Mit dem BRAVIA9 (XR90) und dem BRAVIA8 II (XR8M2) bringt Sony zwei grundverschiedene High-End-TVs auf den Markt. Der eine setzt auf Mini LED mit hoher Spitzenhelligkeit und ausgefeiltem Local Dimming, der andere auf QD-OLED mit perfektem Schwarz und leuchtenden Farben. Auch beim Ton verfolgen beide Modelle unterschiedliche Ansätze: Während der XR90 ein konventionelles Lautsprechersystem mit zusätzlichen Hochtönern nutzt, kommt beim XR8M2 der Ton direkt aus dem Panel. Wer mehr Leuchtkraft will, greift zum XR90. Wer perfekte Kontraste und Farbreinheit sucht, eher zum BRAVIA8 II. Wie wirken sich diese Unterschiede im Alltag aus? Und welcher TV passt besser zu Deinem Einsatzbereich?
Warum der Vergleich wichtig ist: Sony BRAVIA9 (XR90) und Sony BRAVIA8 II (XR8M2) im Überblick
Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen Sony BRAVIA9 (XR90) und Sony BRAVIA8 II (XR8M2).
Vorteile des Sony BRAVIA9 (XR90)
- Höhere Spitzenhelligkeit bei SDR und HDR-Inhalten für bessere Sichtbarkeit bei Tageslicht
- Mini LED Hintergrundbeleuchtung mit lokalem Dimming für hohen Kontrast bei gemischten Szenen
- Mehr Audioleistung durch 2.1.1 System mit zusätzlichen Hochtonlautsprechern
- Standfuß mit mehr Aufstellvarianten und etwas massiverer Bauweise
- Deutlich mehr Dimming-Zonen je nach Diagonale für bessere Leuchtkraftsteuerung
Vorteile des Sony BRAVIA8 II (XR8M2)
- Perfektes Schwarz ohne Blooming durch QD-OLED-Panel
- Deutlich bessere Farbwiedergabe mit größerem Farbraum
- Geringere Paneltiefe für ein schlankeres Design
- Etwas niedrigere Input Lags bei 60 und 120 Hz
- Klang direkt aus dem Bildschirm dank Acoustic Surface Audio+ Technik
Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden
Der BRAVIA9 nutzt Mini LED-Technik mit vielen Dimming-Zonen, während der BRAVIA8 II auf ein selbstleuchtendes QD-OLED-Panel setzt. Beide liefern 4K bei 100 Hz, unterscheiden sich aber in der Hintergrundbeleuchtung, Kontrastdarstellung und Tontechnik. Der BRAVIA9 bietet ein aufwendiges Lautsprechersystem mit Beam-Hochtönern und höhere Ausgangsleistung, der BRAVIA8 II nutzt die OLED-Oberfläche selbst für die Klangerzeugung. Beim Gaming ist der BRAVIA8 II minimal schneller. In der Ausstattung sind beide nahezu gleich aufgestellt.
| Modellname | Sony BRAVIA 9 (XR90) | Sony BRAVIA 8 II (XR8M2) | |
| Design | |||
| Bild | 4K-Auflösung VA LCD Mini LED FALD Hintergrundbeleuchtung 100 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 120 Hz) XR Backlight Master Drive Dimming-Zonen: 65 Zoll mit 1512, 75 Zoll mit 1920, 85 Zoll mit 2808 QLED-Display XR Prozessor mit Dual Database Processing |
4K-Auflösung QD-OLED 100 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz) XR Prozessor |
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| Ton | 2.1.1 Kanal Audiosystem (2 Hochtöner, 2 Mitteltöner, 2 Subwoofer, 2 Beam-Hochtöner) 70 Watt Ausgangsleistung (6 x 10 Watt, 2 x 5 Watt) Acoustic Multi-Audio+, klangpositionierender Hochtonlautsprecher, Beam-Hochtonlautsprecher eARC (enhanced ARC) Dolby Atmos DTS |
2.1 Kanal Audiosystem Ausgangsleistung: 50 W (5 x 10 Watt) Acoustic Surface Audio+ (2 Aktuatoren, 2 Subwoofer) Dolby Atmos Dolby Digital DTS eARC (enhanced ARC) |
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| HDR | HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: ja HDR10+: nein |
HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: ja HDR10+: nein |
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| Ausstattung | Smart TV: Google TV Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 2 x (48 Gbit/s) USB: 2 Timeshift Premium-Fernbedienung ohne Zifferntasten, Infrarot-Fernbedienung BRAVIA CAM kompatibel (CMU-BC1) Eco Dashboard Standfuß mit 4 Aufstellmöglichkeiten (eng/weit, Tief-/Soundbar-Position) |
