LG G2 vs Samsung S95B TV Vergleich 2022: Welcher ist der bessere OLED Fernseher?

Samsung hat mit dem S95B seinen ersten Fernseher mit der neuen QD-OLED-Technologie vorgestellt. Dieser gehört zum QLED-TV-Lineup von Samsung aus 2022. Der LG G2 ist das Spitzen-OLED-Modell von LG Electronics mit 4K Auflösung, ebefalls aus dem Jahr 2022, welches zum LG OLED TV-Lineup der Serie 2 gehört.

Abbildung LG Electronics OLED83G29LA.AEU
Abbildung Samsung GQ55S95BAT

Aber wie gut ist die Kombination aus Quantum Dots und OLED wirklich? Zeigt sich ein großer Unterschied zu den von LG eingesetzten WOLED-Panel? Wir finden dies heraus, indem wir den Samsung QD-OLED S95B mit dem vielleicht derzeit besten 4K-OLED-TV LG G2 vergleichen. Welche Stärken und Schwächen unterscheidet die beiden Top-Modelle der konkurrierenden Hersteller?

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Samsung OLED-TV S95B
Samsung OLED-TV S95B (© Samsung)
LG OLED G2 mit 97 Zoll Diagonale (© LG)
LG OLED G2 mit 97 Zoll Diagonale (© LG)

Zusammenfassung der Unterschiede zwischen dem LG OLED G2 (2022) und Samsung QD-OLED S95B (2022)

Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen LG OLED G2 (2022) und Samsung QD-OLED S95B (2022).

Vorteile und Nachteile des LG G2

  • dünner Gehäuseaufbau, perfekt zur Wandmontage
  • größere Auswahl bei den verfügbaren Display-Diagonalen
  • keine Standfüße im Lieferumfang, diese müssen nachgekauft werden

Vorteile und Nachteile des Samsung S95B

  • höhere Farbraumabdeckung und Farbhelligkeit durch QD OLED
  • hervorragende Blickwinkelunabhängigkeit, noch einmal deutlich besser gegenüber den LG OLEDs
  • sehr dünnes Display, welches schick aussieht, sich aber auch leicht beim Transport biegen kann
  • neue Technik, daher kann die Modellgeneration noch in den Kinderschuhen stecken
Eigenschaft LG OLED G2 Samsung S95B
Design
Abbildung LG Electronics OLED83G29LA.AEU
Abbildung Samsung GQ55S95BAT
Bild 4K Auflösung
100 Hz native Bildwiederholrate
OLED Evo Panel (EX) mit passiver Kühlung
10 Bit Farbtiefe
Alpha 9 Gen 5 AI Bildprozessor
Perfect Viewing Angle
Black Frame Insertion (BFI) mit max. 60 Hz
AI Upscaling
AI Picture Pro
Image Enhancing mit Quad Step Noise Reduction
UHD-Auflösung
Quantum Dot-OLED (QD-OLED)
100 Hz native Bildwiederholrate
Neural Quantum Processor 4KBlack Frame Insertion (BFI) mit max. 120 Hz
10 Bit Farbtiefe
PQI 4600
Ton 4.2 Kanal Audiosystem
60 Watt Ausgangsleistung (20 Watt Subwoofer)
Down Firing Lautsprecher
Dolby Atmos
eARC
Kein DTS
AI Sound Pro (Virtual 7.1.2 Up-mix)
2.2.2 Kanal Audiosystem
60 Watt Ausgangsleistung (inkl. Woofer)
Dolby Digital Plus
eARC via HDMI-3
Dolby Atmos via TrueHD mit eARC
Q-Symphony
Object Tracking Sound (OTS)
Dual Audio Support (Bluetooth)
HDR HDR10
(kein HDR10+)
HLG
Dolby Vision
HDR10
HLG
HDR10+
(Kein Dolby Vision)
Ausstattung WebOS 22 (Version 7)
2 x DVB-T2/C/S2
PVR
Timeshift
Magic Remote MR22GN
Dolby Vision IQ
Filmmaker Mode
HFR mit 4K via HDMI, USB, TV-Empfang
4 x HDMI 2.1 mit 48 GBit/s
Slim Bracket Wandhalterung im Lieferumfang enthalten
Smart TV Tizen 2022
Samsung Solar Cell Smart Remote
2 x DVB-T2/C/S2
ALLM
Bluetooth (v5.2)
Ambient Mode
PVR
Timeshift
Game Bar 2.0
Gaming und Input Lag [email protected] Hz: 14 ms
[email protected] Hz: 14 ms
[email protected] Hz: 6 ms
Automatic Low Latency Mode (ALLM)
HDMI Forum VRR
AMD Freesync
Nvidia G-SYNC
Game Optimizer
[email protected] Hz: 10 ms
[email protected] Hz: 10 ms
[email protected] Hz: 5 ms
Automatic Low Latency Mode (ALLM)
HDMI Forum VRR
AMD Freesync
Nvidia G-SYNC
Game Bar
Einschränkungen keine DTS-Unterstützung
keine Standfüße im Lieferumfang
kein DTS
kein DivX
Aktuelle Preise OLED55G29LA (1.999,00 €)
OLED65G29LA (2.899,00 €)
OLED77G29LA (4.699,00 €)
OLED83G29LA (6.099,00 €)
GQ55S95B (1769,00 EUR)
GQ65S95B (2339,00 EUR)

