die Auflösung ist bei beiden Fernsehern identisch. Sowohl der Samsung S95F als auch der LG G4 arbeiten mit 4K, was 3840 x 2160 Pixel bedeutet. Dadurch sind beide Geräte in der Lage, sehr feine Details darzustellen. Unterschiede gibt es in diesem Punkt nicht.
Bei der Bildwiederholrate gibt es jedoch Abweichungen. Der Samsung S95F erreicht bis zu 165 Hz, während der LG G4 bei 144 Hz liegt. Eine höhere Bildwiederholrate sorgt dafür, dass Bewegungen flüssiger wirken, was sich besonders beim Gaming bemerkbar macht. Für schnelle Action-Szenen oder Sportübertragungen kann das einen spürbaren Vorteil darstellen.
Der größte Unterschied liegt beim Panel. Samsung verbaut in 55, 65 und 77 Zoll ein QD-OLED, während die 83-Zoll-Version auf WOLED setzt. QD-OLED kombiniert selbstleuchtende OLED-Pixel mit Quantum Dots, wodurch eine höhere Farbsättigung und stärkere Spitzenhelligkeit erreicht werden. LG nutzt dagegen WOLED mit Micro Lens Array, kurz MLA. Diese mikroskopischen Linsen erhöhen die Effizienz der Lichtausgabe, sodass das Bild heller wirkt, ohne mehr Energie zu benötigen.
Die Technologie der Panels unterscheidet sich grundlegend. Beim Samsung S95F kommt in fast allen Größen QD-OLED zum Einsatz. Hier werden selbstleuchtende blaue OLEDs mit einer Quantum-Dot-Schicht kombiniert. Quantum Dots sind nanometergroße Partikel, die Licht in einer sehr reinen Farbe emittieren. Dadurch können Rot und Grün ohne zusätzliche Farbfilter erzeugt werden. Das führt zu höherer Farbsättigung und einer besseren Abdeckung weiter Farbräume wie BT.2020. Zudem reduziert sich der Verlust an Helligkeit, da kein Filter Licht blockiert.
Der LG G4 setzt dagegen auf WOLED. Dabei strahlen weiße OLEDs durch Farbfilter, die das Licht in Rot, Grün und Blau aufteilen. Diese Technik ist energieintensiver, weil ein Teil des Lichts im Filter verloren geht. Um die Effizienz zu verbessern, setzt LG auf Micro Lens Array. Diese mikroskopischen Linsen lenken das Licht gezielter nach vorne, sodass die Helligkeit steigt. Die Farbsättigung bleibt aber geringer als bei QD-OLED, weil die Farbfilter weiterhin limitieren.
Bei der Helligkeit zeigt der Samsung S95F klare Vorteile. Im SDR-Modus erreicht er im 10-Prozent-Testfenster 1050 cd/m², während der LG G4 bei 600 cd/m² liegt. Auch in HDR sind die Unterschiede deutlich: Der Samsung kommt auf 2100 cd/m² im Peak, der LG auf 1400 cd/m². Interessant ist jedoch, dass der LG in realen HDR-Szenen mit 1100 cd/m² den Samsung leicht übertrifft, der hier 1000 cd/m² erreicht. Das bedeutet, dass der Samsung im Labor höhere Werte liefert, der LG aber in typischen Filmszenen stellenweise heller erscheinen kann.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist das Farbvolumen. Samsung deckt mit QD-OLED 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab und erreicht 80 Prozent im anspruchsvolleren BT.2020-Farbraum. LG kommt dagegen auf 91 Prozent bei DCI-P3 und 61 Prozent bei BT.2020. Damit zeigt der Samsung sattere und differenziertere Farben, besonders bei HDR-Inhalten, die auf einen großen Farbraum angewiesen sind.
Beim Kontrast liegen beide Modelle gleichauf. Da OLED-Pixel selbstleuchtend sind, erreichen beide Fernseher ein unendliches Kontrastverhältnis. Schwarz ist tatsächlich schwarz, da keine Hintergrundbeleuchtung vorhanden ist. Auch bei den Blickwinkeln zeigen sich keine Unterschiede: ab etwa 70 Grad verändert sich sowohl Helligkeit als auch Farbdarstellung.
Die Technologien Black Frame Insertion und Farbtiefe sind bei beiden Fernsehern gleich umgesetzt. BFI wird bis zu 60 Hz unterstützt, was die Bewegungsdarstellung verbessern kann, aber die Helligkeit reduziert. Beide Fernseher arbeiten zudem mit 10 Bit Farbtiefe pro Farbkanal, wodurch über eine Milliarde Farbnuancen dargestellt werden können.