Smart TV: Google TV Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 2 x (48 Gbit/s) USB: 2 Timeshift Premium-Fernbedienung ohne Zifferntasten, Infrarot-Fernbedienung BRAVIA CAM kompatibel (CMU-BC1) Eco Dashboard Standfuß mit 2 Aufstellmöglichkeiten |
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| Gaming und Input Lag | 1080p@60 Hz: 18 ms 4K@60 Hz: 18 ms 4K@120 Hz: 10 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: nein G-SYNC: ja ALLM: ja |
1080p@60 Hz: 17 ms 4K@60 Hz: 17 ms 4K@120 Hz: 9 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: nein G-SYNC: ja ALLM: ja |
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| Einschränkungen | kein Freesync | kein Freesync | |
| Aktuelle Preise | K-75XR90 (3279,00 EUR) K-85XR90 |
K-55XR8M2 (1599,00 EUR) K-65XR8M2 (1999,00 EUR) |
Quelle: teilweise rtings.com
Design und Ästhetik
Beide Fernseher kommen in der gleichen Gehäusefarbe daher. Dunkelsilber sorgt für ein unauffälliges und modernes Erscheinungsbild, das sich gut in verschiedene Wohnräume integrieren lässt. Unterschiede zeigen sich hingegen beim Standfuß. Der BRAVIA9 nutzt einen sogenannten Underlay-Standfuß in derselben Farbe wie das Gehäuse. Dieser steht zentral und lässt sich flexibel positionieren. Der BRAVIA8 II verwendet hingegen einen Aluminium-Standfuß, ebenfalls in Dunkelsilber, der klassisch auf zwei Seiten steht und eine leichtere Optik erzeugt.
Ein weiterer Unterschied betrifft den Rahmen um das Display. Beim BRAVIA8 II fällt dieser mit 6 Millimetern etwas schmaler aus als beim BRAVIA9 mit 7 Millimetern. Auch wenn der Unterschied gering ist, wirkt das OLED-Modell dadurch noch etwas filigraner.
Deutlich auffälliger ist der Unterschied bei der Tiefe. Der BRAVIA9 baut mit 47 Millimetern fast 1,5-mal so dick wie der BRAVIA8 II, der mit nur 31 Millimetern deutlich schlanker wirkt. Das liegt an der Mini LED Hintergrundbeleuchtung des XR90, die mehr Raum hinter dem Panel benötigt als die selbstleuchtenden Pixel des QD-OLED im XR8M2.
Bild im Vergleich: Paneltechnologien und Helligkeit mit Unterschieden
Beide Fernseher lösen mit 4K auf, arbeiten mit 100 Hz Bildwiederholrate und unterstützen eine Farbtiefe von 10 Bit pro Kanal. Auch die Bildschirmform ist bei beiden flach.
Unterschiede beginnen bei der Paneltechnologie: Der BRAVIA9 setzt auf ein VA-LCD mit Mini LED Hintergrundbeleuchtung. Dabei sorgt eine Vielzahl einzeln dimmbarer LEDs hinter dem Panel für bessere Schwarzwerte und hohe Helligkeit. Die Local Dimming-Funktion erreicht bei der 65-Zoll-Variante 1512 Zonen. Im Vergleich dazu verwendet der BRAVIA8 II ein QD-OLED-Panel, bei dem jedes Pixel selbst leuchtet und keine Hintergrundbeleuchtung nötig ist.
Schaue wir uns die Unterschiede zwischen Mini LED LCD und QD-OLED im Detail an:
Mini LED LCD kombiniert klassische LCD-Technik mit einer stark verfeinerten Hintergrundbeleuchtung. Tausende kleine LEDs sitzen hinter dem VA-LCD-Panel und sind in viele Dimming-Zonen unterteilt. Diese Zonen lassen sich unabhängig voneinander regeln, um in dunklen Bildbereichen das Licht zu reduzieren und in hellen Bildbereichen zu verstärken. Dadurch verbessert sich der Kontrast deutlich gegenüber herkömmlichem LCD. Trotzdem bleibt ein systembedingter Nachteil: Die Flüssigkristalle können Licht nicht komplett blockieren, weshalb bei sehr kontrastreichen Szenen sogenannte Halo-Effekte auftreten können. Die Helligkeit ist sehr hoch und bleibt auch bei großflächig hellen Bildern erhalten, was in hellen Räumen ein Vorteil ist. Blickwinkelstabilität und Schwarzwert sind dagegen Schwachpunkte, selbst mit Zusatzelementen wie X-Wide Angle oder speziellen Filtern.