Einordnung und Modellbezeichnungen

Der S95B erschafft bei Samsung eine neue Fernseh-Kategorie. Bisher hatte der Hersteller vor allem auf QLED sowie seit 2021 auf Neo QLED gesetzt. Mit dem Samsung QD-OLED S95B folgt nun der erste OLED-Fernseher, wobei man auch hier nicht von den Quantenpunkten wegkommt – kurzum QD-OLED. Einsortiert gehört der neuen Samsung S95B in der obersten Ebene der 4K-Fernseher des Herstellers, der QLED Serie B im Samsung TV-Lineup 2022. Die unverbindliche Preisempfehlung für die verfügbaren Diagonalen liegt preislich über dem Neo-QLED-Topmodell QN90B mit 4K-Auflösung.

Bei LG ist der G2 ebenfalls das 4K-Topmodell und sortiert sich mit seinem speziellen und ultraflachen Gallery Design über den restlichen OLED-TVs A2, B2 und C2 ein. Die OLEDs selbst sind das Top-Produkt von LG im eigenen TV-Segment und den QNED- und NanoCell-Geräten überstellt.

Mehr Details zu den generellen Unterschieden der QD-OLEDs und White OLEDs (WOLEDs) findest Du in diesem Artikel.

Bilddiagonale und UVP im Vergleich: G2 mit mehr Auswahl

Preislich hat Samsung mit dem S95B marginal die Nase vorne, bei der Auswahl an Diagonalen hinkt man hingegen deutlich hinterher. Den ersten eigenen QD-OLED-Fernseher bietet der südkoreanische Hersteller in 55 Zoll für eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.399 Euro und mit 65 Zoll für 3.299 Euro an. Mehr Größen stehen derzeit leider nicht zur Auswahl, wobei damit immerhin die beiden gängigsten Diagonalen bespielt werden.

LG bietet seinen G2 in drei weiteren Größen an, ist aber etwas teurer. Die kleinste Version mit 55 Zoll verkauft man für 100 Euro mehr als Samsung, sprich für 2.499 Euro UVP. Bei 65 Zoll fallen mit 3.599 Euro 300 Euro Aufpreis an. Dazu gesellen sich 77 Zoll für 5.999 Euro sowie 83 Zoll mit einer unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von 8.999 Euro. Die Kosten pro Diagonale liegen hier zwischen 45 und 108 Euro. Den Rahmen komplett sprengen wird der LG G2 mit 97 Zoll, der später folgen soll. Er liegt mit 24.999 Euro UVP bei 259 Euro pro Zoll.