Die Bildprozessoren der beiden Fernseher unterscheiden sich deutlich in Aufbau und Funktionsweise. Der Samsung S95F setzt auf den Neural Quantum Processor 4K Gen3, auch NQ4 AI Gen3 genannt. Dieser Prozessor nutzt mehrere neuronale Netzwerke, die auf unterschiedliche Bildinhalte trainiert sind. Je nach Szene werden sie kombiniert, um Details, Schärfe und Rauschunterdrückung zu optimieren. Besonders das AI-Upscaling profitiert davon, da Inhalte mit geringerer Auflösung gezielt analysiert und hochgerechnet werden. Zudem steuert der Prozessor Funktionen wie die Bewegungsinterpolation und die Anpassung der Farb- und Kontrastdarstellung in Echtzeit.
Der LG G4 arbeitet mit dem Alpha 11 Prozessor. Dieser ist die Weiterentwicklung der Alpha-9-Serie und bringt mehr Rechenleistung für die Bildanalyse. Ein Schwerpunkt liegt auf dem AI Upscaling, das beim G4 als a11 AI Upscaling bezeichnet wird. Hier werden Texturen und Konturen anhand von Bildmustern verbessert, um ein möglichst sauberes 4K-Ergebnis zu erzeugen. Zusätzlich optimiert der Alpha 11 die Tone-Mapping-Algorithmen für HDR, was zu einer differenzierteren Helligkeitssteuerung führt. Auch die Steuerung von Bewegungen profitiert von der höheren Rechenleistung.
| Modellname | Samsung S95F | LG G4 |
| Auflösung | 4K | 4K |
| native Bildwiederholrate | bis 165 Hz | 144 Hz |
| Bildschirmform | flach | flach |
| Kontrastverhältnis (nativ) | unendlich:1 | unendlich:1 |
| Paneltyp | 55, 65, 77 Zoll: QD-OLED, 83 Zoll: WOLED | OLED mit MLA (außer 97 Zoll) |
| SDR Peak 10% | 1050 cd/m² | 600 cd/m² |
| SDR Real Scene | 700 cd/m² | 510 cd/m² |
| HDR Peak 10% | 2100 cd/m² | 1400 cd/m² |
| HDR Real Scene | 1000 cd/m² | 1100 cd/m² |
| Veränderung der Farben ab | 70° | 70° |
| Veränderung der Helligkeit ab | 70° | 70° |
| Veränderung der Schwarzwerte ab | 70° | 70° |
| Farbvolumen CIELAB DCI-P3 | 99% | 91% |
| Farbvolumen CIELAB BT.2020 | 80% | 61% |
| BFI | ja (bis zu 60 Hz) | ja (bis zu 60 Hz) |
| Auflösung pro Farbkanal | 10 Bit | 10 Bit |
Quelle: teilweise rtings.com
Audioleistung: S95F mit besserem Audiosystem
Beide Fernseher unterstützen eARC, also den Enhanced Audio Return Channel. Damit lassen sich unkomprimierte Tonformate wie Dolby Atmos über HDMI an kompatible Soundbars oder Receiver weitergeben. Unterschiede zeigen sich vor allem beim eingebauten Soundsystem. Der Samsung S95F verfügt über ein 4.2.2 Kanal Audiosystem mit 70 Watt Gesamtleistung. Das bedeutet, dass vier Lautsprecher für Mitten und Höhen, zwei Subwoofer und zwei Höhenkanäle verbaut sind. Dank Object Tracking Sound+ wird der Klang an die Bewegungen im Bild angepasst, sodass Geräusche den Bildinhalten folgen. Q-Symphony ermöglicht zudem die kombinierte Nutzung der TV-Lautsprecher zusammen mit einer kompatiblen Samsung-Soundbar. Auch die Dual-Audio-Unterstützung über Bluetooth ist ein Zusatz, der paralleles Koppeln von zwei Kopfhörern erlaubt.
Der LG G4 bietet ein 4.2 Kanal System mit 60 Watt Leistung, davon 20 Watt für den Subwoofer. Die Lautsprecher sind Down Firing, also nach unten gerichtet, was die räumliche Klangverteilung einschränkt. Ein Vorteil ist jedoch die Unterstützung von DTS, die Samsung nicht bietet. Außerdem arbeitet LG mit AI Sound Pro, einer Softwarelösung, die den Klang per Up-Mix virtuell auf ein 9.1.2-System erweitert. Dolby Atmos wird auch hier unterstützt, allerdings ohne die Kombination mit TV-Lautsprechern und Soundbar, wie sie Samsung bietet.