QD-OLED geht einen anderen Weg. Die Bildpunkte bestehen aus selbstleuchtenden OLED-Zellen, die keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Das Licht wird von blauen OLEDs erzeugt und mithilfe von Quantum Dots in Rot und Grün umgewandelt. Dadurch entstehen reine RGB-Farben ohne Filterverluste. Der Schwarzwert ist perfekt, weil jedes Pixel komplett abgeschaltet werden kann. Auch der Kontrast ist extrem hoch und unabhängig vom Bildinhalt konstant. Der Vorteil zeigt sich besonders bei dunklen Szenen oder Übergängen, wo keine Lichthöfe auftreten. Zudem bleibt das Bild auch bei seitlichem Blick farb- und kontraststabil. Die maximale Helligkeit ist niedriger als bei Mini LED, dafür überzeugt QD-OLED mit deutlich höherem Farbvolumen und homogener Bildwirkung ohne Dimming-Artefakte.

Das führt zu einem unendlich hohen nativen Kontrast, da Schwarz durch Abschalten der Pixel erreicht wird. LCD-Panels wie beim XR90 können das nicht leisten und erreichen im besten Fall hohe Kontraste nur durch Dimming-Techniken, wie hier mit 389.000:1 im dynamischen Betrieb.
In der Helligkeit zeigt der BRAVIA9 klare Vorteile. In SDR-Messungen mit 10 % Testfenster erreicht er bis zu 2500 cd/m², real gemessen in typischen Szenen 1000 cd/m². Der BRAVIA8 II kommt nur auf 520 cd/m² im Peak und 400 cd/m² im realen SDR-Betrieb. Noch deutlicher wird der Unterschied bei HDR: Der XR90 erreicht bis zu 2900 cd/m² in kleinen Spitzlichtern, der XR8M2 maximal 1560 cd/m². In realen HDR-Szenen kehrt sich der Abstand leicht um. Der BRAVIA8 II erreicht hier 1070 cd/m², der BRAVIA9 800 cd/m². Das liegt daran, dass OLEDs bei gleichmäßig hellen Bildanteilen effizienter mit dem Energiehaushalt umgehen und weniger drosseln müssen als stark leuchtende LCDs.

Beim Farbvolumen spielt QD-OLED seine Stärken aus. Der BRAVIA8 II deckt 100 % des DCI-P3-Farbraums und 86 % von BT.2020 ab. Der BRAVIA9 liegt hier mit 88 % bei DCI-P3 und 67 % bei BT.2020 deutlich darunter. Das hat Auswirkungen auf die Farbdarstellung in HDR-Inhalten, besonders bei gesättigten Rot-, Grün- oder Blautönen. Hier wirkt der OLED-Fernseher kräftiger und differenzierter.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei den Blickwinkeln. Das VA-Panel des BRAVIA9 verändert bereits ab 45 Grad die Farben, ab 46 Grad die Helligkeit und ab 33 Grad die Schwarzwerte. Der BRAVIA8 II bleibt bis etwa 70 Grad weitgehend stabil. Das macht ihn deutlich flexibler für größere Sitzbereiche oder seitliche Betrachtung.
Auch bei der Bewegungsdarstellung gibt es eine Differenz. Beide unterstützen Black Frame Insertion (BFI), also das Einfügen schwarzer Zwischenbilder zur Verbesserung der Bewegungsdarstellung. Beim BRAVIA9 funktioniert das bis 120 Hz, beim BRAVIA8 II nur bis 60 Hz. Der LCD-TV bietet hier also etwas mehr Spielraum für flüssige Bewegungsoptimierung bei hochfrequenten Inhalten. Der OLED-TV bleibt dennoch wegen seines schnelleren Reaktionsverhaltens bei Einzelpixeln ebenfalls sehr klar in der Bewegungsdarstellung.