Diagonale Modell Preis (UVP) Kosten pro Zoll Modell Preis (UVP) Kosten pro Zoll Differenz
55 OLED55G29LA 2.499 € 45 € GQ55S95B 2.399 € 44 € -100 €
65 OLED65G29LA 3.599 € 55 € GQ65S95B 3.299 € 51 € -300 €
77 OLED77G29LA 5.999 € 78 €
83 OLED83G29LA 8.999 € 108 €
97 OLED97G2LA 24.999 € 258 €

Bild im Vergleich

Beide hier verglichenen TVs setzen auf ein OLED-Panel, allerdings mit Besonderheiten. Samsung kombiniert das Panel aus selbstleuchtenden Pixeln mit den Quantenpunkten. Quantum Dots stehen generell für eine besonders gute Farbdarstellung.

LG hingegen setzt auf ein OLED Evo-Panel, das in der zweiten Generation nun noch höhere Helligkeitswerte liefert – und damit die größte OLED-Schwäche angeht. Hierbei dürfte es sich aber noch nicht um das neue LG OLED Ex Panel handeln, das erst später in erste Geräte einzieht. Zumindest spricht LG explizit von OLED Evo, auch wenn es andere Berichte gibt. Wie sich die beiden OLED-Herangehensweisen auf die Messwerte auswirken, vergleichen wir nachfolgend.

Auch wenn die beiden Geräte auf unterschiedliche OLED-Panels setzen, sind die grundlegenden Werte gleich. Beide lösen mit UHD / 4K auf, aktualisieren mit einer nativen Bildwiederholrate von 100 Hz bzw. 120 Hz und weisen dank der OLED-Technologie ein unendlich:1 großes Kontrastverhältnis auf. Dazu kommt eine Black Frame Insertion (BFI) mit bis zu 60 Hz beim G2 und bis zu 120 Hz beim S95B, die für flüssig wahrgenommene Bewegungen sorgt. Bei den restlichen Kriterien spielen sie aber jeweils andere Stärken bzw. Vorzüge aus.

Subpixel-Aufbau Samsung OLED TV S95B schematisch
Subpixel-Aufbau Samsung OLED TV S95B (schematisch)

Die liegen beim LG G2 mit dem neuen OLED Evo Panel der zweiten Generation ganz klar bei der Helligkeit des Bildes. Sie liegt bei Realcontent in HDR bei bis zu 1.170 cd/m² und bei einem HDR-Testbild bei 1.050 cd/m². Hier kommt der Samsung S95B mit 970 bzw. 1.000 cd/m² nicht ganz mit, liefert für einen OLED-Fernseher aber ebenfalls gute Helligkeitswerte ab. Bei SDR-Material liegen die Werte gewohnt deutlich geringer, wobei sich hier zudem ein unklareres Bild zeigt. Der G2 hat bei Testcontent mit 10 Prozent Weißanteil mit 450 zu 490 cd/m² das Nachsehen, liegt bei Realcontent aber mit 475 zu 420 cd/m² vorne.

Der Samsung QD-OLED S95B spielt dafür seine Stärken bei der Farbwiedergabe aus. Zwar lösen beide mit 10 Bit je Farbkanal auf. Durch die Verbindung aus OLED und Quantenpunkten erzielt Samsungs Modell aber deutliche Mehrwerte. Kaum messbar ist der Unterschied bei der Abdeckung des kleineren Farbraums nach DCI P3, wo der S95B auf 100% und der G2 auf 99% kommt. Größer stellen sich die Unterschiede aber bei dem umfangreichen Farbraum nach Rec.2020 dar, wo der S95B auf sehr gute 86% kommt, der G2 hingegen „nur“ auf 73%. Extrem gut schneidet Samsungs QD-OLED-Debüt auch beim Farbvolumen, sprich der Farbhelligkeit ab. Hier setzt er mit 88% nach DCI P3 und 89% nach Rec.2020 Maßstäbe, Der LG G2 kann mit 78% bzw. 60% nicht im Ansatz mithalten.