Zusammengefasst bietet der Samsung mehr Leistung und zusätzliche Funktionen wie OTS+ und Q-Symphony, während der LG durch DTS und den virtuellen Up-Mix eine andere Stärke im Bereich der Audioverarbeitung hat.
Technische Ausstattung und HDR: deutliche Unterschiede
Bei den Anschlüssen bieten beide Fernseher vier HDMI-Eingänge und drei USB-Ports, jeweils mit Unterstützung für HDMI 2.1. Unterschiede zeigen sich in der maximalen Bandbreite: der Samsung S95F arbeitet mit 40 Gbit/s pro Port, während der LG G4 48 Gbit/s bietet. Für die meisten Anwendungen, wie 4K mit 120 Hz, reicht bereits die niedrigere Bandbreite, aber LG hat hier technisch etwas mehr Spielraum. Beide Geräte verfügen zudem über Twin-Tuner, PVR und Timeshift.
Größer sind die Unterschiede bei den Smart-TV-Systemen und Zusatzfunktionen. Samsung setzt auf Tizen 2025 und bietet mit der Solar Cell Smart Remote eine Fernbedienung mit integriertem Solarpanel. Dazu kommt der Ambient Mode, bei dem der TV Inhalte wie Kunstwerke oder Fotos im Standby darstellen kann. Ein weiterer Vorteil ist die One Connect Box, die alle Anschlüsse auslagert und wahlweise direkt am Standfuß oder abgesetzt genutzt werden kann, was die Installation flexibler macht.
Der LG G4 verwendet WebOS 2024, das unter anderem Dolby Vision IQ unterstützt. Damit werden HDR-Bilder dynamisch an die Umgebungshelligkeit angepasst. Der Filmmaker Mode erlaubt zudem die Darstellung von Filmen ohne nachträgliche Bildverbesserungen, sodass das Original-Master erhalten bleibt. Geliefert wird der G4 in der Variante G49LS mit Standfuß, während andere Versionen ohne Standfuß für die Wandmontage vorgesehen sind.
Besonders auffällig sind die Unterschiede bei der HDR-Unterstützung. Der Samsung S95F unterstützt HDR10, HLG und HDR10+, verzichtet aber auf Dolby Vision. LG geht den umgekehrten Weg: HDR10, HLG und Dolby Vision sind vorhanden, HDR10+ fehlt dagegen. Das führt in der Praxis dazu, dass Samsung stärker im eigenen Ökosystem mit HDR10+ aufgestellt ist, während LG durch Dolby Vision breitere Unterstützung bei Filmen und Streamingdiensten bietet.
Für Gamer: Input Lag und Gaming-Features
Beim Input Lag sind beide Fernseher gleichauf. In 1080p bei 60 Hz sowie in 4K bei 60 Hz liegt die Verzögerung bei 10 Millisekunden. Steigt die Bildrate auf 120 Hz, sinkt der Wert auf 5 Millisekunden. Das sorgt für eine schnelle Reaktionszeit, die gerade bei Shootern oder schnellen Actionspielen wichtig ist.
Die unterstützten Gaming-Standards sind ebenfalls identisch. Beide Fernseher bieten ALLM, den Auto Low Latency Mode, der automatisch in den Spielemodus schaltet. Dazu kommen HDMI Forum VRR sowie FreeSync und G-SYNC. Damit wird eine variable Bildwiederholrate unterstützt, die störendes Tearing und Ruckeln verhindert.
Ein kleiner Unterschied zeigt sich bei der Bandbreite der HDMI-2.1-Ports. Der Samsung S95F liefert 40 Gbit/s pro Anschluss, während der LG G4 48 Gbit/s erreicht. Für 4K mit 120 Hz reicht die niedrigere Bandbreite aus, der LG bietet jedoch etwas mehr Reserven für zukünftige Standards.
| Modellname | Samsung S95F | LG G4 |
| Input Lag 1080p | 10 ms | 10 ms |
| Input Lag 4K (60 Hz) | 10 ms | 10 ms |
| Input Lag 4K (120 Hz) | 5 ms | 5 ms |
| ALLM | ja | ja |
| HDMI Forum VRR | ja | ja |
| Freesync | ja | ja |
| G-SYNC | ja | ja |
| HDMI 2.1 | ja, 4 x (40 Gbit/s) | ja, 4 x (48 Gbit/s) |
Quelle: teilweise rtings.com
Datenblätter des Samsung S95F und LG G4 im Vergleich
Eine gute Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.