Beide Fernseher nutzen den XR Prozessor, unterscheiden sich jedoch in der konkreten Ausführung. Der BRAVIA9 setzt auf eine Variante mit Dual Database Processing, bei der zwei getrennte Bilddatenbanken zur Analyse und Optimierung verwendet werden. Eine Datenbank erkennt Bildrauschen, die andere stellt Details aus Referenzmustern wieder her. Das verbessert besonders die Klarheit bei stark komprimierten Quellen oder niedrig aufgelöstem Material. Zudem arbeitet der Prozessor im XR90 eng mit dem Local Dimming System und dem Backlight Master Drive zusammen, um die Hintergrundbeleuchtung zonengenau zu steuern und Helligkeitsspitzen präzise zu platzieren.
Der BRAVIA8 II verwendet ebenfalls den XR Prozessor, jedoch ohne die doppelte Datenbank. Stattdessen liegt der Fokus auf der Steuerung der QD-OLED-Pixel, die einzeln angesprochen werden können. Der Prozessor analysiert Bildinhalte in Echtzeit, erkennt Objektformen, Bildtiefe und Bewegungen und passt Farben, Kontrast und Helligkeit pixelgenau an. Da keine Hintergrundbeleuchtung vorhanden ist, konzentriert sich das XR-Processing hier stärker auf Objektkontrast und Farbeffekte innerhalb der selbstleuchtenden Pixelstruktur.
| Modellname | Sony BRAVIA 9 (XR90) | Sony BRAVIA 8 II (XR8M2) |
| Auflösung | 4K | 4K |
| native Bildwiederholrate | 100 Hz | 100 Hz |
| Bildschirmform | flach | flach |
| Kontrastverhältnis (nativ) | 4100:1 | unendlich:1 |
| Kontrastverhältnis (local dimming) | 389.000:1 | – |
| Paneltyp | VA LCD | QD-OLED |
| Hintergrundbeleuchtung | Mini LED FALD | – |
| Local Dimming | ja | – |
| SDR Peak 10% | 2500 cd/m² | 520 cd/m² |
| SDR Real Scene | 1000 cd/m² | 400 cd/m² |
| HDR Peak 10% | 2900 cd/m² | 1560 cd/m² |
| HDR Real Scene | 800 cd/m² | 1070 cd/m² |
| Veränderung der Farben ab | 45° | 70° |
| Veränderung der Helligkeit ab | 46° | 70° |
| Veränderung der Schwarzwerte ab | 33° | 69° |
| Farbvolumen CIELAB DCI-P3 | 88% | 100% |
| Farbvolumen CIELAB BT.2020 | 67% | 86% |
| BFI | ja (bis zu 120 Hz) | ja (bis zu 60 Hz) |
| Auflösung pro Farbkanal | 10 Bit | 10 Bit |
Quelle: teilweise rtings.com
Audioleistung: BRAVIA8 II mit Acoustic Surface Audio
Beide Fernseher unterstützen eARC, Dolby Atmos und DTS und bieten damit moderne Standards für die Audioausgabe über HDMI. Die Unterschiede liegen im Soundsystem. Der BRAVIA9 setzt auf ein klassisches Lautsprechersetup mit mehreren Einzellautsprechern. Das System besteht aus 2 Hochtönern, 2 Mitteltönern, 2 Subwoofern und 2 Beam-Hochtönern, die zusammen ein 2.1.1-Kanal-System mit 70 Watt Ausgangsleistung ergeben. Unterstützt wird das durch Acoustic Multi-Audio+, wobei klangpositionierende Hochtöner den Ton gezielt im Raum verorten, zum Beispiel bei sprechenden Personen oder sich bewegenden Objekten. Die Beam-Hochtöner erzeugen Reflexionen, um den Klang breiter wirken zu lassen.

Der BRAVIA8 II nutzt eine andere Herangehensweise. Statt separater Lautsprecher wird die Bildschirmfläche selbst zur Klangquelle. Möglich macht das Acoustic Surface Audio+, bei dem sogenannte Aktuatoren die Panelrückseite in Schwingung versetzen. Der Ton kommt dabei direkt aus dem Bild – etwa Stimmen exakt von der Stelle, wo der Mund zu sehen ist. Zwei Subwoofer sorgen für zusätzliche Tiefe. Die Gesamtleistung liegt bei 50 Watt, also unter dem BRAVIA9, bietet aber eine räumlich sehr präzise Klangverortung. Besonders bei Dialogen entsteht ein unmittelbarer Klangeindruck. Die Basswiedergabe reicht beim XR90 etwas tiefer, der Unterschied ist mit 85 zu 90 Hz aber gering.