Hier liegt aber auch direkt ein Problem bei der Farbwiedergabe von Samsung, welches in dem wie immer hervorragenden Video von Vincent Teoh deutlich wird: für Cinema-Puristen taugt dieser Fernseher leider sehr wenig, weil er die Farben an vielen Stelle zu saturiert, also zu hell bzw. poppig darstellt. Damit „folgt“ der Fernseher nicht den Vorgaben der Content Creator, sondern erhöht die Farbhelligkeit. Ergebnis ist ein Bild, was wirklich farbprächtig ist, aber eben nicht der Absicht des Content Creators entspricht.

Das wäre soweit kein Problem, wenn man beispielsweise über den Filmmaker Mode alle Verbesserungen abstellen und so die Farbdarstellung auf normal drehen könnte. Das klappt aber leider nicht. Eventuell behebt das Samsung in einer der kommenden Firmware-Versionen. Oder es ist eben Absicht gewesen, so dass das Bild neben einem herkömmlichen OLED von LG wirklich farbkräftiger wirkt. Ein paar Beispiele zu den saturierten Farben kannst Du Dir in dem Video anschauen.

Die Farbwiedergabe des Samsung QD-OLED S95B macht sich auch bei der Blickwinkelstabilität der Farben bemerkbar. Hier schneidet das Gerät mit 70 Grad sehr gut ab. Die gleichen Messergebnisse gibt es auch bei der Veränderung der Helligkeit und der Schwarzwerte. Auch hat der LG G2 bei der Farbveränderung mit 25 Grad das deutliche Nachsehen, kann bei Helligkeit und Schwarzwiedergabe (68 bzw. 70 Grad) mithalten.

Unterschiedlich fallen auch die verbauten Bildprozessoren aus. LG verbaut seinen neuen Alpha 9 Gen 5 AI Bildprozessor, der mit Deep Learning-Algorithmen Objekte im Vorder- und Hintergrund verbessert, um für ein besonders tief wirkendes Bild zu sorgen. Samsung setzt hingegen auf seinen Neural Quantum Processor 4K, der laut Hersteller mit Color Mapping und dem OLED-Helligkeitsbooster für hohe Helligkeitswerte und lebensnahe Farben sorgt. Dazu bietet er eine 4K AI Upscaling-Technologie, die mit der Unterstützung von 20 neuronalen Netzwerken für eindrucksvolle 4K-Wiedergabe liefert.

Eigenschaft LG OLED G2 Samsung S95B
Auflösung UHD UHD
native Bildwiederholrate 100 Hz 100 Hz
Bildschirmform flach flach
Kontrastverhältnis unendlich:1 unendlich:1
Paneltyp OLED QD-OLED
SDR Peak 10% 450 cd/m² 490 cd/m²
HDR Peak 10% 1050 cd/m² 1000 cd/m²
SDR Real Scene 475 cd/m² 420 cd/m²
HDR Real Scene 1170 cd/m² 970 cd/m²
Veränderung der Farben ab 25° 70°
Veränderung der Helligkeit ab 68° 70°
Veränderung der Schwarzwerte ab 70° 70°
Farbraumabdeckung DCI P3 99% 100%
Farbraumabdeckung Rec.2020 73% 86%
Farbvolumen DCI P3 78% 88%
Farbvolumen Rec.2020 60% 89%
BFI ja (mit 60 Hz) ja (bis zu 120 Hz)
Auflösung pro Farbkanal 10 Bit 10 Bit

Quelle: teilweise rtings.com

Ton: S95B mit nach oben abstrahlenden Lautsprechern

LG verbaut in seinem G2 ein 4.2. Kanal Audiosystem mit einer Ausgangsleistung von 60 Watt, wovon 20 Watt auf die Subwoofer entfallen. Die Lautsprecher strahlen nach unten ab (Down Firing). Auch Samsungs S95B liefert bis zu 60 Watt, hat aber mit seinem 4.2.2 Kanälen auch zwei nach oben abstrahlende Lautsprecher an Bord. Bei der Basswiedergabe kommt der G2 bis 75 Hz tief, der S95B trotz ebenfalls zweier Bassboxen hingegen nur bis 85 Hz.