| GQ83S95F | OLED97G48LW | |
| Bildschirmauflösung | UHD (3840 x 2160 Pixel) | UHD (3840 x 2160 Pixel) |
| Bildschirmdiagonale | 83 Zoll | 97 Zoll |
| Ausgangsleistung (RMS) | 70 W | |
| Digitaler Fernsehempfang (DVB) | 2 x DVB-T2/C/S2 |
Modellvergleiche im Lineup, Diagonalen und Preisvergleich
Der Samsung S95F ist im 2025er Lineup oberhalb des S90F angesiedelt und bietet höhere Bildwiederholrate, QD-OLED in fast allen Größen und die One Connect Box. Er ist damit die bessere Wahl für maximale Bildqualität und flexible Installation. Etwas darunter liegt der S90F, der ebenfalls QD-OLED in einigen Größen hat, aber ohne One Connect Box auskommt. Unterhalb reiht sich der S85F ein, der nur WOLED Panels und geringere Bildwiederholrate bietet.
Der LG G4 liegt im oberen Premiumsegment und ist klar über dem C4 positioniert. Er bietet den stärkeren Alpha 11 Prozessor und Micro Lens Array für mehr Helligkeit. Etwas darunter befindet sich der C4 mit Alpha 9 Gen 7 Prozessor und ohne MLA. Über dem G4 ist der M4 angesiedelt, der technisch ähnlich ist, aber mit Zero Connect eine kabellose Lösung für die Anschlüsse bietet. Unterhalb des C4 reiht sich der B4 als Einstiegsmodell mit schwächerem Prozessor ein.
Beim Preis liegen der Samsung S95F und der LG G4 in allen vergleichbaren Größen sehr nah beieinander. In 55, 65, 77 und 83 Zoll kostet der Samsung jeweils 100 Euro mehr als der LG. Ein Unterschied zeigt sich bei der größten Variante: den S95F gibt es maximal in 83 Zoll, während der LG G4 zusätzlich in 97 Zoll verfügbar ist, wo er mit einer UVP von knapp 30.000 Euro angeboten wird. Damit deckt Samsung den Markt bis 83 Zoll ab, während LG mit der 97-Zoll-Version eine noch größere Option bietet.
| Diagonale | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Differenz |
| 55 | GQ55S95F | 2.899 € | 53 € | OLED55G49LS | 2.799 € | 51 € | 100 € |
| 65 | GQ65S95F | 4.099 € | 63 € | OLED65G49LS | 3.999 € | 62 € | 100 € |
| 77 | GQ77S95F | 5.599 € | 73 € | OLED77G48LW | 5.499 € | 71 € | 100 € |
| 83 | GQ83S95F | 8.799 € | 106 € | OLED83G48LW | 8.699 € | 105 € | 100 € |
| 97 | – | OLED97G48LW | 29.999 € | 309 € | – |
Aktuelle Angebote
Die aktuellen Angebote zum Samsung S95F und LG G4 haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:
| Serie | Modelle |
|---|---|
| S95F | GQ55S95F GQ65S95F GQ77S95F (2.781,96 €) GQ83S95F (3479,00 EUR) |
| G4 | OLED55G48LW OLED55G49LS OLED65G49LS OLED77G48LW OLED83G48LW OLED97G48LW |
Empfehlung
Der Samsung S95F eignet sich für Dich, wenn Du Wert auf maximale Farbsättigung und hohe Spitzenhelligkeit legst. Durch das QD-OLED Panel wird ein sehr großes Farbspektrum abgedeckt, was besonders bei HDR-Inhalten sichtbar wird. Auch bei der Bildwiederholrate hat der Samsung mit bis zu 165 Hz die Nase vorn, was ihn für Gaming besonders attraktiv macht. Dazu kommt die One Connect Box, die flexible Installation erlaubt und Kabelmanagement erleichtert. Das Soundsystem ist leistungsstark, mit 4.2.2 Kanälen, Object Tracking Sound+ und Q-Symphony für die Nutzung mit Soundbars.
Der LG G4 ist die bessere Wahl, wenn Dir Dolby Vision wichtig ist. Diese HDR-Variante wird von vielen Streamingdiensten unterstützt und sorgt für dynamische Anpassung der Helligkeit Bild für Bild. Durch Micro Lens Array bietet der LG in realen HDR-Szenen eine leicht höhere Helligkeit, was in dunklen Filmszenen von Vorteil sein kann. Mit dem Alpha 11 Prozessor erhältst Du zudem starkes AI Upscaling und optimiertes Tone-Mapping. Im Audiobereich punktet der LG durch DTS-Unterstützung und AI Sound Pro, das ein virtuelles 9.1.2-Klangfeld erzeugt. Auch die etwas höhere HDMI-Bandbreite mit 48 Gbit/s pro Port ist ein Vorteil, wenn Du Dein System langfristig für kommende Standards nutzen möchtest.
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