Beide TVs liefern einen modernen Klang, der BRAVIA9 mit mehr Leistung und separaten Lautsprechern, der BRAVIA8 II mit innovativer Panel-Klangtechnik, die bei Filmszenen und Stimmen punktet.
Technische Ausstattung und HDR: wenige Unterschiede
In der Ausstattung zeigen sich zwischen BRAVIA9 und BRAVIA8 II nur minimale Unterschiede. Beide Fernseher nutzen Google TV als Betriebssystem und verfügen über vier HDMI-Anschlüsse, darunter zwei mit HDMI 2.1 und einer Bandbreite von 48 Gbit/s. Damit sind sie für moderne Spielkonsolen und Zuspieler mit 4K@120Hz geeignet. Auch bei der USB-Anzahl, dem Twin-Tuner für DVB-T2/C/S2, Timeshift und Personal Video Recorder (PVR) gibt es keine Differenzen. Beide Modelle unterstützen BRAVIA CAM, liefern eine identische Premium-Fernbedienung ohne Zifferntasten und enthalten das Eco Dashboard zur Energieüberwachung.
Die HDR-Unterstützung ist ebenfalls gleich: HDR10, HLG (Hybrid Log Gamma) und Dolby Vision werden unterstützt, HDR10+ hingegen nicht. Unterschiede finden sich beim Standfuß: Der BRAVIA9 bietet eine flexiblere 4-fach-Aufstellung, etwa eng oder weit sowie hoch genug für eine Soundbar. Der BRAVIA8 II beschränkt sich auf zwei Positionen. Für Nutzer mit spezieller Aufstellung im Raum kann dieser Unterschied bei der Platzierung relevant sein. In der Gesamtschau sind die beiden Fernseher funktional fast identisch ausgestattet.
Für Gamer: Input Lag und Gaming-Features
Der Input Lag fällt beim BRAVIA8 II leicht geringer aus. Bei 1080p und 4K mit 60 Hz beträgt der Unterschied jeweils nur eine Millisekunde. Auch bei 4K mit 120 Hz ist der XR8M2 mit 9 Millisekunden eine Nuance schneller als der XR90 mit 10 Millisekunden. Für die Wahrnehmung beim Spielen macht das in der Praxis kaum einen Unterschied.
Beide Modelle unterstützen ALLM, also den Auto Low Latency Mode. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Fernseher automatisch in den Gaming-Modus wechselt, sobald ein kompatibles Gerät angeschlossen wird.
Die Unterstützung für VRR ist ebenfalls identisch. Sowohl der XR90 als auch der XR8M2 bieten HDMI Forum VRR. Das hilft, Bildstottern oder Tearing bei variablen Bildraten zu vermeiden. Allerdings unterstützen beide Modelle kein Freesync, was vor allem für AMD-Grafikkarten relevant wäre.
Für NVIDIA-Nutzer ist G-SYNC interessant. Beide Fernseher sind mit G-SYNC kompatibel, was ein flüssigeres Spielerlebnis ermöglicht, besonders bei PC-Gaming mit NVIDIA-Grafikkarten.
Die verbauten HDMI 2.1 Anschlüsse sind auf je zwei Buchsen beschränkt, jeweils mit voller 48 Gbit/s Bandbreite. Damit sind beide Geräte bestens für aktuelle Spielekonsolen vorbereitet. Ein technischer Vorteil ergibt sich hieraus für keinen der beiden Fernseher.
| Modellname | Sony BRAVIA 9 (XR90) | Sony BRAVIA 8 II (XR8M2) |
| Input Lag 1080p | 18 ms | 17 ms |
| Input Lag 4K (60 Hz) | 18 ms | 17 ms |
| Input Lag 4K (120 Hz) | 10 ms | 9 ms |
| ALLM | ja | ja |
| HDMI Forum VRR | ja | ja |
| Freesync | nein | nein |
| G-SYNC | ja | ja |
| HDMI 2.1 | ja, 2 x (48 Gbit/s) | ja, 2 x (48 Gbit/s) |
Quelle: teilweise rtings.com
Datenblätter des Sony BRAVIA9 (XR90) und Sony BRAVIA8 II (XR8M2) im Vergleich
Eine gute Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.