Dolby Atmos beherrschen sie beide, DTS hingegen allesamt nicht. Dazu kommen herstellereigene Features wie AI Sound Pro (Virtual 7.1.2 Up-mix) bei LG und Q-Symphony (Zusammenspiel mit entsprechenden Soundbars) und Object Tracking Sound (OTS, Sound folgt der Handlung auf dem Bildschirm) beim Samsung. Insgesamt polieren beide Fernseher den Sound auf, beherrschen zudem das Zusammenspiel mit Soundbars via eARC. Der Samsung S95B hat zusätzlich Dual Audio Support via Bluetooth.

HDR-Unterstützung: G2 mit Dolby Vision, S95B nicht (nur HDR10+)

Wie man es von den beiden konkurrierenden Herstellern kennt, setzen sie auch auf unterschiedliche HDR-Standards. Der LG G2 gehört zur Fraktion „Dolby Vision“ und bietet das fortschrittliche Dolby Vision IQ mit integriertem Helligkeitssensor, während Samsung mit dem S95B zur Partei HDR10+ zählt. HDR10 und HLG können sie hingegen beide wiedergeben.

Ausstattung

Die wichtigste Information bei der Ausstattung ist, dass beide Hersteller ihren OLED-Spitzenmodellen im 4K-Portfolio viermal HDMI 2.1 spendieren. Alles andere wäre in dieser Preisklasse eine Enttäuschung. Bei den USB-Anschlüssen bietet der LG G2 mit drei Stück einen mehr. Allerdings dürften auch die zwei USB-Ports des S95B wohl den meisten Nutzern reichen. Dazu kommen auf beiden Seiten jeweils ein optischer digitaler Audioausgang (als Alternative zu HDMI eARC) sowie ein Ethernet-Anschluss (alternativ zu WLAN, beim LG G2 das besonders schnelle 802.11ax). Einen Klinkenanschluss sucht man bei beiden Geräten vergeblich, Bluetooth ist die einzige Möglichkeit zum Anschluss von Kopfhörern.

Für den TV-Empfang verbauen sowohl LG als auch Samsung einen doppelten Twin-Tuner mit DVB-T2/C/S2. Selbstredend sind neben zeitversetztem Fernsehen (Timeshift) auch Aufnahmen auf einem USB-Speichermedium (PVR) möglich – auch auf zwei Sendern gleichzeitig. Dazu bieten sie eine Vielzahl von Apps für Streaming, Gaming und Co, auch wenn die beiden Hersteller auf unterschiedliche Betriebssysteme setzen. Bei Samsung ist gewohnt Tizen in der Version 2022 im Einsatz, LG setzt wie üblich auf WebOS in der ebenfalls neuen und verbesserten Version 2022 (WebOS 7) mit neuen Individualisierungsoptionen für verschiedene Nutzer.

Hinsichtlich Smart-Home-Features gibt es ebenfalls viele Gemeinsamkeiten. Beide Geräte lassen sich per Sprache über Amazon Alexa und Google Assistant steuern. Dazu integriert Samsung auch den eigenen Sprachassistenten Bixby, LG seine eigene Smart-Home-Plattform ThinQ sowie Kompatibilität zu HomeKit und AirPlay 2. Alternativ ist die Bedienung natürlich auch über die klassischen Fernbedienungen aus dem Lieferumfang möglich. LG legt die neue Magic Remote MR22GN bei, während Samsungs Solar Cell Smart Remote dank Solarzellen auf der Unterseite sogar von allein Strom generieren kann und damit den Batteriewechsel überflüssig macht. Zudem sorgen Samsungs Ambient Mode sowie LGs neues Always Ready dafür, dass die Mattscheibe eines nicht genutzten Fernsehers nicht schwarz bleiben muss, sondern auf Wunsch verschiedene nützliche oder gestalterische Inhalte anzeigen kann.

Gaming und Input Lag: S95B schneller

In vielen Belangen gehen der Samsung S95B und der LG G2 bei den Gaming-Features Hand in Hand. Beide unterstützen ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) via HDMI. AMD FreeSync (Premium beim G2) und Nvidia G-SYNC gehen gegen Tearing, also Schlierenbildung bei abweichenden Bildwiederholraten von Zuspieler-GPU und Panel, vor. Zudem haben sie, wie zuvor bereits beschrieben, beide viermal HDMI 2.1 mit bis zu 48 Gbit/s verbaut, was für die heutigen Spielekonsolen einschließlich PlayStation 5 und Xbox Series X|S auslangt. Dazu liefert Samsung die überarbeitete Game Bar 2.0 als zentrale Anlaufstelle für alle Gaming-relevanten Einstellungen. Bei LG heißt dies Game Optimizer.

Dennoch hat Samsungs Herausforderer letztendlich minimal die Nase vorne. Denn er schneidet bei den Input Lags etwas besser ab. Samsungs Panel verzögert die Wiedergabe bei Eingangsmaterial in 1080p sowie 4K mit 60 Hz um nur 10 ms, der LG G2 hingegen um 14 ms. Noch kleiner fällt der Unterschied bei mit 120 Hz aktualisierendem 4K-Inhalt aus, wo der S95B mit 5 zu 6 ms marginal die Nase vorne hat.

Letztendlich bieten beide OLED-TVs aber sehr geringe Latenzen, sodass der Unterschied hinsichtlich der Gaming-Tauglichkeit wirklich minimal ist. Oder anders ausgedrückt: Sowohl der Samsung QD-OLED S95B als auch der LG OLED G2 sind hervorragende Fernseher für Gamer –  nicht nur wegen der hohen Bildqualität.

Eigenschaft LG OLED G2 Samsung S95B
Input Lag 1080p 14 ms 10 ms
Input Lag 4K (60 Hz) 14 ms 10 ms
Input Lag 4K (120 Hz) 6 ms 5 ms
ALLM ja ja
HDMI Forum VRR ja ja
Freesync ja ja
G-SYNC ja ja
HDMI 2.1 ja, 4 x (48 Gbit/s) ja, 4 x (48 Gbit/s)

Quelle: teilweise rtings.com

Einen Eindruck von der Game Bar von Samsung erhältst Du in diesem Video (leider eine Version aus 2021, dennoch siehst Du die grundlegenden Funktionen):

Unterschiede im Design: LG G2 ohne Standfüße

Abbildung LG Electronics OLED83G29LA.AEU
Abbildung Samsung GQ65S95BAT

Von vorne sehen der Samsung S95B und der LG G2 gar nicht so unterschiedlich aus. Schließlich haben beide ein ultradünnes OLED-Panel. Beide Panels werden von 8 bzw. 6 mm dünnen Rändern in Silber umrahmt. Blickt man hingegen von der Seite auf die beiden Fernseher, werden größere Unterschiede deutlich.

LG OLED G2 mit 97 Zoll Diagonale an der Wand (© LG)
LG OLED G2 mit 97 Zoll Diagonale an der Wand (© LG)

Der G2 von LG präsentiert sich im schlanken Gallery Design. Der Fernseher ist insgesamt überall gleichmäßig nur 25 mm dünn und für die Montage an der Wand gedacht. Zwar kann er auch auf optional erhältlichen und damit für weitere Kosten sorgenden Standfüßen gestellt werden. Die Wandmontage mit der besonders flachen Slim Bracket Wandhalterung ist aber der gängige Weg. Alternativ ist der G2 auch mit dem üblichen VESA-Standard kompatibel.