| K-85XR90 | K-65XR8M2 | |
| Bildschirmdiagonale | 85 Zoll | 65 Zoll |
| Bildwiederholrate | XR Motion Clarity, Auto-Modus | |
| BILDWIEDERHOLRATE | 120 Hz | 120 Hz |
| Bildschirmauflösung | UHD (3840 x 2160 Pixel) | UHD (3840 x 2160 Pixel) |
Modellvergleiche im Lineup, Diagonalen und Preisvergleich
Der Sony BRAVIA9 XR90 ist das Topmodell unter Sonys 4K-LCD-Fernsehern im aktuellen Lineup. Er liegt oberhalb des BRAVIA7, bietet mehr Dimming-Zonen, stärkere Hintergrundbeleuchtung mit Mini LED und die höchste Helligkeit durch den XR Contrast Booster 30. Gegenüber dem BRAVIA8 mit OLED-Panel setzt der XR90 auf mehr Spitzenhelligkeit und größere Diagonalen, richtet sich aber eher an Nutzer, die Wert auf hohe Leuchtdichte statt perfektem Schwarz legen.
Der Sony BRAVIA8 II XR8M ist das 2025er OLED-Modell der oberen Mittelklasse und folgt auf den BRAVIA8 aus 2024. Er bietet QD-OLED statt WOLED und verbessert damit die Farbdarstellung und Leuchtkraft. Im Lineup steht er über dem BRAVIA7 mit LCD-Technik, aber unter dem BRAVIA9, der als Premium-Mini-LED-TV mehr Helligkeit und Zonensteuerung liefert. Der BRAVIA5 ist nochmals einfacher ausgestattet und unterhalb angesiedelt.
Der UVP des Sony BRAVIA9 liegt in vergleichbaren Größen über dem BRAVIA8 II. In 65 Zoll beträgt der Preisunterschied 300 Euro zugunsten des XR8M2. Der BRAVIA9 ist darüber hinaus auch in 75 und 85 Zoll erhältlich, während der BRAVIA8 II nur in 55 und 65 Zoll angeboten wird. Wer größere Diagonalen sucht, muss also zum XR90 greifen. Der BRAVIA8 II ist damit günstiger und in kompakteren Größen verfügbar, während der BRAVIA9 das breitere Größenangebot und die höhere Preisposition abdeckt.
| Diagonale | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Differenz |
| 55 | – | K55XR8M2 | 2.599 € | 47 € | – | ||
| 65 | K-65XR90 | 3.599 € | 55 € | K65XR8M2 | 3.299 € | 51 € | 300 € |
| 75 | K-75XR90 | 4.399 € | 59 € | – | – | ||
| 85 | K-85XR90 | 4.999 € | 59 € | – | – |
Aktuelle Angebote
Die aktuellen Angebote zum Sony BRAVIA9 (XR90) und Sony BRAVIA8 II (XR8M2) haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:
| Serie | Modelle |
|---|---|
| XR90 | K-75XR90 (3279,00 EUR) K-85XR90 |
| XR8M | K-55XR8M2 (1599,00 EUR) K-65XR8M2 (1999,00 EUR) |
Empfehlung
Wenn Du ein besonders helles Bild, hohe Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten und ein sehr differenziertes Dimming suchst, ist der BRAVIA9 die bessere Wahl. Die Kombination aus VA-Panel, Mini LED Hintergrundbeleuchtung und der hohen Zahl an Dimming-Zonen sorgt für ein kontrastreiches Bild, auch bei Tageslicht. Dazu kommt die volle Bildkontrolle mit 120 Hz BFI und einem deutlich kräftigeren Audiosystem.
Wenn Dir perfekte Schwarzwerte, ein besonders weiter Blickwinkel und sattere Farben wichtiger sind, solltest Du zum BRAVIA8 II greifen. Der QD-OLED liefert Dir durch die selbstleuchtenden Pixel das bessere Bild bei dunkler Umgebung und vermeidet Blooming-Effekte vollständig. Auch das Design ist deutlich schlanker, was sich besonders bei Wandmontage bemerkbar macht.
Wenn Du zwischen beiden schwankst und auf keine Eigenschaft verzichten willst, lohnt sich ein Blick auf Deine Umgebung: Helle Räume und sportlastige Inhalte profitieren vom BRAVIA9, während Filmfans mit abgedunkeltem Raum das Bild des BRAVIA8 II als natürlicher empfinden dürften.
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