Samsung OLED-TV S95B
Samsung OLED-TV S95B (© Samsung)

Der Samsung S95B präsentiert sich hingegen wie ein typischer OLED-Fernseher. In der oberen Hälfte misst er nur wenige Millimeter. Im unteren Bereich ist er dann aber immerhin 41 mm dick. Das ist immer noch dünn, aber deutlich tiefer als der G2 und zudem auch weniger gut für eine Befestigung an der Wand (300 x 200 VESA) geeignet. Stattdessen kommt der zentral sitzende und nur wenig Platz einnehmende Blade Stand Standfuß zum Einsatz. Schade ist allerdings, dass Samsung nicht seine praktische One-Connect-Box beilegt, was einem Gerät dieser Preisklasse durchaus angemessen wäre.

Datenblätter des LG OLED G2 (2022) und Samsung QD-OLED S95B (2022) im Vergleich

Eine Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir auf diese Weise mehrere Hersteller nebeneinander anschauen.

tabellarischer Vergleich zwischen LG OLED83G29LA, Samsung GQ65S95B
 OLED83G29LAGQ65S95B
Bildschirmdiagonale83 Zoll65 Zoll
BildschirmauflösungUHD (3840 x 2160 Pixel)UHD (3840 x 2160 Pixel)
Recorderfunktion (PVR)jaja
HDMI-Anschlüsse4 x HDMI 2.14
[...]

Aktuelle Angebote

Die aktuellen Angebote zum LG OLED G2 (2022) und Samsung QD-OLED S95B (2022) haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:

Abbildung LG Electronics OLED83G29LA.AEU
Abbildung Samsung GQ55S95BAT
SerieModelle
G2OLED55G29LA (1.999,00 €)
OLED65G29LA (2.899,00 €)
OLED77G29LA (4.699,00 €)
OLED83G29LA (6.099,00 €)
S95BGQ55S95B (1769,00 EUR)
GQ65S95B (2339,00 EUR)

Fazit

Insgesamt zeigt sich das Vergleichsergebnis recht ausgeglichen. Bei der Ausstattung gibt es kaum Unterschiede, da beide unter anderem viermal HDMI 2.1 und einen Twin-Triple-Tuner bieten. Bei der Gaming-Leistung gibt es nur marginale Differenzen, beim Sound hat der Samsung S95B mit seinen nach oben abstrahlenden Deckenlautsprechern ebenfalls leicht die Nase vorne.

Entschieden werden muss das Duell primär bei der Bildqualität. Und da liefert der neue OLED-Herausforderer von Samsung vollends ab. Zwar hat er das etwas dunklere, aber für einen OLED-Fernseher immer noch recht helle Bild im Vergleich zum OLED Evo im LG G2. Bei der Farbwiedergabe, vor allem beim Farbvolumen, steckt der Samsung S95B mit seiner Kombination aus Quantum Dots und OLED-Panel den Kontrahenten von LG aber sehr deutlich in die Tasche. Somit bietet er das auf jeden Fall farbprächtigere und kaum dunklere, zudem auch noch blickwinkelstabilere, kurzum bessere Bild im Vergleich zum LG G2. Leider hat der Samsung S95B allerdings das Problem, dass er die Farben bzw. die Farbhelligkeit etwas zu hoch einstellt; so wirken die Farben zwar poppiger und stärker saturiert, entspricht aber nicht der Idee des Content Creators.

Was hingegen für den LG OLED G2 spricht, sind das schicke Gallery Design, von dem Du aber nur bei einer Wandmontage wirklich profitierst. Er ist zwar etwas teurer, wird aber in deutlich mehr Diagonalen angeboten. Sprich: Du hast mehr Auswahl und wirst bei großen Diagonalen auch nur hier fündig. Samsung ist gefordert, noch mehr Auswahl für das ganz neue QD-OLED-Portfolio zu liefern, was die Zukunft aber sicherlich mit sich bringen wird. Schließlich ist QD-OLED ein Versprechen an die Zukunft für noch bessere Bildqualität beim Fernsehen

Deine Meinung ist gefragt!

Für welchen Fernseher würdest Du Dich nach den aktuellen Preisen entscheiden? LG OLED G2 oder Samsung QD-OLED S95B?

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